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Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
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Unser Vorstandsmitglied Dr. Corina Zolle hatte einen Traum ....

Und so begab es sich,

Gottdass Gott mal wieder auf die Erde stieg, den Kopf schüttelte und sprach: "So habe ich mir das aber nicht gedacht. Wie hier mit den Alten, Kranken und Behinderten umgegangen wird, ist wirklich nicht zu fassen. Da muss ein neues Konzept her. Ab jetzt gibt es keine Krankheiten mehr und jeder wird genau 100 Jahre alt. Danach ist Schluss. Mal sehen, ob ihr jetzt damit zurechtkommt."

Auf der Erde gab es eine Riesen-Party und alle waren dabei (bis auf die paar, die schon 100 Jahre alt gewesen waren und deren Uhr jetzt abgelaufen war; aber das waren sowieso nur ganz wenige und tat deshalb fast nichts zur Sache).

Die Alten fühlten sich wieder jung und sprangen auf der Straße herum. Die Blinden konnten wieder sehen, die Lahmen gehen, die Tauben hören, selbst die, die mit einer Grippe im Bett lagen, kamen heraus gekrochen, denn vorbei waren die Kopf- und Gliederschmerzen. Die Patienten sprangen aus den Krankenhäusern und tanzten mit den ehemaligen Bewohnern des Altenheims um die Ecke, und die Behinderten rannten aus ihren Einrichtungen und Werkstätten nach Hause zu ihren Familien und Freunden.

Eine ganze Woche dauerte die Party und alle beglückwünschten sich, dass doch jetzt eine so große Last von der Menschheit genommen worden sei.

Und dann kam der Montag.

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Brinkmann ging morgens zu seiner Schwarzwald Klinik und fand sie leer vor. Seine Patienten waren nämlich von der Party nicht zurückgekommen. Sofort startete er ein Meeting mit dem Schwarzwald Klinik Manager Dr. Profitlich und all seinen Oberärzten. Doch keinem wollte eine Lösung einfallen. Selbst dass sie Oberschwester Hildegard und ihr Pflegeteam hinzugezogen brachte sie keinen Schritt weiter. Erst der Qualitätsmanager brachte den entscheidenden Einwand: "Uns fehlen die Patienten!". Damit hatte er das Problem exakt umrissen. Eine Lösung hatte er auch nicht.

Frau Fleißig von der Krankenkasse fand am Montagmorgen ihren Schreibtisch leer, denn alle Anträge für Hilfsmittel, alle Rezepte, zum Beispiel auch die für Blutdruck senkende Mittel, alle Hilferufe und Bitten von Patienten hatten sich in Luft aufgelöst. Daraufhin ging sie zu ihrem Chef, Herrn Dr. Reichlich und fragte ihn, was sie jetzt machen solle. Doch sie fand ihn ratlos und er schickte sie nach Hause, um sich dann in eine Telefonkonferenz mit Chefarzt Prof. Dr. Dr. Brinkmann und seinem Schwarzwald Klinik Manager Dr. Profitlich zu stürzen.

Sanitätshausbesitzer, Herr Theuerkauf, fand seine Mitarbeiter am Montag in fröhlicher Runde doch mit Fragen in den Augen. Die Rollstühle, Prothesen, Toilettensitzerhöhungen ja selbst die Gummistrümpfe waren nicht mehr da. Ein Telefonat mit verschiedenen Herstellern brachte ihn nicht weiter. Auch dort waren die Lager leer. Allerdings zeigten sich die Hersteller sehr hilfsbereit. Sie könnten jederzeit die Produktion wieder aufnehmen, Herr Theuerkauf solle nur seine Bestellungen aufgeben und mit einer Lieferzeit von maximal sechs Wochen könnten alle erforderlichen Hilfsmittel neu hergestellt werden. Herr Theuerkauf rief daraufhin einen ihm bekannten Oberarzt aus der Schwarzwald Klinik von Chefarzt Prof. Dr. Dr. Brinkmann an und fragte ihn, ob er nicht mal ein paar Rezepte rüber schicken könnte. Der Oberarzt brachte die Bitte von Herrn Theuerkauf bei seinem Chefarzt vor, der es gleich noch als Tagesordnungspunkt für sein Meeting mit dem Schwarzwald Klinik Manager Herrn Dr. Profitlich und die Telefonkonferenz mit dem Chef der Krankenkasse, Herrn Dr. Reichlich aufnahm.

