Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.
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Position: Über uns > Elke Bartz

Foto der verstorbenen Elke Bartz

Wir haben unserer Gründungsvorsitzenden

Elke Bartz

diese Gedenkseite eingerichtet

* 11. Oktober 1955

† 25. August 2008

Unser Verein begann 1995 als lose Arbeitsgruppe verschiedener Organisationen und war zunächst unter dem Dach der ISL angesiedelt. Elke Bartz wurde als Sprecherin für Politik und Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Zwei Jahre später, am 19. April 1997 wurde die Arbeitsgruppe bei der Gründungsversammlung in Würzburg in einen Verein umgewandelt. Elke Bartz war die gewählte erste Vorsitzende und blieb es bis zu ihrem Tod. Wir werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren und ihr Lebenswerk fortsetzen, bis sich das Recht auf bedarfsdeckende, einkommens- und vermögensunabhängige Assistenz auch in Deutschland durchgesetzt hat.

10. September 2008

Isolde Hauschild, Leipzig

im Namen des gesamten Vorstandes

 

Nachfolgend ihr Lebenslauf aus Vereins- bzw. behindertenpolitischer Sicht:

  • geboren am 11.10.1955

  • gestorben am 25.08.2008

Ab Februar 1976 hoch querschnittgelähmt und rund um die Uhr auf Assistenz angewiesen.
Von 1976 bis 1981 Bewohnerin des Eduard-Knoll-Wohnzentrums in Krautheim
1981 Neubau eines Hauses in Hollenbach, Einzug und Heirat mit Gerhard Bartz
bis 1990 Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch Zivildienstleistende, ab November 1991 bis zu ihrem Tod durch selbst eingestellte Assistenten nach dem Arbeitgebermodell

Die nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten wurden zum überwiegenden Teil ehrenamtlich durchgeführt:

  • Seit 1991 in der Beratung behinderter Menschen und deren Angehöriger tätig, zunächst bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL e.V.) Hohenlohe

  • Von 1994 bis 1997 im Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen als Koordinatorin für Politik und Öffentlichkeitsarbeit tätig,

  • Seit 1997, der Gründung des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) als eingetragener Verein dessen Vorsitzende (derzeit bundesweit 678 Einzelmitglieder und 35 Organisationen mit ihrerseits ca. 80000 Mitglieder),

  • In dieser Funktion behinderte Menschen und deren Angehörige beratend, die Belange behinderter, vor allem auf personelle Hilfen (Pflege und Assistenz) angewiesener Menschen in Politik und Öffentlichkeit darstellend,

  • Beratungen und Schulungen von SachbearbeiterInnen von Trägern der Rehabilitation,

  • Mitarbeit in Gremien wie der Arbeitsgruppe zum Persönlichen Budget des Sozialministeriums Baden-Württemberg während der Modellphase,

  • Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Persönliches Budget der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Frankfurt,

  • Mitarbeit am Positionspapier zur teilhabeorientierte Pflege (Reform der Pflegeversicherung) der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer,

  • Mehrfach Anzuhörende bei der Konzeption des SGB IX, oder zur Überarbeitung des SGB XI (Pflegeversicherung), in den jeweiligen Ausschüssen des Deutschen Bundestages

  • Mehrfach als Anzuhörende in den Landtagen von Sachsen und Thüringen

  • 1997/1998 Mitarbeit an einer Studie der Europäischen Union im Auftrag der Regierung der Slowakischen Republik (Projektleiter Adolf Ratzka, Independend Living, Stockholm)

  • Initiatorin und maßgeblich an der Durchführung diverser Kampagnen beteiligt wie Unter anderem "Tour für Menschenwürde in der Pflege", "20 Jahre Assistenz - Behinderte auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung", "Faire Assistenz", "Marsch aus den Institutionen", "Ich muss ins Krankenhaus…und nun?"

  • Verantwortliche Herausgeberin der ForseA-Mitgliedszeitschrift INFORUM (seit 1996)

  • Beteiligung an mehreren Büchern (u.a. "Die Gesellschaft der Behinderer")

  • 1994 Erstellung eines Stadtführers für mobilitätseingeschränkte Menschen für Künzelsau (Hohenlohekreis) sowie 1996 für Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis)

  • Veröffentlichung zahlreicher Artikel in diversen "Behinderten"-Zeitschriften (Leben und Weg, Blickpunkt, Muskelreport u.a.) sowie einiger Artikel im Mannheimer Morgen, Fränkische Nachrichten, Rhein-Neckar-Zeitung, Tauber-Zeitung)

  • 1998 Durchführung einer Spendenaktion - einschließlich Organisation eines Benefizkonzertes - für eine an Leukämie erkrankte 13-jährige Schülerin aus sozial schwachen Verhältnissen

  • Lesungen und Unterrichtsstunden zur Darstellung des Lebens mit Behinderungen an diversen Schulungen

  • Vorträge - Darstellen von Leben mit Behinderung - an Kliniken

  • Öffentliche Lesungen zum Leben mit Behinderungen

  • Vorträge an Universitäten

  • 1998 Referentin, 1999 und 2000 Moderatorin von Seminaren des Internationalen Arbeitskreises Sonnenberg

  • Autorin des "Ratgebers für behinderte ArbeitgeberInnen und solche, die es werden wollen" sowie des "Das Persönliche Budget – ein Handbuch für Leistungsberechtigte",

