Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Mönchengladbach (10. Mai 2001)

Diskussions-Forum:

Assistenz - das Ende der Profession?

10. Mai 2001 14.00 Uhr
in der Hephata-Kirche, Rheydter Str. 128-130, Mönchengladbach

Assistenz:

"In allen äußeren Veränderungen der Stiftungsarbeit geht es uns um einen tiefgreifenden Haltungswechsel in unserem Verhältnis zu Menschen mit Behinderung....
Es ist unser Ziel, Hilfe als eine Assistenz zu verstehen, die sich löst von dem Muster der Bevormundung und Bemächtigung und Menschen mehr Selbstbestimmung zutraut und ermöglicht."

aus der Botschaft der Evangelischen Stiftung Hephata, 1999

Der Selbstbestimmungsansatz in seinen unterschiedlichen Ausprägungen verän­dert derzeit die soziale Arbeit und wird das in Zukunft noch viel grundlegender tun.

Im Diskussions-Forum

Assistenz - das Ende der Profession - das die Evangelische Stiftung Hephata in Zusammenarbeit mit der Forsea-Assistenz-Tour gestaltet - soll über die Entwicklung des professionellen Selbstverständnisses, das sich aus der Grundhaltung als Assistent ergibt, gedacht und geredet werden.

Programm

13:30

Ankommen

einchecken

Musik: Die Rockers

14:00

Begrüßung

PD Dr. Johannes Degen
Direktor der Evangelischen Stiftung Hephata

14:15

Vier Statements zu Assistenz-Modellen

1. Vom Betreuer zum Begleiter
Uli Niehoff Bundesverband Lebenshilfe, Marburg

2. Wir sind doch selber Profis - wenn man uns nur lässt!
Elke Bartz, Vorsitzende Forsea, Berlin

3. Es geht auch ganz ohne Profis
Dr Manfred Lütz Brücke-Krücke integrative Behinderten Nichtbehindeffen Gruppe ohne professionelle Begleitung, Bonn

4. Assistenz für Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung und Integration
Wolfgang Wittland, Hephata Wohnen gGmbH

15:15

Pause

Kaffee, Kuchen

Musik: Die Rockers

16:00

Diskussion

Doderation: Sabine Damaschke, Rundfunk-Journalistin, Düsseldorf

17:30

Zum guten Schluss
Günter van de Loo, Hephata Wohnen gGmbH

Musik: Die Rockers

Anmeldungen an

Evangelische Stiftung Hephata
z.Hd. Frau Britta Schmitz
Rheydter Str. 128-130
41065 Mönchengladbach

Assistenz - das Ende der Profession?

Diskussions-Forum gemeinsam mit FORSEA (Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen)
10. Mai 2001, Hephata-Kirche MG

Das waren die Rockers - Musiker aus dem Ruhrgebiet (Waltrop), die schlicht fragen "Geistig behindert - na und?". Danke den Musikern - und Ihnen allen ein herzliches Willkommen - Gäste von zT weit her, Mitarbeitende, Eltern und Interessierte. Vor allem aber: Frau Bartz und Frau Becker, die Sie heute im Rahmen der Assistenz-Tour bei uns halt machen, als Vertreterinnen des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen. Gemeinsam haben wir dieses Diskussionsforum vorbereitet zum Thema "Assistenz - das Ende der Profession?" Ihnen einen ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement, und dieser Dank gilt auch Ihnen, Herr Niehoff, und Ihnen, Herr Dr. Lütz, die Sie mit Ihren Erfahrungen und Einsichten heute ebenfalls zu diesem Forum beitragen. Eingeschlossen in den Dank sind zugleich alle Mitarbeitenden unserer Stiftung, die sich in der Vorbereitung und Durchführung des Forums engagieren.

Im Titel unserer Veranstaltung heute liegt nicht ohne Absicht eine gewisse Betonung auf dem Fragezeichen. Verstehen Sie dieses Fragezeichen bitte als einen Hinweis darauf, dass wir offen und kritisch miteinander reden wollen. Es geht um nichts weniger als um eine grundlegende Verständigung darüber, wie wir - d.h. Menschen mit Behinderung und Profis in der sogenannten Behindertenhilfe, Nutzer und Helfer - miteinander in Zukunft umgehen wollen. Unsere Beziehungen zueinander sind alt geworden. Das Stichwort Assistenz signalisiert die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuorientierung. Dazu vier kurze Hinweise.

