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Internationale Sonnenbergtagung 2002 - Tagungsbericht

Internationale Sonnenbergtagung 2002

Tagungsbericht

Gelände der Sonnenbergtagung"Das Ende der Profession(ellen)?" lautete der Titel des diesjährigen, einwöchigen Sonnenbergseminars mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus neun Nationen.

Spannende und manchmal recht kontroverse Diskussionen fanden beim im Harz gelegenen Internationalen Arbeitskreis Sonnenberg statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen, von Groß Britannien bis nach Israel, aus Polen, Kroatien, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Malta und Deutschland versuchten zunächst den Begriff der Professionalität zu definieren. Sonnenbergmitarbeiter Gerd Meister und ForseA-Vorsitzende Elke Bartz leiteten das Seminar.

Behinderte und nichtbehinderte Referentinnen und Referenten erläuterten aus ihrer jeweiligen Perspektive, wo sie Professionalität für notwendig und wo für überflüssig und unerwünscht halten. Es wurde sehr deutlich, dass professionelle Hilfe seitens der behinderten Menschen nur dann gewünscht und akzeptiert wird, wenn diese nicht fremdbestimmend und entmündigend, sondern unterstützend und die Würde wahrend geleistet wird.

Über wie viel Professionalität behinderte Menschen selbst verfügen, verdeutlichten unter anderem die Referentinnen und Referenten Doris Haake aus Hamburg, Jana Hrda aus Prag, Peter Wehrli aus Zürich und Glynn Vernon aus Milton Keynes. Sie stellten ihre Arbeit in ihren jeweiligen Heimatländern und über deren Grenzen hinaus dar. Dabei wurden sowohl die Unterschiede in der Mentalität, sowie der gesellschaftliche und politische Stellenwert behinderter Menschen, aber auch die Übereinstimmungen hinsichtlich der Wünsche und Forderungen herausgearbeitet. Jürgen Peters von der Evangelischen Stiftung Hephata aus Mönchengladbach berichtete, wie schwer es ist, gegen den Widerstand der Kostenträger Einrichtungen zu dezentralisieren oder aufzulösen. Auch er sah einen notwendigen Wandel in der Professionalität, der zwangsläufig einen anderen Umgang mit den Machtstrukturen, denen viele behinderte Menschen ausgeliefert sind, beinhaltet.

Die TeilnehmergruppeEine Arbeitsgruppe bearbeitete unter anderem die Frage "Wie soll für uns ein zukunftsfähiges Assistenzmodell aussehen?" Eine weitere Arbeitsgruppe verfasste einen "Brief an die Regierung von Predawnia" und einen Aufruf an behinderte Mitmenschen.

Bei der Abschlussrunde bekräftigten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es ein spannendes und lehrreiches Seminar gewesen sei. Die Meisten wollen am Folgeseminar im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder teilnehmen. Dieses findet vom 21. bis 27. September 2003 zum Thema "Von der Schule in den Beruf" statt.

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