  • Referentin und Moderatorin bei zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Behinderung / "Behindertenpolitik",

  • Seit 2002 Redakteurin bei der kobinet-nachrichten, dem größten online-Nachrichtendienst im deutschsprachigen Raum, der fast ausschließlich "Behindertenthemen" behandelt,

  • 2000 bis 2001 Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK e.V.) in Krautheim/Jagst

  • Bis Ende 2006 mehr als 10 Jahre Mitglied im Expertenteam des BSK

  • Sporadische Mitarbeit bzw. Unterstützung des "Netzwerkes Artikel 3", von "Mobil mit Behinderung". Des Netzwerkes behinderter Frauen Baden-Württemberg (LIANE)

  • Die Kurverwaltung Bad Mergentheim hier vor allem Kurdirektor (jetzt a. D.) Hans-Dieter Henn zum Thema Barrierefreiheit beraten, dadurch Beseitigung etlicher Barrieren im Kurbereich von Bad Mergentheim

  • Allein im Jahr 2007 rund 25.000 km zu Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet gefahren, im das Persönliche Budget bekannter zu machen

Ihr Lebenswerk der letzten 13 Jahre ist ansonsten umfassend auf dieser Homepage und auf dutzenden, vermutlich jedoch hunderten weiteren im deutschsprachigen Raum dokumentiert.

Aus diesem Grund haben wir nachstehend nur noch ihren letzten Lebensabschnitt mit ihrem kurzen Leidensweg anhand von Veröffentlichungen dokumentiert:

18.07.08 Elke Bartz ist schwer erkrankt Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
24.07.08 Elke Bartz ist wieder zu Hause. Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
12.08.08 Elke Bartz geht es kontinuierlich schlechter. Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
25.08.08 Elke Bartz ist gestorben Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
25.08.08 Elke Bartz lebt nicht mehr Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Behindertenparkplatz
25.08.08 Elke Bartz ist tot! Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster VbA München
26.08.08 Ein Feuerwerk ist erloschen. Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
26.08.08 Behindertenbeauftragte kondoliert zum Tod von Elke Bartz Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
27.08.08 Stets für behinderte Menschen im Einsatz Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Fränkische Nachrichten
27.08.08 Bundesinitiative „Daheim statt Heim“ trauert um Elke Bartz Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Daheim statt Heim
27.08.08 Elke Bartz hat wichtigen Auftrag hinterlassen Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
29.08.08 Elke Bartz hat viele Sonnenblumen erblühen lassen Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
  Die Nachrufe am Grab von Elke Bartz von Ottmar Miles-Paul, Dr. Ilja Seifert MdB oder Marlene Kurz (BSK) können als MP3-Datei per eMail angefordert werden.  
29.08.08 Trauer um Elke Bartz Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
03.09.08 Für eine Zukunft mit unbürokratischer Persönlicher Assistenz Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
30.09.08 Vorworte für das INFORUM 3 2008
Elke Bartz und vom Vorstand
INFORUM 3 2008
  "Seid wachsam. Seid achtsam. Sucht euch Freunde. Der Rest kommt von alleine." Letztes Interview von Elke Bartz mit Heike Zirden von "Menschen - das Magazin" Ausgabe 4 2008 kurz vor ihrem Tod. INFORUM 4 2008
29.10.08 Der Bundespräsident

Sehr geehrter Herr Bartz,
bei meinem Besuch der Paralympischen Spiele in Peking habe ich von dem herausgehobenen ehrenamtlichen Engagement Ihrer Ehefrau Elke erfahren. Mit Bedauern habe ich aber auch erfahren müssen, dass Ihre Frau verstorben ist. Ihre Ehefrau hat sich in ihrer langjährigen Tätigkeit für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Diese Menschen trauern mit Ihnen. Auch ich fühle mit Ihnen und bin dankbar für den besonderen Einsatz, den Ihre Frau bewiesen hat.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Horst Köhler

Kopie des Briefes als PDF-Datei
25.08.09 Kommentar zum Gedenken an Elke Bartz Wer heute schwerbehindert ist und nicht im Heim lebt, braucht Assistenz. Wenn man ins Krankenhaus muss, darf man seit kurzem in einigen Fällen die Assistenz mitnehmen. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Elke Bartz, einer engagierten Aktivistin der Behindertenbewegung, die heute vor einem Jahr verstarb. Jens Bertrams erinnert sich und uns an sie. (Audio-Datei Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster Ohrfunk.de
25.08.09 Sonnenblumen für Elke Bartz Heute vor einem Jahr ist Elke Bartz, die langjährige Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) gestorben. Was bleibt sind u.a. ein großer Verlust einer Frau, die immer ein offenes Ohr für Andere hatte, eine nicht zu schließende Lücke für die Behindertenbewegung sowie blühende Sonnenblumen. Der nachfolgende Link öffnet ein neues Fenster kobinet-nachrichten
25.08.10 Elke-Bartz-Preis 2010 an Dr. Ilja Seifert MdB verliehen Elke-Bartz-Preis
25.08.11 Elke-Bartz-Preis 2011 an Silvia Schmidt MdB verliehen Elke-Bartz-Preis
25.08.12 Elke-Bartz-Preis 2012 an Andreas Vega verliehen Elke-Bartz-Preis
25.08.13 Elke-Bartz-Preis 2013 an Dinah Radtke verliehen Elke-Bartz-Preis

 

 

 



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