1. Es gibt meines Erachtens nichts Wichtigeres als den Respekt vor der Freiheit des Anderen, mit dem ich lebe und arbeite. Was der oder die andere dabei an Möglichkeiten hat, diese Freiheit zu leben, sich zu artikulieren und zu behaupten, spielt zunächst einmal keine Rolle. Die Grenzen, diese Freiheit einzuschränken, können meines Erachtens nicht eng genug gezogen werden und es muß, wo dies dann doch notwendig zu sein scheint, jedes Mal offen oder im Hintergrund stets eine menschlich vertretbare Begründung gegeben werden. Die erste und grundlegende Frage lautet daher: sind unsere Beziehungen diesem Ziel verpflichtet, die Freiheit des/der Anderen zu respektieren, mehr noch: sie im Rahmen des irgend möglichen zu begleiten und sie spürbar wachsen zu lassen? Alle anderen Fragen sind dieser Frage nachgeordnet.

Wir haben es mit dem Stichwort Freiheit übrigens mit einem Zielwert und Handlungsmuster zu tun, dass zum unveräußerlichen Kernbestand des Christentums gehört - das Christentum ist und bleibt nämlich in erster Linie eine Freiheitsbewegung. Daraus können wir den entscheiden Impuls für die Gestaltung unserer Beziehungen und Dienste gewinnen. Daran erinnere ich ganz besonders gern hier in unserer Stiftung!

2. Es muß heute auch um das Thema Macht gehen. Helfende und begleitende Beziehungen vollziehen sich immer mit dem Einsatz von Macht, und es wäre nicht nur blauäugig, sondern auch schlichtweg falsch, wenn wir es uns zum Ziel setzen würden, auf Macht im Miteinander gänzlich zu verzichten. Fachliche Zielsetzungen und institutionelle Gegebenheiten üben stets einen gewissen Zwang aus, den die Handelnden immer auch in ihre Beziehungsarbeit einbringen. Das ist eine Realität, aber vor diesem Hintergrund müssen wir uns jeweils ganz auf den Einzelnen bezogen fragen, ob unsere Fachlichkeit und unsere Dienste sich daran messen, dass zu allererst der einzelne Mensch in seinem Wachstum gefördert wird, dass ihm zumindest ein Erhalt seiner Kräfte durch Begleitung möglich ist oder ihm die Minderung seiner Kräfte erleichtert wird. Summa summarum würde dies auf das Ziel hinauslaufen, einen möglichst machtarmen Umgang miteinander zu versuchen.

3. Es nützt nichts, das Stichwort "Assistenz", das wir uns bewusst auf die Fahnen geschrieben haben, dort auf den Fahnen zu belassen und es bei passenden oder unpassenden Gelegenheiten wie ein Heiligtum vor uns her zu tragen. Uns liegt - das möchte ich hier sehr deutlich aussprechen - auch nicht daran, uns als altehrwürdige Institution mit progressiven Schlagworten zu schmücken, Assistenz als gleichsam verkaufsförderndes Markenzeichen zu nutzen und ansonsten weiterzumachen wie bisher. Bei uns wächst die Einsicht, dass es unter der Überschrift Assistenz um eine wohl sehr tief reichende Änderung unserer Haltung in der Arbeit geht, um eine neue Einstellung, die unter heutigen Bedingungen dem Freiheits- und Lebensstreben der Menschen gerecht zu werden versucht. Haltung muß ausprobiert werden, hier muß auch viel ausgehandelt, verabredet, trainiert und immer wieder überprüft werden. Wie können wir unsere Haltung thematisieren und verändern, nicht über die Nutzer unserer Dienste hinweg und wohlmeinend "für" sie, sondern "mit ihnen?

4. Und schließlich die Frage, was dies alles für das professionelle Handeln und unser Selbstverständnis bedeutet. Werden Profis noch gebraucht? Welche Profis werden gebraucht? War alles schlecht, was es bisher an Mustern und Motiven des Handelns gab? Vor allem: Was dient dem Wachsen und der Lebendigkeit derer, für die Profis da sind? Was wird denn wirklich anders, wenn die Überschrift "helfen" in den Hintergrund gerückt wird, das Stichwort "Assistenz" obenan steht? Oder gibt es da noch andere, bessere Bezeichnungen für das, was uns wichtig ist?

Sie sehen: es gibt viel zu besprechen. Es ist schön, dass Sie in so großer Zahl heute hier sind, um beizutragen zu notwendigen Klärungen, um unsere alt gewordenen Beziehungen zueinander auf Freiheit und Zukunft hin zu verändern. Mischen Sie sich ein!

Für die Moderation dieses Prozesses haben wir Sie, Frau Damaschke, als erfahrene Journalistin gewinnen können. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft. Ich übergebe nun an Sie.

PD Dr. Johannes Degen
Direktor der Evangelischen Stiftung Hephata


Fünf Thesen zum Diskussionsforum Assistenz
Das Ende der Profession?

These 1

Der Begriffswechsel von "Behindertenhilfe" zu "Assistenz für Menschen mit Behinderungen" drückt einen Wandel in den Ansichten über Behinderung aus.

