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260902_Bahnaktion_Hamburg_Hbf Foto: Anti-ableistische Aktion Nord
Hamburg (kobinet)
Eine barrierefreie Bahn für alle – das fordern Aktivist*innen der "Anti-ableistischen Aktion Nord" und von ROBIN WOOD am Hamburger Hauptbahnhof. Sie besetzten in der Nacht vom 1. auf den 2. September 2026 einen Bahnsteig zwischen den Gleisen 13 und 14 und schlugen dort ihre Zelte auf. Der Grund: Die Rollstuhlfahrer*innen unter ihnen kamen von dort erst mit dem ersten Zug am frühen Morgen wieder weg. Denn der Aufzug von Gleis 13/14 ist für sechs Monate gesperrt, der letzte Zug war gestern bereits abgefahren. Aus Protest entrollten die Aktivist*innen auf dem Bahnsteig Banner mit den Aufschriften: "Bahn für alle, die Stufen müssen weg" und – mit Bezug auf das Behindertengleichstellungs-Gesetz – "Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten". Sie verlangen von der Deutschen Bahn, dass sie ihr Angebot barrierefrei gestaltet, Aufzüge zügig repariert und Ersatzteile auf Vorrat bereit hält. Wenn ein Aufzug ausfalle, müsse Zugang über einen anderen barrierefreien Weg angeboten werden. Außerdem solle die Bahn ihre Kund*innen bei Umwegen aufgrund von Barrieren angemessen entschädigen.
Während der Gesetzgeber die Regelungen zur Schulassistenz massiv verändern, Leistungen poolen und damit Kosten einsparen will, sind so manche Eltern behinderter Kinder nach dem Schulstart bereits jetzt mit massiven Problemen konfrontiert. "Laith ist sechs Jahre alt und Autist. Ohne Schulassistenz kann er nicht sicher am Unterricht teilnehmen. Seit Wochen bleibt er deshalb zu Hause. Auch andere Familien berichten von Problemen. Werden Schulassistenzen in Hessen schwieriger bewilligt?" Diese Frage wirft die hessenschau anhand eines konkreten Beispiels auf.
Plakat zum Parcours Berliner Spielplan Audiodeskription Foto: theaterhaus berlin
BERLIN (kobinet)
Am Freitag, dem 4. September, lädt der Berliner Spielplan Audiodeskription ab 12.00 Uhr zu einem interaktiven Erfahrungsparcours ins "theaterhaus berlin" in Berlin-Mitte ein. Gerade im Vorfeld der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September möchten die Veranstalter die Bedeutung von Barrierefreiheit und kultureller Teilhabe stärker in den Fokus rücken. Im Rahmen der Kampagne #deineStimmefürKultur geht es darum, sichtbar zu machen, dass kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen kein Zusatz, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil einer vielfältigen Berliner Kulturlandschaft ist – und entsprechende Strukturen politisch mitgedacht und abgesichert werden müssen. Die Veranstaltung bietet zudem die Möglichkeit, mit Vertretern der Berliner Politik ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei und alle sind ohne Anmeldung willkommen.
"Sommerloch und Politikverdrossenheit – Inklusion wartet nicht auf bessere Zeiten", so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im August 2026 bestimmt haben. Im Fokus steht in dieser Episode des IGEL-Podcast u. a. der Gesetzentwurf für die Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, das 20jährige Jubiläum des Inkrafttretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und die Frage, ob die Behindertenbewegung kaum mehr für Verbesserungen streiten kann, sondern vorwiegend damit beschäftigt wird, Erreichtes zu verteidigen.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
"Jenseits der Brandmauer", Monchi hat ein Buch geschrieben! Monchi ist der von "Feine Sahne Fischfilet", ostdeutscher Politpunk vom Feinsten. Und der Osten (in seinem Fall Meck-Pomm) ist auch noch immer Monchis alltäglicher Aufenthaltsort und mithin sein Lebensmittelpunkt. Mit AfD-Wählern, Sympathisanten wie auch hartgesottenen Parteimitgliedern als Nachbarn. Da geht das mit der Brandmauer allein schon alltagsorganisatorisch gar nicht. Was also tun, wenn Wegziehen für ihn nicht infrage kommt und jene großstädtische Antifa-Militanz a la Danger-Dan bürgerkriegsähnliche Zustände in der Nachbarschaft heraufbeschwören würde.
Die Visualisierung von Lerninhalten ist ein zentraler Baustein, um komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und interaktives Lernen zu ermöglichen. Was für sehende Menschen mit wenigen Klicks erledigt ist, erfordert für blinde und sehbehinderte Menschen einen erheblich höheren Aufwand. Damit auch sie Grafiken gleichwertig nutzen können, braucht es audio-taktile Formate, die Informationen fühl- und hörbar machen. Das Unternehmen Inventivio GmbH bietet mit dem Tactonom-Reader Flex eine innovative Lösung, die diesen Prozess entscheidend vereinfacht. Das Gerät kombiniert schwellbare (taktile) Grafiken mit einer Kamera- und Audiosystem-Einheit. Beim Berühren der Grafik gibt das Gerät an der berührten Stelle direkt die passenden Erklärungen oder Beschreibungen aus.