Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Fehlende Selbstbestimmung und Regelungen für Erwachsenenvertretung in Österreich kritisiert 21 Oct 2026 06:03:29

Fahne von Österreich
Fahne von Österreich
Foto: public domain

Genf / Wien (kobinet)

"Die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ist in Österreich noch ausbaufähig. Das stellte Volksanwalt Bernhard Achitz am Montag, 19. Oktober in seiner Rede im Rahmen der Staatenprüfung des UN-Zivilrechtspakts in Genf fest. 'Der Wille der Menschen wird übergangen', kritisierte Achitz, und: 'Bei Entscheidungen in allen Lebensbereichen werden sie nicht ausreichend einbezogen.' Im Rahmen der Vereinten Nationen ist Österreich Vertragspartei des Menschenrechtsübereinkommens 'Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte (CCPR)', wirksam seit 1978. Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESCR) führt derzeit eine Staatenprüfung durch, in die auch die Volksanwaltschaft und ihr Bericht berücksichtigt wird", heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zur Staatenprüfung Österreichs.

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10 Jahre „Inklusiv gestalten“: Regionalkonferenzen zu Architektur und Inklusion 21 Oct 2026 05:11:38

Logo Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Foto: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

BERLIN (kobinet)

Seit 2016 veranstalten der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und die Bundesarchitektenkammer mit ihren Landeskammern die Reihe "Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung". In 24 Regionalkonferenzen in zehn Bundesländern und 15 Städten wurden seither 77 Praxisbeispiele für barrierefreie und inklusive Architektur präsentiert. Ziel der Reihe ist es, Impulse für eine gebaute Umwelt zu setzen, die allen Menschen offensteht. Die Themen der Konferenzen umfassen Wohnen, Stadtquartiere, Freiräume, Arbeit, Tourismus, Welterbe, Infrastruktur sowie das Bauen im Bestand. Im Fokus stehen dabei konkrete Lösungen, die Barrierefreiheit mit Anforderungen wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Denkmalschutz und Baukultur verbinden. Bisher erreichten die Veranstaltungen rund 6.500 Teilnehmende vor Ort, hinzu kommen zahlreiche Architektinnen und Architekten, die an den aufgrund der Pandemie 2020/21 online übertragenen Konferenzen teilnahmen.

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Rollstuhlbasketball-Turnier am 24. Oktober in Achim 21 Oct 2026 05:00:38

Gruppe von Basketballspielern die in Rollstühlen sitzen und ihre Bälle in Richtung Kamera geworfen haben
Gruppe von Basketballspielern die in Rollstühlen sitzen und ihre Bälle in Richtung Kamera geworfen haben
Foto: Frank Scheffka

ACHIM / BREMEN (kobinet)

Ball in den Ring, aber im Sitzen und auf Rädern – das ist Rollstuhlbasketball. Gespielt wird es weitgehend nach den Regeln des normalen Basketballs. Mit einem großen Unterschied: Alle Spielerinnen und Spieler, ob mit oder ohne Behinderung, sitzen dabei im Rollstuhl. Der Martinsclub Bremen e. V. und der TSV Achim organisieren am Samstag, den 24. Oktober in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr ein Rollstuhlbasketball-Turnier – den Weserpokal. Austragungsort ist die Sporthalle Am Arenkamp, 28832 Achim. Interessierte, die mitspielen möchten, können sich einzeln oder als Team telefonisch unter 0421-33118055 oder per E-Mail anmelden. Vorkenntnisse sind dazu nicht nötig, Sportrollstühle werden allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Alle Fans haben freien Eintritt zu dieser Veranstaltung.

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Es geht um mehr als den Mindestlohn in Werkstätten für behinderte Menschen 21 Oct 2026 04:40:38

Ottmar Miles-Paul mit dem Romancover Zündeln an den Strukturen
240313_Lesung_Bremen
Foto: privat

Kassel (kobinet)

Die derzeit vor dem Arbeitsgericht Münster verhandelte Klage von Jürgen Linnemann, der in der Werkstatt für behinderte Menschen gerade einmal knapp 200 Euro im Monat verdient, macht derzeit Schlagzeilen. Sie wirft den Blick auf die miserable Bezahlung behinderter Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn arbeiten. Das ist nach Ansicht von Ottmar Miles-Paul auch gut so. Doch für den Behindertenrechtler und Romanautor ist der Kampf für den Mindestlohn in Werkstätten nur eine Seite der Medaille. Für ihn muss es vielmehr auch darum gehen, wie die Aussonderung in Sonderwelten wie Werksätten, Wohnheimen und Förderschulen zugunsten inklusiver Angebote überwunden werden kann. Und vor allem auch darum, ob das Geld zur Unterstützung behinderter Menschen weiterhin in die Angebote der Sonderwelten oder in inklusive Wohn- und Lebensformen fließt. Im August 2023 hat er dazu den Roman "Zündeln an den Strukturen" über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu veröffentlicht. Trotz der vergangenen drei Jahre ist der Roman seiner Ansicht nach aufgrund der Tatsache, dass zwischenzeitlich trotz der Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention so gut wie nichts zur Verbesserung der Situation passiert ist, so aktuell wie eh und je. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit Ottmar Miles-Paul über seine Einschätzung der derzeitigen Debatte und die Entwicklung der letzten Jahre.

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Schutzimpfungen gegen Atemwegserkrankungen 21 Oct 2026 03:11:37

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

"Gerade in der kalten Jahreszeit treten Atemwegsinfektionen besonders häufig auf. Grippe- und Coronaviren, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Pneumokokken-Bakterien verbreiten sich besonders leicht und schnell. Gerade für Risikogruppen, wie ältere Menschen, chronisch Kranke und Bewohnende von Senioreneinrichtungen empfiehlt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit entsprechende Schutzimpfungen. Denn gerade bei diesen Personen können schwere und teilweise lebensbedrohliche Krankheitsverläufe auftreten mit teilweise langfristigen Komplikationen. Impfungen bieten dagegen einen guten Schutz." Darauf weist Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten hin.

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Online-Diskussion zu inklusiver Berufswegeplanung jenseits der Werkstatt 21 Oct 2026 02:50:36

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Foto: Susanne Göbel

Heidelberg (kobinet)

Seit dem 20. Oktober 2026 diskutieren Expertinnen und Experten in einer dreiwöchigen Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über Herausforderungen für die Berufswegeplanung bei inklusiver Beschulung. Anlass ist die Beobachtung, dass im Regelschulsystem noch Reserven bestehen, um Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen den Berufseinstieg außerhalb einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) zu ermöglichen.

Die Diskussion wird im Forum Fragen – Meinungen – Antworten (FMA)geführt und ist Teil des Projekts "Mit Vielfalt zum inklusiven Arbeitsmarkt – Aufgaben für das Reha- und Teilhaberecht" (VinkA), das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.

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