These 2

Es geht im Selbstverständnis der Profis nicht nur um das "gewusst wie"; es geht auch um das "gewusst was".

These 3

Profession ist Herstellung von Zufriedenheit aus der Sicht desjenigen, der eine Hilfeleistung in Anspruch nimmt.

These 4

Die Verbüttelung der Helfenden kann nicht im Interesse derjenigen liegen, die Hilfe haben wollen. Es wäre die bloße Umkehrung der Bemächtigung.

These 5

Ich sehe nicht das Ende der Profession in der sozialen Dienstleistung, wohl aber das Ende der Professionellen mit elitärem Selbstverständnis.

Wolfgang Wittland
Mitarbeiter der evangelischen Stiftung Hephata, Mönchengladbach

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Assistenz für Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung und Integration

Beitrag zum Diskussions-Forum: Assistenz - das Ende der Profession?

Mönchengladbach, den 10.5.2001

Zu 1:

Der Begriffswechsel von "Behindertenhilfe" zu "Assistenz für Menschen mit Behinderung" drückt einen Wandel in den Ansichten über Behinderung aus. Die Änderung betrifft nicht nur die Lehrmeinung über Behinderung, nicht nur die professionelle Betrachtung von Behinderung. Sie bezieht sich vor allem auf den Wandel der Rollen, auf die Interaktionen zwischen Dienstleistern und Dienstleistung beanspruchenden Personen. Sie merken bereits, es wird begrifflich etwas umständlich.

Die Rollenverteilung in helfenden Systemen war über lange Zeit eindeutig. Sie war geprägt durch das Verhältnis von Hilfebedürftigen zu Helfern. Aus der Sicht des Hilfebedürftigen geht es dabei um das Erleben von Abhängigkeit, Bevormundung, Ohnmacht; aus der Sicht des Helfers um Helfen und Fürsorge, um Förderung und Erziehung und darum, zu wissen, was für den Hilfebedürftigen gut ist. Wenn Sie jetzt auf HelferSeite das Gegenstück zu Ohnmacht vermissen, dann bedeutet das nicht, dass ich über eine eher peinliche Seite des Helfens hinweghuschen möchte. Ein richtiger Helfer würde aber über sich kaum jemals sagen: "Ich bin Helfer, weil ich Macht ausüben will, und das macht mir sogar Spaß".

Zu 2:

In den Anfängen institutionalisierter Hilfen war die Helferrolle hauptsächlich an guten Willen geknüpft, an die Bereitschaft zu sozialem Engagement, an die Bereitschaft zu Diakonie und Caritas. Die schlichte Bereitschaft zur Hilfe hat sich in den letzten 100 Jahren in eine Vielzahl helfender Berufe differenziert. Die Berufsbilder ihrerseits sind verknüpft mit der "professionellen Identität" der Berufsausübenden, eine Identität, die zumeist in der Auseinandersetzung mit einer speziellen Berufsethik als Teil der Ausbildung gewachsen ist. Der Profi - allgemein gesagt - übt einen erlernten Beruf aus - er kann in seinem Berufsfeld mehr als der "Ungelernte". Vom Profi wird erwartet, dass er Arbeitsziele definiert, dass er Methodik beherrscht, neue Ideen einbringt, also Erfindungen macht und dadurch sein Berufsfeld weiter entwickelt.

Was ist aber, wenn der Gegenstand der Profession nicht die Herstellung eines Kunstofffensters ist, sondern "Hilfe"? Hilfe, die nicht "für sich" erbracht wird, sondern immer in der Interaktion mit dem, der Hilfe braucht? Es ist sicher so, dass sich die Ausbildung der Helfer nicht darauf beschränkt, zu erlernen wie eine Hilfeleistung am besten erbracht werden kann. Es wird auch erlernt, was (welche Art der Hilfe) der andere braucht. Es geht also im Selbstverständnis der Profis nicht nur um Knowhow, um das "gewusst wie", es geht auch um das "gewusst was". Im Bereich der ärztlichen Kunst hofft man geradezu darauf, dass beides zusammenfällt: Die sichere Diagnose und die dazu passende bestmögliche Behandlungsmethode. Der Patient (auch die Krankenkasse) ist frustriert, wenn Krankheiten behandelt werden, die nicht da sind oder eine vorhandene Krankheit unerkannt und damit unbehandelt bleibt. Vielleicht ist es eine Wirkung des medizinischen Modells von Behinderung, dass in allen nachfolgenden Sichtweisen der Gedanke überlebt hat, Profi ist nur der, der das Was und Wie beherrscht.

