Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
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Elke Bartz-Preis 2012

Elke Bartz
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Unsere Gründungsvorsitzende Elke Bartz ist im Jahr 2008 verstorben (siehe auch Gedenkseite). Vor dem Hintergrund ihres Lebenslaufes als behinderte Frau in der Arbeit für und mit behinderten Menschen hat sich unser Vorstand entschlossen, ab dem Jahr 2010 einmal im Jahr den Elke-Bartz-Preis zu stiften. Der Preis ist undotiert und soll Menschen ehren, die sich um das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen verdient gemacht haben.

Foto Andreas Vega
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Preisträger des Jahres 2012

ist

Andreas Vega

für seinen hervorragenden Einsatz für die Rechte behinderter Menschen im Sinne der Selbstbestimmten Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

 

Elke-Bartz-Preis 2012
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Die Laudatio

vorgetragen von Karin Brich, ForseA-Vorstandsmitglied

Der diesjährige Preisträger darf mit Fug und Recht als ein Urgestein der deutschen Selbstbestimmt-Leben-Bewegung bezeichnet werden. Darüber hinaus hat er sich hierzu auch in ganz Europa einen Namen gemacht.

Andreas Vega aus München

Stellvertretend für viele Aktivitäten in Europa ist hier sein Engagement bei der Organisation der deutschen Teilnahme am Freedom Drive 2011 in Straßburg zu nennen. Alle seine vielfältigen innerdeutschen Aktivitäten hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Laudatio sprengen. Es sollen nur einzelne erwähnt werden:

  • Intensives und vielfältiges Handeln zum Zweck der Einbeziehung und Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Bundes- und Landesrecht und in das Verwaltungshandeln
  • Mitorganisation des Sommercamps in Duderstadt
  • Tätigkeit bei ISL Deutschland und ISL Bayern
  • Aufbau eines Reisedienstes (einschließlich mehrerer Reisebusse) für barrierefreies Reisen
  • Mitorganisator der Demos zum Europäischen Protesttag, zuletzt "Rettungsschirme für alle"
  • Konzeptentwicklung, Organisation und Mitarbeit bei verschiedenen von der Aktion Mensch geförderten Aktionen und Kampagnen.
  • Mitarbeit bei der Erstellung der Parallelberichterstattung der deutschen Zivilgesellschaften zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen
  • Teilnahme am Runden Tisch zum Aktionsplan in Bayern

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Offensichtlich hat er sein Leben nahezu vollständig darauf ausgerichtet, Menschen mit Behinderungen den Weg in eine inklusive Gesellschaft zu ebnen. Nicht ohne Anstrengungen, aber mit viel Zuversicht und fest entschlossen, hat er sich 1979 sozusagen selbst aus den Heimstrukturen befreit, um mit drei gleichgesinnten jungen Männern mit Behinderung eine WG zu gründen. Unterstützt bei diesem Vorhaben wurden sie damals von der Vereinigung Integrationsförderung, einem der ersten ambulanten Dienste, welcher für die WG-Bewohner die Zivildienstleistenden stellte und sie auch sozialpolitisch vertrat. Zu dieser Zeit und in der Position als Vorreiter musste ein Leben in Freiheit noch gerichtlich erkämpft werden. Die Kostenträger befürchteten eine Lawine auszulösen. Wahrscheinlich ahnten sie schon, dass Menschen mit Behinderung nicht aus freien Stücken in Heimen leben wollten.

Foto: Karin BrichDie Verhandlung endete mit einem Vergleich. Schon damals waren Urteile unerwünscht. Das Verfahren fand jedoch auch so ein breites Echo in der Presse. Im Jahr 1989 begann durch den Wegfall der Zivildienstleistenden ein neuer Abschnitt, der den Beginn des Arbeitgebermodells einläutete. Natürlich verlief diese Umstellung nicht ohne Schwierigkeiten, Kämpfe, Verhandlungen, die sich über einen langen Zeitraum hinzogen. Die Bildzeitung machte damals gewaltig Stimmung: "Ein Millionenschock für München". Auch diese Umstellung musste vor dem Verwaltungsgericht erstritten werden. Seine Befreiungs- und Entwicklungsgeschichte mit den meisten Stürmen und Auseinandersetzungen verlief in der Zeit von 1979 bis 1991, also fast parallel zu der von Elke Bartz. Kennengelernt haben die beiden sich vermutlich 1995, als sich unser Verein zunächst als Arbeitsgruppe unter dem Dach von ISL gründete.

