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Plakat zur Demo am 1.7.2026 ab 16:00 Uhr am Jungfernsteg in Hamburg zur Schulbegleitung Foto: public domain Hamburg (kobinet) Wie real die Debatten um Kosteneinsparungen und Leistungseinschränkungen sind, das zeigt sich derzeit in Sachen Schulbegleitung in Hamburg. Am 1. Juli 2026 wurde daher gegen das aktuelle Vorgehen des Hamburger Senats demonstriert. "Die Umorganisation der Schulbegleitung in Hamburg sorgt für heftigen Gegenwind: Am Jungfernstieg protestieren rund 1.000 Menschen unter dem Motto 'Hände weg von der Schulbegleitung'. 'Wer an Kindern spart, zahlt morgen doppelt' ist einer der vielen Slogans auf den Plakaten. Oder auch: 'Spart an Euren Diäten, nicht an unseren Kindern'. Unter den Demonstrierenden sind viele Familien und viele Kinder mit Behinderungen. Viele sind besorgt und ärgerlich. Manchen wurde schon mitgeteilt, dass ihre Schulbegleitungsstunden gekürzt werden. Einige Familien sprechen auf der Demonstration davon, dass sie um eine Schulbegleitung kämpfen müssen - auch wenn der Bedarf klar sein sollte. Sie fordern, dass der Senat die Änderungspläne zurückzieht. So auch der Sozialverband Hamburg, die Lehrergewerkschaft GEW, die Schüler:innenkammer Hamburg und Vereine für Menschen mit Behinderung", heißt es in einem Bericht des NDR, der auf Facebook mit einem Video von der Demonstration vom 1. Juli 2026 veröffentlicht wurde.
Weibernetz Foto: Weibernetz Kassel (kobinet) Anlässlich der Veröffentlichung geplanter Sparmaßnahmen von Bund und Ländern im Rahmen der Eingliederungshilfe fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz alle Verantwortlichen auf, die geplanten Änderungen zurückzunehmen und stattdessen die Rechte von Menschen mit Behinderungen konsequent an den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auszurichten. Denn es zeichnet sich ein massiver Rückschritt der Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen ab und der Verein Weibernetz sieht Frauen und Mädchen mit Behinderungen als Verliererinnen einer geplanten Sparpolitik.
Logo der Bundesagentur für Arbeit Foto: BA Nürnberg (kobinet) Auch im Juni 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten in Deutschland über 190.000. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass im Juni 2026 190.098 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Ein Blick zurück zeigt, dass dies über 6.000 mehr sind als im Juni 2025 als noch 184.013 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt ein Blick auf die Zeit vor der Corona-Pandemie, denn im Juni 2019 waren mit 153.876 schwerbehinderten Arbeitslosen über 35.000 weniger gemeldet. Die über 300.000 Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen hinzugenommen, die weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dort für viele Jahre arbeiten, gestaltet sich die Situation für den Personenkreis behinderter Menschen äusserst düster.
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Juni 2026 Foto: IGEL-Media Bad Segeberg / Kassel (kobinet) "Alarmstufe Inklusion – Wer unsere Teilhabe gefährdet hinterlässt einen gesellschaftlichen Trümmerhaufen", so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juni 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestag und die Proteste drum herum, die Eingliederungshilfe und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Interessant ist, dass dieses Mal die Künstliche Intelligenz die Fragen für das Interview erarbeitet hat.
Aktion Mensch Logo 283x133 Foto: Aktion Mensch Bonn (kobinet) Als erste deutsche Sozialorganisation bespielt die Aktion Mensch nach eigenen Angaben seit einigen Wochen regelmäßig einen eigenen Kanal auf Twitch. Twitch ist eine Livestreaming-Plattform, die es Nutzer*innen ermöglicht, Streamer*innen in Echtzeit zu verfolgen. Ein festes Host-Duo führt zweimal pro Woche – immer dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr – durch die Livestreams. Mit dem neuen Format möchte die Aktion Mensch insbesondere junge Erwachsene für gesellschaftlich relevante Themen wie Inklusion und Vielfalt sensibilisieren und über diese informieren. Die Streams bieten Raum für Diskussionen, Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen sowie interaktive Formate, die einen Austausch ermöglichen und Zusammenhalt stärken, heißt es vonseiten der Aktion Mensch.
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel Berlin (kobinet) Das Kulturbüro Sachsen hat eine Publikation mit dem Titel "Demokratie trifft Klimaschutz - Warum wir beides zusammendenken müssen und was das praktisch bedeutet" veröffentlicht. Mit dabei sind u.a. der Beitrag "Unsichtbare Perspektiven - warum die Klimakrise ableistisch ist" mit einem Überblick über Ökoableismus, Klimagerechtigkeit für behinderte Menschen und Ableismus in der Klimabewegung und Jana Bucke vom Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BZSL), die den Verein und ihren Nachhaltigkeitskompass vorstellt. Darauf hat Maria-Victoria Trümper von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.