Und nun gibt es Selbsthilfegruppen, Selbstbestimmt Leben-Initiativen, die selbstbewusst formulieren: "Ich weiß doch selbst, was ich will! Was gut für mich ist, entscheide ich selbst". Menschen mit Behinderung reklamieren diagnostische und methodische Kompetenz für sich. "Wir sind die Experten in eigener Sache", das ist der Kernpunkt des Kampfes um Gleichberechtigung einerseits und soziale Anerkennung und Integration andererseits.

Natürlich ist es eine Provokation vor allem für studierte Profis, wenn Hilfebedürftige die Nützlichkeit von Experten in Zweifel ziehen, wenn sogar bei der Auswahl persönlicher Assistenten "ungelernte" den Vorzug erhalten - vielleicht, um sich Besserwisserei zu ersparen.

Aus der Sicht einer den Assistenzgedanken fördernden Institution ist die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung ein guter Partner, ohne Fremdheitsgefühle. Gerade deshalb können wir selbstkritisch sagen: der Assistenzgedanke ist noch nicht im Alltagshandeln aller Mitarbeitenden verankert. Wir befinden uns in einer kontinuierlichen Diskussion über die Frage: was bedeutet im Lichte des Leitsatzes Assistenz für Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu Selbstbestimmung und Integration Professionalität? Was ist der Beruf, die Profession?

Dazu zwei Antworten aus zwei Gesprächen in dieser Woche. "Worin sehen Sie Ihre Fachlichkeit?" habe ich einen Stellenbewerber, Heilerziehungspfleger von Beruf, gefragt. "Dass ich die Gruppe zusammenhalte und Personen, die am Rande stehen, immer wieder dazu anrege, mitzumachen, auf der Basis der Freiwilligkeit", war die Antwort. Die zweite Antwort: "Fachlichkeit ist gefragt, wenn es darum geht, Lernfelder für Selbstbestimmung zu eröffnen, gerade bei hospitalisierten Menschen".

Ohne Kommentar zu den beiden Antworten kann ich beim aktuellen Stand unserer Diskussion für mich formulieren: Profession ist Herstellung von Zufriedenheit aus der Sicht desjenigen, der eine Hilfeleistung in Anspruch nimmt.

Zu 4:

Ich komme zu einem kritischen Zwischenruf der notwendig ist, wenn man in einem Unternehmen, das für über 1000 Menschen mit geistiger Behinderung Angebote zum Wohnen macht, die Realität nicht unter den Tisch kehren will. Rund 25% aller Menschen hier können als Ausdruck der Schwere ihrer geistigen Behinderung nicht sprechen. Weitere 30% - 40% haben sehr begrenzte Möglichkeiten, Sprache als Mittel der Willensäußerung zu benutzen. Wir haben uns sehr früh klar gemacht, dass der Selbstbestimmungsansatz hinsichtlich Lebensqualität und Würde nicht zu einer neuen Spaltung führen darf in die einen, die für sich sprechen können und die anderen, die nicht für sich sprechen können, weil sie gar nicht sprechen können.

Selbstbestimmte Assistenz ist also kein auf alle Personen und Situationen generalisierbares Modell. Um Menschen mit schwerer geistiger oder Mehrfach-Schwerstbehinderung in den Emanzipationsprozess von Menschen mit Behinderung insgesamt einzubeziehen, ist eine besondere Sorte von Profis erforderlich: Profis für Verstehen. Profis, die die Rolle des Übersetzers und Sprachrohrs für Menschen ohne Sprache besetzen können. Soweit selbstbestimmte Assistenz mit den Begriffen "persönliches Budget oder "Arbeitgebermodell" verkoppelt ist, mit der Verfügungsgewalt über Ressourcen und Personen, möchte ich einen weiteren Vorbehalt formulieren. Die Verbüttelung der Helfenden kann nicht im Interesse derjenigen liegen, die Hilfe haben wollen. Es wäre die bloße Umkehrung der Bemächtigung.

Zu 5:

Auf der Rückseite der Einladung zum heutigen Forum finden Sie den Satz: "Es ist unser Ziel, Hilfe als eine Assistenz zu verstehen, die sich löst von dem Muster der Bevormundung und Bemächtigung und Menschen mehr Selbstbestimmung zutraut und ermöglicht". Wir Professionellen führen uns in diesem Satz selbst den Grund für einen Sinneswandel vor Augen. Je häufiger und selbstverständlicher Menschen mit Behinderung ihren Anspruch auf Gleichberechtigung und Selbstvertretung in diesen Wandlungsprozess einbringen, desto größer ist die Chance, dass der Wandel wirklich gelingt. Professionalität und Wandel zur Assistenz stehen nur hinsichtlich der Machtverteilung im helfenden System in einem Widerspruch zueinander. Jenseits der Machtfrage ist auch zukünftig Professionalität im Interesse der Betroffenen selbst notwendig.