Seit den 90ern Jahren engagiert sich Andreas Vega im 1990 gegründeten Verein Verbund behinderter Arbeitgeber (VbA) in München. Dieser Verein bietet ein breites Spektrum an: Beratungen u.a. zu Auszug aus Heimen und zum Arbeitgebermodell, Lohnabrechnungsbüro, Assistenzbörse und dem bereits zu Beginn erwähnten von Andreas ins Leben gerufenen Reisedienst. Sowohl Elkes als auch Andreas Leben war und ist geprägt vom permanenten Einsatz für ein Leben hin zur Inklusion. Wir kannten zwar den Begriff in den 90ern noch nicht, aber die Idee war als Vision und Wunsch doch bereits in den Köpfen und Herzen vorhanden. Zwar kämpften sie zunächst für sich selbst, doch wurde daraus auch mehr und mehr ein Kämpfen für bessere Lebensumstände bewusst und stellvertretend für andere Menschen mit Behinderung.

Die Beratung und Unterstützung anderer Menschen mit Behinderung brachte ihnen Erfahrungen und Einsichten, die sie wiederum an andere weiter geben konnten. Sie bestärkten diese auf ihrem Weg zur Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaftsform. Elke konzentrierte sich dabei weitgehend auf den Bereich Persönliche Assistenz, während Andreas – gute Gelegenheiten mutig beim Schopfe packend - sein Talent mit bestehendem Bedarf verknüpfte und einen Reisedienst aufbaute. Die Mobilität behinderter Menschen liegt ihm sehr am Herzen und so vertiefte er sich darüber hinaus auch in den Bereich des barrierefreien Tourismus. Andreas ist das Gegenbeispiel zur landläufigen Haltung, der Auffassung zu sein, nichts tun zu können und Opfer der Umstände zu sein. Stagnation ist nicht sein Muster, klein beigeben nicht sein Stil. Sein Credo ist, dass jeder Mensch etwas bewirken und bewegen kann.

Genau das setzt er auch um, kreativ, sicher und auf vielen Ebenen. Das zu sehen und zu erleben macht Mut und steckt an. Zu all seinem Einsatz in so vielen Bereichen, den Reisen von einer Konferenz und Veranstaltung zur anderen quer durch Deutschland, managt Andreas sein Leben mit hohem Assistenzbedarf, welches letztendlich die Grundvoraussetzung für seine Aktivität ist. Die Organisation der eigenen Persönlichen Assistenz erfordert häufig in hohem Maße logistischen Aufwand. Dazu gehören die Regie- und Arbeitgeberfunktion, zusätzliche bürokratische Aufwendungen und schriftliche Rechtfertigungen, die ein Leben mit Behinderung mit sich bringt.

Menschen mit Behinderung sind gezwungen, einen Großteil der Lebenszeit damit zu verbringen, sich gegen die Ansinnen von Ämtern und Kostenträgern zur Wehr zu setzen. Dieser Kraftakt ist eine Herausforderung, die Andreas nicht nur angenommen, sondern auch ungeachtet aller Ressourcenbeschränkungen gemeistert hat. Gäbe es Persönlichkeiten wie Andreas nicht, wären noch viel mehr behinderte Menschen heute in Deutschland noch in Verwahr- und Aussonderungsanstalten.

Wie auch Elke es war, so ist Andreas Vega ständig auf Reisen. Vorträge, Seminare, Anhörungen in Landtagen oder im Bundestag stehen auch heute noch auf seinem dicht bepackten Jahresprogramm. Wir sind auch in diesem Jahr davon überzeugt, in diesem Mitstreiter von Elke einen würdigen Preisträger gefunden zu haben und gratulieren hierzu herzlich!

