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Im Zentrum ein Computer mit angedeuteten Verbindungen zu sozialen Netzen Foto: Pixabay/lakexyde
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Digitalgipfels der Bundesregierung in Berlin fordern der Deutsche Caritasverband (DCV), die Agora Digitale Transformation und das Sonderforschungszentrum des Deutschen Instituts für interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS SoFo), die Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege als feste wohnortnahe Anlaufstellen im digitalen Sozialstaat zu verankern. Digitalisierung allein garantiere keinen Zugang zu sozialen Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger, betonen die Organisationen. In den kommenden Wochen stehen wichtige politische Entscheidungen zur Digitalisierung des Sozialstaats an. Die Sozialstaatskommission empfiehlt ein zentrales digitales Sozialportal, über das Bürger*innen Leistungen von Bund, Ländern und Kommunen beantragen können. Gleichzeitig sollen Menschen, die digitale Angebote nicht eigenständig nutzen können, Unterstützung vor Ort erhalten. Wie diese organisiert und finanziert werden soll, ist bislang offen.
Beim Diversity Ball Dance und guter Stimmung Foto: Max Louis Köbele MLK Media
WIEN (kobinet)
Nach einer erfolgreichen Premiere im Februar geht der DIVERSITY BALL DANCE in die nächste Runde. Am 11. November 2026 von 17:00 bis 22:00 Uhr verwandelt sich das EGA in Wien-Mariahilf in eine Tanzfläche für alle. Das inklusive Afterwork-Clubbing wird gemeinsam vom DIVERSITY BALL-Team und Mitinitiatorin Mel Merio umgesetzt und lädt dazu ein, Vielfalt zu feiern und Barrieren gemeinsam abzubauen. Bei der ersten Ausgabe der Eventreihe tanzten Menschen mit und ohne Behinderungen, internationale Gäste der Zero Project Conference, Partnerinnen und Partner sowie Freundinnen und Freudne des DIVERSITY BALL gemeinsam auf der Wiener Summer Stage.
Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse Foto: undefined
DÜSSELDORF (kobinet)
Die Zahl der Menschen, die im Alter Grundsicherung beziehen, ist laut Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) zum fünften Mal in Folge gestiegen. Für den Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen kommt diese Entwicklung nicht überraschend, besorgniserregend ist sie allemal. Immer mehr Menschen haben trotz eines langen Erwerbslebens eine Rente, die angesichts steigender Mieten, Energie- und Lebenshaltungskosten kaum zum Leben reicht. Die Quoten sind laut IT.NRW vor allem in den Großstädten wie Köln und Düsseldorf besonders ausgeprägt – also gerade dort, wo die Wohnkosten am höchsten sind. Der VdK NRW warnt deshalb vor den Folgen der geplanten Wohngeldkürzungen: Sollte die Bundesregierung die Reform wie vorgesehen umsetzen, könnten zahlreiche Wohngeldempfänger künftig auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein.
"Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?" So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast "Die Neue Norm". "In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip 'Nichts über uns ohne uns' überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch 'Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt", heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.
H.-Günter Heiden mit dem Buch zur Grundgesetzergänzung vor dem Reichstag Foto: omp
Berlin (kobinet)
"Das medizinische Modell des Alters muss durch ein Menschenrechtsmodell des Alters ersetzt werden", das ist ein Anliegen von H.-Günter Heiden und seinen Mitstreiter*innen für die Schaffung einer Altenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Vom 26. – 30. Oktober 2026 fanden in Genf Beratungen zur Entwicklung einer Menschenrechtskonvention zu den Rechten älterer Menschen der Vereinten Nationen statt. H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 hat diese Beratungen online verfolgt. Worum geht es dabei genau ging, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit H.-Günter Heiden im aktuellen kobinet-Interview.
"Wäre Inklusion eine Waffe, wäre genug Geld dafür da!" So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Oktober 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Oktober 2026 bestimmt haben. Dabei geht es um politische Versprechen, zähe Reformen und die Sorge vor neuen Einschränkungen. Was droht, wenn bei Eingliederungshilfe, Pflege und persönlicher Assistenz der Rotstift angesetzt wird? Und was bedeutet das für Menschen, deren Alltag von verlässlicher Unterstützung abhängt? Es gibt aber auch interessante Beispiele, die Sascha Lang aus der luxemburgischen Behindertenpolitik zu berichten hat.