Ich sehe deshalb nicht das Ende der Profession in der sozialen Dienstleistung, wohl aber das Ende der Professionellen mit elitärem Selbstverständnis.

Wolfgang Wittland
Mitarbeiter der evangelischen Stiftung Hephata, Mönchengladbach



Eindrücke von der Veranstaltung

von Bianka Becker, Jülich

Assistenz: "In allen äußeren Veränderungen der Stiftungsarbeit geht es einen tiefgreifenden Haltungswechsel in unserem Verhältnis zu Menschen mit Behinderung....Es ist unser Ziel, Hilfe als eine Assistenz zu verstehen, die sich löst von dem Muster der Bevormundung und Bemächtigung und Menschen mehr Selbstbestimmung zutraut und ermöglicht." (aus der Botschaft der Ev. Stiftung Hephata, 1999)

Diese Veranstaltung war sicher eine der bewegensten, die die Assistenztour des ForseA e.V. in Bewegung brachte, fühlte ich mich doch kurzzeitig zurückversetzt in meine eigene Vergangenheit meiner 14jährigen Heim- und Institutionserfahrung....

Der Ansatz des Assistenzgedankens, wie er oben definiert wurde, hat sicher einige ehrenhafte Leitziele, doch sehe ich die Institutionskonsequenz kritisch und mit einem gewissen Zwiespalt. Beim genauen Lesen der Botschaft liegt das Augenmerk auf der äußeren Veränderung der Stiftungsarbeit. Die Konsequenz daraus ist jedoch lediglich geprägt durch neue Wohnformen. Um einem Menschen wirkliche Selbstbestimmung zu ermöglichen, müssen weitaus mehr Voraussetzungen erfüllt werden, als vorrangig als nur diese neue Wohnstrukturen.

Selbstbestimmung orientiert sich ausschließlich und unmittelbar an unseren Bürgerrechten! In Einrichtungen und Institutionen, in denen Menschen in Gruppenstrukturen leben müssen, werden jedoch viele Selbstbestimmungsansprüche in ihrem Kern untergraben und ausgehöhlt so dass es den Menschen verführt, sich lediglich einem schönen Gefäß ohne Inhalt zuzuwenden. Doch die Leere lässt dieses Gefäß schließlich spröde werden und zerfallen....

Assistenz - Das Ende der Profession? Welche Absicht und welcher Anspruch steckt dahinter!? Profis - Menschen, die glauben und überzeugt sind, sie hätten die Mittel um anderen Menschen zu nutzen und/oder zu helfen. Doch was steckt wirklich hinter dem Begriff: "Helfen"? In der Literatur finden sich Definitionen wie: beistehen, Beistand leisten, zur Seite stehen, unterstützen, Handreichungen machen, Hand anlegen, mithelfen, assistieren, Handlangerdienste leisten, vertreten, einspringen, zupacken, behilflich sein, zu etwas verhelfen, unter die Arme greifen, u.a.

Profis in ihrer Eigenart stellen sich jedoch überwiegend dar als Macher, Organisator, Strukturentwickler, Planer, Kurator(ium) letztgültiger Entscheidungen und ausführende Gewalt. Das bedeutet, selbst die beste Absicht, Menschen in Institutionen sog. Selbstbestimmung zu ermöglichen, ist nicht realistisch, solange sich der Selbstanspruch des einzelnen "Profis" nicht ändert in eine Position der Zurückhaltung, der Dienstleistung des Auftrages des Anderen. Aber genau das ist nicht Absicht des professionellen Handelns. In den einzelnen Berufsbildern und Leitbildern finden sich ganz andere Dinge, wie: jemanden selbständig machen, fördern, anleiten u.a.

Sicher stellt sich "professionelles Handeln" auch ganz anders dar, wie Dr. Manfred Lütz in einem sehr heiteren wie vergleichsweise "Kevin allein zu Haus"- Beispiel von Freizeiterleben ausführte. Da standen dann die Behinderten auch schon mal in der einen oder anderen Ecke, und wenn dies dann jemand bemerkte, kam auch schon mal jemand zu Hilfe, aber dies dann eben "freiwillig" und ohne Verpflichtung....Nach dem Motto: Am Morgen geht die Sonne auf und am Abend wieder unter, fand das Leben statt ohne jegliche Ordnung, Struktur und Verantwortung .... alles ganz easy, solange das Herz des Menschen nicht stehenbleibt, braucht man keine existentielle Gefahr zu fürchten! Für einen Kinofilm ist diese Form des Umgangs mit seinen Mitmenschen sicher gut geeignet, Steven Spielberg hätte seine Freude daran, vor allem unter dem dann doch sehr fundamentalen Hintergrund, dass sich psychiatrisches Know-how dahinter verbirgt!