Die Übergabe des Preises erfolgt am 26. September 2012, 11:00 Uhr, im Rahmen einer Feierstunde im Kleisthaus, Mauerstraße 53. 10117 Berlin, dem Dienstsitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Gerhard Bartz, Vorsitzender

Diese Laudatio als PDF-Dokument

Die Sponsoren

Hohenlohe, die Region, von der aus Elke wirkte, ist laut Wikipedia, gemessen an der Zahl der Einwohner, diejenige, in der die meisten Weltmarktführer zuhause sind. Da diese jedoch mit der Förderung des Elke-Bartz-Preises etwas zurückhaltend sind, bedanken uns auch bei "auswärtigen" Unternehmen für die finanzielle Unterstützung des Elke-Bartz-Preises

Der diesjährige Elke-Bartz-Preis wird in dankenswerter Weise unterstützt von:

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Logo der Raiffeisenbank Kocher/Jagst

 

 

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Logo Sparkasse Hohenlohekreis

 

 

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Um was geht es eigentlich?

Gedanken zu ForseA, Elke Bartz und die Politik für Menschen mit Behinderung

Foto: Jens MerkelHeute, am 25. August 2012. jährt sich bereits zum vierten Mal der Todestag von Elke Bartz, der Gründungsvorsitzenden des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. Diesen Tag möchte ich zum Anlass nehmen, meine Erinnerungen schweifen zu lassen.

Wie mich Elke für die Behindertenpolitik begeisterte

Ich habe Elke am 2. Mai 2001 in Leipzig kennengelernt. Sie war zusammen mit Ihrer Assistentin auf Tour durch Deutschland, um den Menschen mit Behinderungen und Assistenzbedarf darzulegen, wie jeder Mensch selbstbestimmt leben kann. Es war lange, bevor die UN-Behindertenrechtskonvention auch in Deutschland in Kraft trat. Das waren noch Zeiten. Zwar musste man auch kämpfen um die damals für uns „neuen“ Leistungen zu erhalten, aber man konnte im gemeinsamen Gespräch mit den Kostenträgern einiges erreichen. Und so sichere ich meine Pflege und Assistenz seit dem 1. Mai 2002 durch das Arbeitgeber-Assistenzmodell. Seit dieser Zeit habe ich erst gemerkt, dass ich als Mensch mit Behinderung genau so leben kann wie Menschen ohne Behinderungen, dass ich einfach dazu gehöre, egal, ob am Stammtisch in der Kneipe, in der Politik oder in Vereinen. Das war, glaube ich heute zu wissen, ein erster Ansatz von Inklusion.

In den darauf folgenden mehr als sechs Jahren bis zu Elkes Tod habe ich mehr und mehr Aufgaben bei ForseA übernommen, mit denen ich damals am 2. Mai 2001 niemals gerechnet hätte. Es begann eigentlich bereits 2003. Damals war ich das erste Mal bei einer Hauptversammlung von ForseA. Als Neuling war ich  sehr schüchtern, aber in den folgenden Monaten gab es Fragen über Fragen an Elke. Heute weiß ich, wie sich Elke gefühlt hat, wenn den ganzen Tag das Telefon klingelt, ungezählte eMails im Postfach liegen, man hat viel damit zu tun, diese alle abzuarbeiten. Aber nicht dass jetzt ein falscher Gedanke aufkommt. Mir macht diese Arbeit Spaß, und so lange sie Spaß macht, ist es in Ordnung. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Aber dazu später. Es war an einem Abend, als mich Elke anrief. So nebenbei fragte sie mich, ob ich sie (die Elke Bartz) bei einer Sitzung der Bundesinitiative „Daheim statt Heim“ im Bundestag vertreten könnte. Ich, Jens Merkel sollte in den Bundestag. Damals machte noch keiner Anspielungen wegen meines Namens :-). Gesagt, getan. Ich fuhr also nach Berlin, Ich sage ehrlich, viel habe ich damals nicht verstanden. Es wurde mit Paragrafen umhergeschmissen, ich musste höllisch aufpassen. Am meisten erfreut über solche „Reisen“ waren meine Assistenten, die so auch mal in die Metropole Berlin gekommen sind. Und dann kam schon der April 2007. Nein, es war bereits vorher, Elke fragte höflichst an, ob ich mir denn vorstellen könnte, für den Vorstand von ForseA zu kandidieren. Die damaligen Zeiten waren für mich so rasant, so schnell konnte man gar nicht denken, wie die Entscheidungen anstanden.

