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Zeichnung von mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet)
Kinder und Jugendliche in Deutschland wünschen sich nicht nur zum heutigen Weltkindertag vielfach mehr Sicherheit, einen besseren Schutz und Unterstützung sowie faire Bildungschancen für alle Kinder. Darüber hinaus ist ihnen wichtig, dass Erwachsene ihnen zuhören und sie bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, beteiligt werden. Das zeigt ein bundesweites Stimmungsbild, das UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk zum heutigen Weltkindertag eingeholt haben. Die beiden großen Kinderrechtsorganisationen unterstreichen, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam in der Verantwortung sind, um Deutschland kinderfreundlicher und damit zukunftsfest zu machen. Sie hatten unter dem diesjährigen Weltkindertags-Motto "Starke Kinder, starke Zukunft!" zu einer Mitmachaktion aufgerufen.
Anlässlich des Weltkindertags, der heute am 20. September 2026, begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Der Entwurf weiche vom Ziel ab, für alle Kinder mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen. Stattdessen sei eine neue Schulunterstützung für Kinder mit Behinderung nur für einen Teil der Betroffenen vorgesehen, was die bestehende Ungleichbehandlung verschärfe.
Artikelbild des VdK zum Protesttag zum Erhalt des Sozialstaates Foto: Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
FRANKFURT am Main (kobinet)
An dem bundesweiten Aktionstag des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) gegen den Abbau des Sozialstaats am 26. September finden auch Demonstrationen und Kundgebungen in Frankfurt und Erfurt statt - unterstützt vom VdK Hessen-Thüringen. Die geplanten Reformen des Sozialsystems und die in dem Zusammenhang vorgesehenen Kürzungen von Sozialleistungen führen auch bei den Mitgliedern des VdK zu großen, zum Teil existenziellen Sorgen. In diesem Sinne tritt auch der VdK Hessen-Thüringen am 26. September bei den Protest-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Frankfurt und Erfurt für soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, gute Pflege und eine auskömmliche Alterssicherung ein. Einzelheiten zu diesen Veranstaltungen der Aktionstage sind im Internet nachzulesen.
"Inklusion unter Druck", so lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Alice Salomon Hochschule Berlin, die im Wintersemester 2026/2027 am 28. Oktober stattfindet und bei der alle Veranstaltungen in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht werden. "In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage. Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem 'Luxus' erklärt, den 'wir' uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für 'Förderung in Sonderinstitutionen'. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet", heißt es u.a. in der Ankündigung.
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen Foto: Pixabay/ArtRose
Schwerin / Berlin (kobinet)
Im Vorfeld der am 20. September 2026 stattfindenden Wahlen für die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeichnen sich knappe Wahlergebnisse ab. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD kräftig auf die AfD aufholen, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bezüglich der Frage, wer zukünftig stärkste Fraktion im Landtag ist, abzeichnet. Die Grünen müssen dort um den Einzug in den Landtag bangen. In Berlin dürfte entscheidend sein, welche Mehrheiten zukünftig eine Regierungskoalition bilden können. Bei den letzten Umfragen liegt die LINKE vorne. So dürfte es wieder einmal eine Wahl sein, bei der jede Stimme zählt und der Wahlabend lang werden dürfte. Dass vor allem behinderte Menschen und ihre Angehörigen ihr Wahlrecht nutzen, die Demokratie stärken und sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen, hierzu haben verschiedene Organisationen aufgerufen, so hat beispielsweise die LIGA Selbstvertretung bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Aufruf unter dem Motto "Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!" gestartet.