Auch Frau Hilfreich vom Sozialamt fand ihren Schreibtisch leer. Die enormen Stapel von Anträgen auf Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege waren verschwunden. Der Chef des Sozialamtes, Herr Pfleglich, hatte daraufhin habe eine geniale Idee: "Gehen Sie doch mal raus und sehen nach wo die Leute hingekommen sind! Die müssen ja noch irgendwo sein." Frohgemut machte sich Frau Hilfreich auf den Weg, um ihre Fälle zu suchen.

Die Leiterin der Seniorenresidenz "Sonnenschein", Frau Raffzahn, fand ihr Altersheim am Montag ebenso verweist. Lediglich die vier Bewohner, die bereits ihr 100. Lebensjahr überschritten hatten, lagen noch in den Betten. Frau Raffzahn beauftragte eine Mitarbeiterin einen Arzt zu holen. Dieser kam, dankbar für eine Aufgabe, eilfertig vorbei, konnte aber nur noch den Tod feststellen. Daraufhin wurde der Leichenbestatter bestellt, der jedoch dankend abwehrte. Die Wartezeit betrage mittlerweile 14 Wochen, wer konnte denn ahnen, dass es noch so viel 100-jährige gab. Hat man sie doch vorher nicht gesehen und jetzt plötzlich, alle auf einen Schlag....

Pflegedienstleiterin, Frau Gerne, vom ambulanten Dienst "Gut und Gerne" hatte frühmorgens ihre Mitarbeiterinnen zur "Aus-dem-Bett-hol-Runde" los geschickt. Als Schwester Rabiata vor der Haustüre von Oma und Opa Clever steht, öffnet ihr die Schwiegertochter. "Die beiden alten Leute wollten dem ganzen Tohuwabohu der letzten Woche hier entgegen und sind kurz entschlossen nach Mallorca geflogen. Die Oma hat ausgerechnet, dass sie sich mit dem Geld, das sie sonst Monat für Monat als Eigenanteil an den Pflegedienst bezahlen mussten, ganz einfach als Dauergäste in einem vier Sterne Hotel einmieten können und die rund 20 Jahre, die ihnen noch zum Leben bleiben, entspannt unter der Sonne genießen."

Auch in der Werkstatt für behinderte Menschen war alles anders. Nachdem morgens die behinderten Mitarbeiter nichts zur Arbeit erschienen waren, hatte der Leiter der Werkstatt, Herr Oberschlau, kurzerhand eine Teamsitzung einberufen, zu der sich nach einer Weile auch die Mitarbeiter des angegliederten Wohnheims für behinderte Menschen gesellten, da die nichts zu tun hatten und dann für gewöhnlich immer Teamsitzungen stattfanden. Lediglich Frau Strebsam aus der Verwaltung konnte der Teamsitzung nicht beiwohnen. Sie musste nämlich die unzähligen Anrufe aus dem Einzelhandel entgegennehmen, der sich wunderte, wo denn die versprochenen Lieferungen für Wäscheklammern blieben. Nach den Feierlichkeiten der vergangenen Woche sei in den Haushalten so viel Wäsche liegen geblieben, dass die Kundinnen Schlange stünden, um an Wäscheklammern zu kommen, teilweise seien sogar schon kleinere Schlägereien entstanden.