Einstieg in den ForseA-Vorstand

Im April 2007 wurde ich in den ForseA-Vorstand gewählt und die Arbeit begann dann erst richtig. Da eine Beratung, dort ein Seminar, politische Veranstaltungen, um unsere Ziele für ein Selbstbestimmtes Leben bekannter zu machen. Aber – und das ist bis heute so geblieben und hat sich sogar extrem verstärkt – was hat heute eigentlich nichts mehr mit Politik zu tun? Umso stärker gilt das seit 2009 seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention. Aber auch dazu später. Im Juni 2008 nahm ich an einem ForseA-Beraterseminar in Lobbach bei Heidelberg teil, um noch mehr Menschen mit Assistenzbedarf hin zu ihrer Selbstbestimmung zu begleiten. Als wir alle kurz nach diesem Seminar erfahren mussten, dass Elke, wie sie selbst in ihrer bekannten Art sagte, nicht mehr lange zu leben hat und an Weihnachtsgeschenke nicht mehr denkt, musste ich schon damals daran denken, was wir zusammen mit Elke in den letzten Jahren erreicht hatten. Aber was sollte noch kommen? Im April 2009 wurde ich dann zum Stellvertretenden Vorsitzenden von ForseA gewählt. Ja und auch diese Funktion habe ich gerne übernommen. Einen Satz von Elke wird uns immer im Gedächtnis bleiben. In ihrem letzten Interview, welches sie der Aktion Mensch gab, sagte sie: „Seid wachsam. Seid achtsam. Sucht euch Freunde. Der Rest kommt von alleine." Mit diesem Satz meinte sie: „Schließt Euch zusammen, damit erreicht Ihr viel mehr!“ So und jetzt komme ich zurück und frage mich, wo "der Hase im Pfeffer liegt". Ich weiß nicht, wie viele Behindertenorganisationen es in Deutschland gibt. Sicher, sie haben alle ihre Daseinsberechtigung. Aber Elke hatte Recht. Um etwas „zu reißen“, fehlt der berühmte Ruck, auch durch die Behindertenbewegung in Deutschland, den der damalige Bundespräsident Roman Herzog in einer seiner „Berliner Reden“ gefordert hat.

Um was geht es eigentlich?

Mehr und mehr bekomme nicht nur ich das Gefühl, es geht immer und immer wieder ums Geld!!! Seit nunmehr sechs Jahren mache ich Beratung für Menschen mit Behinderungen im Allgemeinen und Menschen mit Assistenzbedarf im Besonderen. Und in diesen letzten Jahren dachte ich, dass sich gerade durch die UN-Behindertenrechtskonvention etwas zum Positiven ändert, aber das Gegenteil ist der Fall.

Ich möchte das an wenigen Beispielen belegen. Da stellt jemand einen Antrag auf Übernahme für die Kosten seiner notwendigen Begleitperson. Der Antragsteller war mit seinem Assistenten einfach mal nur bei einer Faschingsveranstaltung. Der zuständige Kostenträger lehnt die Übernahme der Kosten für dessen Eintrittskarte ab. Damit war ja noch zu rechnen, aber der Hinweis, der Antragsteller könne doch mit seinem Assistenten in den Zoo gehen, da würde er nichts bezahlen brauchen, schlägt dem Fass den Boden aus. Wo ist Deutschland eigentlich hingekommen? Ein zweites Beispiel: Einem Menschen mit Assistenzbedarf wird „vorgeschlagen“, für seine Assistenten zur Begleitung einen Stundenlohn von 3,00 € zu bezahlen. Jeder vernünftige Mensch mit ein wenig Verstand sagt auf Anhieb: „Das ist aber ganz nah am Sklavenhandel!“ Und noch ein drittes Beispiel: Einem Mensch mit Assistenzbedarf wird im Bescheid gleich darauf hingewiesen, welche Kosten denn ein angeblich „zumutbares Heim“ hat.

Geht es denen nur ums Geld statt um Menschenrechte!?

An diesen drei Beispielen sieht man, dass es den Behörden nur ums Geld geht. Aber vielleicht sollte man diese Schreibtischtäter mal in einfachster Mathematik unterrichten. Denn es gibt nachweislich genügend Berechnungen, nach denen sich die Ausgaben für die Assistenz von Menschen mit Behinderungen, die zwar in einem ersten Blick sehr hoch erscheinen, – wie man so schön sagt – rechnen. Und das nicht nur für die Menschen mit Assistenzbedarf. Nein, auch für unseren Staatshaushalt. All diese Berechnungen kann man auf der ForseA-Homepage nachlesen. Vielleicht sollten auch mal unsere Regierungsmitglieder einen Blick darauf werfen.

