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Ein ganz herzliches Happy Birthday richtet die Redaktion der kobinet-nachrichten heute an Waltraud David, die viele Jahre im Vorstand des Netzwerk People First Deutschland mitgewirkt und die damalige Entwicklung der Selbstvertretungsbewegung von Menschen mit Lernschwierigkeiten entscheidend mitgeprägt hat. Diejenigen, die an den Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, die von 2006 bis 2020 im jährlichen Wechsel zwischen Duderstadt und Graz stattfanden, dabei waren, denen dürfte die humorvolle Saarländerin mit ihrem "losen Mundwerk" und ihren engagierten Beiträgen für die Selbstbestimmung behinderter Menschen ebenfalls noch gut in Erinnerung sein. Heute kann die 1946 geborene und in Neunkirchen lebende Saarländerin ihren 80. Geburtstag feiern.
Für viele Eltern und Pflegeeltern von Kindern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist die Beantragung von Leistungen der Eingliederungshilfe bei Jugend- und Sozialämtern häufig ein langer und anstrengender Weg. Mit der vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten bundesweiten quantitativen Online-Umfrage im Projekt Jugendämter kompetent und inklusiv (Jakomi) möchten wir von Eltern wissen, was sie brauchen, damit sich der Kontakt mit Ämtern verbessert. Die Ergebnisse helfen dabei, Empfehlungen für die zukünftige Unterstützung von Familien und die Arbeit der Ämter zu entwickeln. Zur Onlinebefragung geht es über diesen Link.
Ab Oktober 2026 erweitert der Bundesverband Burnout und Depression e.V. sein Angebot an lösungsorientierten Selbsthilfegruppen um einen neuen Standort in Hamburg-Bramfeld. Das "Andere Burnout Café" (ABC) bietet einen geschützten Raum für Menschen, die von Burnout, Depression oder anderen psychischen Belastungen betroffen sind. Die Treffen finden ab dem 21. Oktober 2026 regelmäßig am dritten Mittwoch im Monat von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr in den Räumlichkeiten des LIFE HAMBURG Campus, Werner-Otto-Straße 21-27, 22179 Hamburg, statt.
Bei der Verleihung des MSD Gesundheitspreises Foto: Evangelische Stiftung Alsterdorf
HAMBURG (kobinet)
Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf (EKA) hat für sein Projekt BESSER den MSD-Gesundheitspreis 2026 erhalten. Das Präventions- und Gesundheitsförderungsprojekt richtet sich an Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Leonie Ruhwinkel, Jurymitglied und Head of Market Access bei MSD Sharp & Dohme GmbH, würdigte in ihrer Laudatio bei der Preisverleihung in München am 16. Oktober den "innovativen und zugleich hochrelevanten Versorgungsansatz" von BESSER. Das Projekt stehe beispielhaft für eine Gesundheitsversorgung, die niemanden zurücklasse, und zeige, "wie Innovation, Teilhabe und wissenschaftliche Evidenz zusammenwirken können, um die Gesundheit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe nachhaltig zu verbessern". Zudem lobte sie das "herausragende Engagement und diesen wegweisenden Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit".
Doctor and patient interaction in a hospital room, promoting healthcare support. Foto: Tima Miroshnichenko
WITTEN (kobinet)
Forschende des Lehrstuhls für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben eine Handreichung entwickelt, die Hospize und Palliativeinrichtungen dabei unterstützt, besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse schwerkranker Menschen einzugehen. Anlass ist die Beobachtung, dass aktuelle Defizite bei der Berücksichtigung dieser Bedürfnisse bestehen, etwa bei Patient:innen mit geringen Deutschkenntnissen oder gleichgeschlechtlichen Partner:innen, die nicht automatisch als Angehörige anerkannt werden.
Symbol Ausrufezeichen Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
DRESDEN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband e.V. (DCV) sieht in der Verteidigung der demokratischen Ordnung das Fundament für sein sozialpolitisches Engagement. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung, zu der seit Dienstag 200 Vertreter von Diözesan- und Ortscaritasverbänden, Caritas-Fachverbänden, Vereinigungen, Orden und großen Trägern aus ganz Deutschland in Dresden zusammengekommen sind, bekennt sich die Caritas zu ihrer politischen Verantwortung angesichts der extremistischen Bedrohung unserer Demokratie. "Wir sind als größter Wohlfahrtsverband gefordert, politisch Flagge zu zeigen. Demokratie ist nicht das Sahnehäubchen, für das wir uns dann einsetzen, wenn die Grundbedürfnisse unserer Klientinnen und Klienten befriedigt sind. Demokratie ist das Fundament. Sie sichert die gleichberechtigte Partizipation der vielen, sie ermöglicht Freiheit und Mitgestaltung. Unser Grundgesetz zu schützen ist Basisarbeit der Caritas", so Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa in ihrer Grundsatzrede.