Eine Woche später, in der ungeheuer viele Meetings, Teamsitzungen, Telefonkonferenzen und Krisengespräche stattgefunden haben, hatten ein paar Änderungen stattgefunden. Reinigungskräfte und Küchenpersonal der Schwarzwald Klinik wurden betriebsbedingt gekündigt. Herr Dr. Profitlich hatte schnell erkannt, dass dort, wo keine Patienten sind, auch nichts gegessen wird und dass keine Patienten auch deutlich weniger Schmutz hinterlassen, als das früher in einer vollbesetzten Schwarzwald Klinik der Fall gewesen war.

Frau Fleißig von der Krankenkasse hatte zur Aufgabe bekommen zusammen mit ihren Kollegen aus dem IT-Bereich eine Datenbank zu erstellen, um einen Überblick zu bekommen, welche Leistungen zukünftig von der Krankenkasse nicht mehr erbracht werden müssten.

Herr Theuerkauf, vom Sanitätshaus Theuerkauf, hatte seinen Mitarbeitern kurzerhand Urlaub verordnet. Ein Hilfsmittelhersteller hatte ihm ein Ticket für einen Flug in die Karibik besorgen können, nachdem Herr Theuerkauf ihm eine Ladung Rollstühle abgenommen hatte. Die Rollstühle würde er schon irgendwo unterkriegen, Schubkarren waren schließlich Mangelware, seitdem für die ganzen alten Leutchen, die nicht zurück in ihre Seniorenresidenz wollten, neue Wohnungen gebaut werden mussten. Und ein Ticket in die Karibik zu bekommen war heutzutage nicht mehr so einfach. Das Ehepaar Clever war zwar eine der ersten, die das Land in Richtung Süden verließen, aber bei weitem nicht die einzigen. Dort, in der Karibik, würde Herr Theuerkauf hoffentlich die nötige Ruhe finden, um seine Situation zu überdenken und gegebenenfalls Entscheidungen zu treffen.

Auch Schwester Rabiata hatte ihren Job verloren. Die  Arbeitsagentur hatte versucht sie als Tierpflegerin umzuschulen. Allerdings wollte kein Zoo sie einstellen, da sie die erforderliche Feinfühligkeit vermissen ließe und dies möglicherweise dazu führen könnte, dass die Zuschauerquoten der täglich im Fernsehen laufenden Zoo-Geschichten nach unten gingen.

Einige der ehemaligen Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen hatten ihre eigene Firma gegründet und produzierten Wäscheklammern. Das Geschäft lief so gut, dass sie überlegten, die Produktion möglicherweise auch auf Schubkarren auszudehnen. Viele andere jedoch warteten darauf, dass jemand vorbeikommen würde, um ihnen zu sagen, was sie tun sollten. Manche hatten es auch einfach satt Wäscheklammern oder notfalls auch Schubkarren zu produzieren.

Herr Dr. Geier, leitender Direktor des Pharmakonzerns "Super-Med" starrte auf die Bilanzen der letzten 14 Tage. Es war nicht zu fassen, der Absatz ihres Spitzenprodukts "Bludru-minus”, ein Mittel zur Senkung des Blutdrucks war urplötzlich im Keller. Es mochte ja sein, das kürzlich auf unerklärliche Weise alle Verordnungen für Blutdruckmedikamente verschwunden waren, aber die sollten sich doch wieder beschaffen lassen. Er beauftragte sofort seine Sekretärin ihm einen Telefontermin mit Herrn Prof. Dr. Dr. Brinkmann zu vereinbaren, nötigenfalls auch mit dem Chef der Krankenkasse, Herrn Dr. Reichlich. Außerdem telefonierte er mit der Werbeabteilung, sie sollten veranlassen, dass das Produkt wieder mehr Käufer bekomme.