Aber geht es wirklich nur ums Geld? Ich sage: „Nein“! Und hier komme ich zurück zum letzten Interview von Elke Bartz mit dem vielzitierten Satz mit dem Aufruf zum Zusammenschluss. Um was geht es denn den Behindertenorganisationen in Deutschland? Sie wollen ihre Rechte durchsetzen! Das ist ihr gutes Recht und ihre verdammte Pflicht!, Ja, aber – und hier sage ich es zum wiederholten Male – Elke hatte Recht, Es wird verdammt Zeit, dass sich all die Interessenvertreter zu einem Potential zusammenschließen, dass die sogenannten Kostenträger endlich begreifen, dass es uns „nur“ um unsere Menschenrechte geht, auf die wir nicht erst seit 2009, dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention ein Anrecht haben. Und als ehemaliger Ossi glaube ich zu wissen, wovon ich rede. Im Jahr 1989 war es, als wir nicht mehr zufrieden waren, und „denen da oben“ zugerufen haben: „Wir sind das Volk!“ Ja, ich glaube, wir brauchen wieder so eine Bewegung, um unsere Rechte durchzusetzen. Sind Menschen mit Behinderungen nicht auch das Volk? Haben Menschen mit Behinderungen nicht auch die sogenannten Volksvertreter gewählt? Wenn Elke heute noch leben würde, wäre sie bestimmt eine derjenigen, die in der ersten Reihe voranrollen würde. Aber ich sage jetzt und hier: Die Straße kann nicht breit genug sein, damit die erste Reihe Platz hat! Ich rufe alle Menschen mit Behinderungen auf, so wie es Elke gesagt hat: „Schließt Euch zusammen!“ Und ich füge an: „Geht auf die Straße, organisiert Euch, wehrt Euch gegen sämtliche Ungerechtigkeiten!“ Ich bin dazu bereit! Es kann so einfach sein, umsetzen müssen es aber alle zusammen!“

Jens Merkel
Stellvertretender Vorsitzender des
Bundesverbandes Forum selbstbestimmter
Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V.
25. August 2012

Dieser Vortrag als PDF-Dokument

Preisübergabe im Berliner Kleisthaus am 26. September 2012 ab 11:00 Uhr

Programm

  • Klavierstück
  • Begrüßung durch Jens Merkel
  • Film Der nachfolgende Link öffnet ein neues FensterIch kann etwas bewegen
  • Klavierstück
  • Grußwort Hubert Hüppe, MdB, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung
  • Kurzvortrag Jens Merkel
  • Klavierstück
  • Laudatio vorgetragen von Karin Brich
  • Preisverleihung
  • Ausklang mit Musik

Der Preis in den Medien

01.10.2012 BSK-News : Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Verleihung Elke-Bartz-Preis
26.09.2012 kobinet-nachrichten: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Andreas Vega erhielt Elke-Bartz-Preis
24.09.2012 RehaTreff: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Elke-Bartz-Preis geht an Andreas Vega
24.09.2012 kobinet-nachrichten: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Übergabe des Elke-Bartz-Preises an Andreas Vega
28.08.2012 frankfurt-handicap.de Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Andreas Vega erhält Elke-Bartz-Preis
25.08.2012 kobinet-nachrichten: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Andreas Vega erhält Elke-Bartz-Preis
25.08.2012 kobinet-nachrichten: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Andreas Vega: Unsere Menschenrechte nicht länger verschleppen
25.08.2012 Rollingplanet: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster "Bild": Dieser Mann ist ein Schock
25.08.2012 BIZEPS : Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Andreas Vega erhält Elke-Bartz-Preis
25.08.2012 Hwelt: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Elke-Bartz-Preis 2012
25.08.2012 Barrierefreier Tourismus Info: Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster BTI gratuliert Andreas Vega

 

 

 

 

Hier hat der Pokal seinen Platz gefunden: im Wohnzimmer von Andreas (Andi) Vega

Standplatz des Preises bei Andreas Vega

 

 

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