Dies alles hat wenig, nein, gar nichts mit persönlicher Assistenz zu tun! Es ist beschämend und führt zur Destruktion, wenn mit solchen Beispielen ein ernster und substanzieller Anspruch ins Lächerliche gezogen wird und u.U. gar entsprechendes Echo bekommt.

Sicher gehört die Stiftung Hephata in Mönchengladbach zu den Institutionen, die sich reformorientiert auf den steinigen Weg macht. Dennoch bleibt es im Moment noch abzuwarten, welche letztendliche Konsequenz es für die derzeitigen und zukünftigen Bewohner dieser Einrichtung haben wird. Um den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, wäre die Konsequenz, jedem, der dies wünscht und/oder verlangt, außerhalb der institutionellen Strukturen zu dem Lebensstil zu verhelfen, den er selbst verwirklichen möchte, unabhängig davon ob dies kurz- oder vielleicht langfristig ge- und erlebt werden will.

Dies wäre professionell - beruflich. Der Bewohner einer Institution beruft jemanden dazu, ihn in seinem Ziel nach einer anderen Lebensweise zu verhelfen, zu unterstützen und vielleicht auch zu begleiten.....

Selbstbestimmte Assistenz als Basis für ein menschenwürdiges Leben
Assistenz - das Ende der Profession?

Mönchengladbach: Vom 1. Februar bis 30. Juni 2001 führt das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. - in Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen eine "Tour für Menschenwürde in der Pflege" durch. Diese Tour wird von Menschen bestritten, die selbst auf vielfältige Hilfen im Alltag angewiesen sind und wissen, wovon sie reden, wenn sie sich für mehr Selbstbestimmung und Würde in der Pflege einsetzen. Elke Bartz (45), Journalistin, Vorsitzende der ForseA und seit einem Autounfall vor 25 Jahren querschnittsgelähmt: "In rund 30 Städten und Gemeinden werden wir im Rahmen dieser Tour Veranstaltungen durchführen, die von Podiumsdiskussionen und Vorträgen, über Schulungskurse und Beratungsmöglichkeiten, bis zu Beratungshotlines und Ausstellungseröffnungen reichen.

Während dieser Tour wollen wir jedoch nicht nur Informationen vermitteln, sondern auch Informationen über die Situation von Menschen sammeln, die auf Hilfen im Alltag angewiesen sind. Dabei interessiert uns einerseits, wie und wo die Menschenwürde und die Rechte assistenzabhängiger Menschen verletzt werden, andererseits aber auch Beispiele, wie und wo gute Lösungen für eine menschenwürdige Pflege gefunden wurden".

Eine wichtige Station dieser Tour war Mitte Mai die Evangelische Stiftung Hep-hata in Mönchengladbach, die mit Wohn- und Arbeitsangeboten für über 1000 Menschen eine der bundesweit größten Behinderteneinrichtungen ist. Seit 1995 ist es das Ziel der Stiftung, dort wo Menschen mit Behinderung ihre familiären, nachbarschaftlichen und gemeindlichen Wurzeln haben, mit individuellen Assistenzangeboten zum Wohnen und Arbeiten, mit Bildungs- und Beratungsangeboten unmittelbar vor Ort anwesend zu sein. So bietet bietet Hephata derzeit in Essen, Jüchen, Meerbusch, Mettmann und Mönchengladbach die verschiedensten Angebote zur selbstverständlichen Integration von Menschen mit Behinderung in ihre angestammte Lebensumgebung an.

Über 220 Teilnehmer - behinderte Menschen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Hephata und viele Gäste aus anderen Einrichtungen der Behindertenpflege - hatten sich zu dem Forum "Assistenz - das Ende der Profession?" angemeldet. Stiftungsdirektor Dr. Johannes Degen: "Das Fragezeichen im Titel unserer Veranstaltung soll ein Hinweis darauf sein, dass wir offen und kritisch miteinander reden wollen. Es geht um nichts weniger als um eine grund-legende Verständigung darüber, wie wir, d.h. Menschen mit Behinderung und Profis in der sogenannten Behindertenhilfe, miteinander in Zukunft umgehen wollen. Das Stichwort Assistenz signalisiert dabei die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuorientierung!"

Bianka Becker (37) - sie ist u.a. Beiratmitglied im ForseA und im Vorstand des Landesbehindertenrat NRW - über die Beweggründe und Ziele der Tour: "Immer stärker gewinnen in der Behindertenbetreuung Begriffe wie "Qualität in der Pflege" und "Qualitätssicherung" an Bedeutung. Insbesondere dann, wenn über Strukturen in den bestehenden ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen geredet oder über neue Perspektiven nachgedacht wird. Begriffe, mit denen Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und deren Angehörige in den Beratungsstellen dann leider oft mundtot geredet werden. Dabei geht es eigentlich um die einfache Frage, was braucht der Behinderte und was nicht?" Die bestehenden Standards, die Träger von solchen Einrichtungen laut Gesetz erfüllen müssten, hätten allerdings wenig gemein mit den Bedürfnissen von Menschen, die auf Unterstützung und andere Hilfestellung angewiesen sind.