Vier Wochen später traf sich Herr Prof. Dr. Dr. Brinkmann bei einem Gläschen gutem französischen Rotwein mit einem ehemaligen Studienkollegen, Herrn Prof. Dr. Denker, der für die nächste Bundestagswahl antreten wollte und zufällig auch den Staatssekretär im Gesundheitsministerium von verschiedenen Konferenzen und Dienstreisen und den anschließenden privaten Unterredungen im "Chill-out-Club" ganz gut kannte. Er wollte veranlassen, dass das Gesundheitsministerium eine Konferenz zum Thema "Gesundheitswahn - und was kommt jetzt?" ausrichten würde. Auf dem Podium sollten neben der Gesundheitsministerin und ihrem Staatssekretär auch Herr Prof. Dr. Dr. Brinkmann, der Chef der Krankenkasse, Herr Dr. Reichlich und natürlich Herr Dr. Geier als Chef eines Pharmakonzerns sitzen. Dort könnten dann Strategien ausgearbeitet werden, wie mit der ungewöhnlichen Situation umgegangen werden könnte.

Doch die Gesundheitsministerin war sehr beschäftigt. Sie hatte sich mit dem Arbeitsminister bereits vor zwei Wochen zu einer Klausurtagung getroffen, denn auch beim Arbeitsministerium herrschte Krisenstimmung. Reinigungskräfte und Küchenpersonal waren nur der Anfang gewesen. Mittlerweile stand auch das Pflegepersonal der Schwarzwald Klinik und das Betreuungspersonal der Werkstatt für behinderte Menschen samt angegliedertem Wohnheim und der Seniorenresidenz auf der Straße. Lediglich eine Notbesetzung, bestehend aus Führungskräften und Verwaltung waren in den Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen verblieben.

Ebenso ohne Arbeit waren auch noch ein paar Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen, die nichts anderes gelernt hatten außer Wäscheklammern herzustellen, und das weiterhin zu tun, war ihnen wirklich nicht zuzumuten.

Einige des ehemaligen Betreuungspersonals konnten in der boomenden Tourismusindustrie untergebracht werden. Ein paar fanden auch eine befristete Stelle als Leichenbestatter. Die meisten jedoch hatten so enorme psychische Probleme damit, dass sie ihren Arbeitsplatz verloren hatten und dass niemand mehr da war, der sich von ihnen betreuen lassen wollte, dass sie sich außer Stande fühlten eine neue Arbeitsstelle anzutreten.

Weitere vier Wochen später sprach Herr Dr. Reichlich, nochmals beim Gesundheitsministerium vor. Die Auswertung der Datenbank, die seine Mitarbeiterin Frau Fleißig zusammen mit ihren Kollegen aus dem IT-Bereich erstellt hatte, hatte ergeben, dass die Krankenkasse zukünftig überhaupt gar keine Leistungen mehr erbringen müsste. Er wolle ja nicht allzu schwarz in die Zukunft sehen, aber diese Erkenntnis, die mittlerweile sogar wissenschaftlich überprüft worden sei, könne letztlich dazu führen, dass auch er gezwungen sei, einige seiner Mitarbeiter - natürlich nur auf längere Sicht - zu ENTLASSEN. Dies sei sicherlich nicht im Sinne des Ministeriums, deshalb rate er dringend dazu, baldmöglichst einen Termin für die geplante Konferenz anzuberaumen.

Auch Herr Dr. Geier war unter Druck. Musste er doch gerade feststellen, dass das Gesundheitsministerium die Drittmittel für sein Alzheimer-Projekt gestrichen hatte. Sie waren so kurz davor ein bombensicheres Mittel gegen Alzheimer auf den Markt zu bringen, freilich, bis es für die Behandlung von Patienten zugelassen gewesen wäre, hätte es noch einige Jahre gedauert, aber das Projekt jetzt abzubrechen, was für eine Verschwendung. Er würde die Forschung einstellen müssen und am Ende noch die Forscher und ihre Mitarbeiter ENTLASSEN. Dies sei sicherlich nicht im Sinne des Ministeriums, deshalb rate er dringend dazu, baldmöglichst einen Termin für die geplante Konferenz anzuberaumen.