Diese müssten sich immer daran orientieren, was der Therapeut, der Mediziner, die Gruppe wolle und dabei blieben die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Interessen und Ziele auf der Strecke. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollten, sei dies doch gleichzusetzen mit dem Entzug von Bürgerrechten und der freien Entfaltung der Persönlichkeit, die im Grundgesetz garantiert würden. Obwohl z.B. das Landespflegegesetz NRW ausdrücklich betone, dass sich die Struktur an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientieren und in kleinen, überschaubaren und stadtteilbezogenen Formen unter Beachtung der Grundsätze der Qualitätssicherung und der Wirtschaftlichkeit entwickeln solle, zeige die Praxis etwas ganz anderes. "Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit nimmt einen enormen Stellenwert ein und die Diskussion um und über die qualitative Weiterentwicklung im Bereich Pflege wird einseitig interessenorientiert geführt und zwar von der Träger und Finanzierungsseite", so Bianka Becker, Solange sich dies nicht ändere, müsse jeder Betroffene, ob Behinderter oder Pflegebedürftiger, sich sein Recht auf Lebensqualität selbst erkämpfen, notfalls vor Gericht!

Eine Alternative zur sogenannten professionellen Hilfe mit all ihren Einschränkungen sei die selbstbestimmte Assistenz. Anders ausgedrückt: das medizinische Modell der Pflege muss durch das soziale Modell der persönlichen Assistenz ersetzt werden. Die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen und die daraus resultierenden Leistungen bestimmten dann den Beitragssatz und nicht der Beitragssatz die Möglichkeiten der Leistungen. Elka Bartz: "Wir möchten uns die Assistentinnen und Assistenten selbst auswählen und nicht zwangsläufig das Personal des Pflegedienstes oder der Einrichtung akzeptieren. Wir möchten selbst die Zeiten der Einsätze und Hilfen bestimmen und nicht vom Einsatzplan des Pflegedienstes oder dem Dienstplan des Heimes abhängig sein. Wir möchten selbst über Form, Art, Umfang und Ablauf der Hilfen im einzelnen bestimmen können und nicht durch die sogenannte Fachkompetenz der Pflegekräfte entmündigt werden. Wir möchten die Bezahlung der Hilfen kontrollieren und die korrekte Leistungserbringung auch überprüfen können".

Elke Bartz (vorne links) und Bianka Becker sind seit vielen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Als Hilfe im Alltag stehen ihnen die Behindertenassistentin Melanie Hilbert und die Heilerziehungspflegerin Ursula Böhme (hinten rechts) zur Seite.

Elke Bartz und Bianka Becker haben diese Forderungen im persönlichen Bereich durch das sogenannte Arbeitgebermodell "nach langem Kampf" bereits verwirklichen können. Die ForseA-Beisitzerin beschäftigt dabei als Arbeitgeberin derzeit sechs Assistenten mit den unterschiedlichsten beruflichen Qualifizierungen ( zwei examinierte Krankenschwestern, eine Erzieherin, eine kaufmännische und zwei ungelernte Kräfte) und Zeitprofilen. Teilweise handelt es sich dabei um "630.- DM Jobs" und teilweise um eine Halbtagsanstellung. Bianka Becker: "Der Vorteil dieses Modells ist u.a. ja auch, dass der Hilfsbedürftige nach seinen Anforderungen auch auf ungelernte Kräfte zurückgreifen und damit Kosten niedrig halten kann. Mehrere Assistenten zu beschäftigen, ist also kein Luxusmodell, sondern ermöglicht die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse. Dies kann sogar den Kostensatz für den Leistungsträger senken." Das Fazit des Forums in Hephata könnte daher auch lauten: Assistenz ist weder das Ende der Profession noch die einzig denkbare Alternative. Der Assistenz-gedanken erfordert allerdings ein tiefgreifendes Umdenken bei den professionellen Dienstleistern und den Kostenträgern.

Die Ergebnisse der ForseA-Tour werden in einer Dokumentation zusammengetragen um sie den Abgeordneten des Deutschen Bundestages vorzustellen und mit Ihnen über politische Lösungen für die Verbesserung der Menschenwürde in der Pflege zu diskutieren. Außerdem werden sie im Internet unter www.forsea.de abrufbar sein.