Auch Herr Acker, Chef der größten Bank, zeigte sich beunruhigt. Die Aktien der Pharma-Industrie waren in den letzten Wochen unaufhaltsam gefallen. Dies habe bei den Anlegern zu teilweise unabsehbaren Verlusten geführt. Wenn die Regierung nicht bald eingreifen würde, käme es womöglich zu einer WIRTSCHAFTSKRISE.

Die Regierung reagierte schnell und unterstützte die Banken und Pharmakonzerne finanziell. So konnte vermieden werden, dass Banken und Pharmakonzerne ihre Mitarbeiter entlassen mussten.

Genau drei Monate nach dem Tag "X" fand die Konferenz des Gesundheitsministeriums statt. Da zu erkennen war, dass das Problem möglicherweise auch das Arbeitsministerium betreffen könnte, saß auch noch der Arbeitsminister mit auf dem Podium.

Am ersten Tag wurde diskutiert welches Problem zuerst behandelt werden sollte. Schließlich gab es ganz viele Facetten: die Einbrüche im Gesundheitswesen, der Verfall der Einrichtungen, die schwierige Situation der Krankenhäuser, die Probleme der Pharmaindustrie und Hilfsmittelhersteller, der ungeheure Anstieg der Arbeitslosigkeit und - nicht zu vergessen - die ganzen Rentner, die seit drei Monaten ununterbrochen Party machten.

Nach vier Tagen intensiver Diskussion brachte der Qualitätsmanager der Schwarzwald Klinik durch einen kurzen Einwurf alle zum Schweigen: "Uns fehlen die Patienten, aber das habe ich ja schon gesagt." "Ja, ja", sagte Herr Prof. Dr. Dr. Brinkmann, "das wissen wir natürlich auch schon selbst, aber vielleicht ist das ein Aspekt, den wir auch nochmal ganz genau beleuchteten sollten. Am besten, wir gründen Arbeitskreise und diskutieren die einzelnen Themen nochmal in kleineren Gruppen."

Er selbst leitete die Arbeitsgruppe "Situation der Krankenhäuser". Herr Dr. Geier übernahm die Arbeitsgruppe "Probleme der Pharmaindustrie". Der Arbeitsminister selbst leitete die "AG Arbeitslosigkeit".

Nach weiteren drei Tagen intensiven Arbeitens entwickeln die Beteiligten aus den Ergebnissen ihrer Arbeitsgruppen folgendes Konzept:

Die ganzen alten Leute sind den meisten von uns ein Dorn im Auge. Sie springen nutzlos auf der Straße rum und sehen dabei teilweise nicht mehr besonders schön aus. Die Krankenkassen - wir nennen sie jetzt kurzerhand Alterskassen - bringen deshalb ein Programm heraus, das den Versicherten ermöglicht die notwendigen Schönheitsoperationen vornehmen zu lassen. Das füllt unsere Krankenhäuser und gibt den Ärzten und dem Pflegepersonal wieder Arbeit.

Die Pharmaindustrie erhält Drittmittel für Forschungsprojekte, um herauszufinden, ob es nicht vielleicht doch möglich ist, die vorbestimmten 100 Jahre noch ein bisschen auszudehnen. Außerdem stellt sie ihre Medikamenten-Produktion auf Arzneimittel um, die potenziell lebensverlängernd wirken und dem Alterungsprozess entgegenwirken. Diese Arzneimittel sind selbstverständlich rezeptpflichtig und können nur von zugelassenen Ärzten verordnet werden.

Die Arbeitslosen kommen in die Heime und Werkstätten. Dort sind sie gut aufgehoben, können betreut werden und möglicherweise sogar vorsichtig an eine neue Erwerbstätigkeit herangeführt werden.

Von ihrer Idee begeistert machten sich alle daran das Konzept umzusetzen.

Nach einem Jahr stieg Gott wieder herunter, besah sich was die Menschen aus der Situation gemacht hatten und schickte eine Sintflut.

Dezember 2008
Dr. Corina Zolle

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