Klaus Stevens, Kaarst

 

RHEINISCHE POST 12.05.2001

Behindertenstiftung Hephata fordert eine grundlegende Neuorientierung bei der Behindertenbetreuung

Professionelle Helfer sollen Assistenten werden

Eine grundlegende Neuorientierung in der Betreuung behinderter Menschen fordert die Evangelische Stiftung Hephata. Das neue Leitbild der Selbstbestimmung müsse sich stärker als bisher in den Behinderteneinrichtungen und Verbänden durchsetzen, sagte Hephata-Direktor Johannes Degen anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema "Assistenz - Das Ende der Profession?" in Mönchengladbach.

Der Begriff der Assistenz beschreibe eine neue Einstellung der professionellen Helfer, die dem Freiheits- und Lebensstreben der Menschen gerecht zu werden versuche, so Degen. "Entscheidungen dürften nicht mehr ,für', sondern sie müssen ,mit' den behinderten Menschen getroffen werden." Das erfordert nach Ansicht Degens vom Betreuer sehr viel mehr Zurückhaltung als bisher.

Helfer als "Dolmetscher"

Ulrich Niehoff vom Bundesverband Lebenshilfe widersprach der Auffassung, das Assistenz-Modell lasse sich auf alle Menschen mit Behinderungen einfach übertragen. "Assistenz heißt, dass die hilfsbedürftigen Menschen über Anleitungskompetenz verfügen, doch bei vielen geistig Behinderten ist das nicht der Fall." Hier sei der Helfer eher eine Art Dolmetscher, der mit dem geistig behinderten Menschen kommuniziere. Dazu gehöre auch, dass er im Alltag Grenzen im Fall einer Selbst- oder Fremdgefährdung setzen müsse.

Nicht die Art der Behinderung, sondern die individuelle Situation des Behinderten sei entscheidend, ob er seine Betreuer selbstständig anleiten könne, betonte Elke Bartz vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA). "In den meisten Einrichtungen trauen die professionellen Helfer den behinderten Menschen gar nicht zu, dass sie ihre Bedürfnisse selbst kennen und formulieren können." Hier sei noch Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die Veranstaltung "Assistenz - Das Ende der Profession" fand im Rahmen der ForseA-Assistenz-Tour statt. Sie will mit zahlreichen öffentlichen Diskussionen bundesweit für mehr Selbstbestimmung und Menschenwürde in der Pflege werben. epd

 

Westdeutsche Zeitung 11.05.2001

Mönchengladbach-Rheydt

Leben im Alltag genießen

Das Forum selbstbestimmter Assistenz setzt sich dafür ein, dass behinderte Menschen frei von Bevormundung leben können und lernen, auch mal "Nein" zu sagen.

Von Lars Randerath

Menschen mit Behinderung sollen nicht nur in Heimen und Anstalten rundum betreut werden, sondern auch selbstbestimmt leben können. Das Forum selbstbestimmter Assistenz (ForseA) hat sich deshalb zum Ziel gesetzt hilfedürftige Personen auf dem Weg zur Selbstbestimmung zu unterstützen.

Und weil ein solcher Ansatz die soziale Arbeit grundlegend verändert, veranstaltete Hephata in Kooperation mit der bundesweit laufenden ForseA-Assistenz-Tour" das Diskussionsforum Assistenz - das Ende der Profession?" Thema: "Wie ist die Lebensqualität der Behinderten zu steigern und was wird aus den professionellen Vollzeitkräften?«

Dr. Johannes Degen, der Leiter von Hephata, daneben Sabine Damaschke, die Mo-deratorin der Veranstaltung

"Es gibt für mich nichts Wichtigeres, als der Respekt vor der Freiheit des Anderen, mit dem ich lebe und arbeite," so Johannes Degen, Vorstand der evangelischen Stiftung Hephata. Elke Bartz und Bianca Becker, beide ForseA, stimmen da voll zu. "Auch behinderte Menschen haben Wünsche und Bedürfnisse. Diese werden jedoch in professionell geführten Institutionen oft untergraben", wie die beiden Rollstuhlfahrerinnen selbst erfahren haben.

So berichten sie, dass im Heim Bevormundung an der Tagesordnung ist., Die meisten Behinderten haben nicht genug Selbstvertrauen, einfach mal ,Nein' zu sagen, wenn ihnen etwas gegen den Strich geht!' Selbstgeführte Betribe hingegen lassen zu, aktiv und frei am Alltagsleben teilzunehmen. Bianca Becker bekam aufgrund ihrer Behinderung zehn bis zwölf Stunden persönliche Assistenz bewilligt. Sie sieht sich selbst nun als Arbeitgeberin. Ihre sechs Helfer arbeiten teils auf 630 Mark-Basis, teils als Halbtagskraft. So führt Becker ein fast normales Leben, ist verheiratet und zieht im eigenen Haus ihr Kind auf. Als "Personalchefin" muss sie Buch führen, Zeitpläne machen und die Arbeitskräfte aussuchen.

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