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"Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?" So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast "Die Neue Norm". "In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip 'Nichts über uns ohne uns' überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch 'Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt", heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.
H.-Günter Heiden mit dem Buch zur Grundgesetzergänzung vor dem Reichstag Foto: omp
Berlin (kobinet)
"Das medizinische Modell des Alters muss durch ein Menschenrechtsmodell des Alters ersetzt werden", das ist ein Anliegen von H.-Günter Heiden und seinen Mitstreiter*innen für die Schaffung einer Altenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Vom 26. – 30. Oktober 2026 fanden in Genf Beratungen zur Entwicklung einer Menschenrechtskonvention zu den Rechten älterer Menschen der Vereinten Nationen statt. H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 hat diese Beratungen online verfolgt. Worum geht es dabei genau ging, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit H.-Günter Heiden im aktuellen kobinet-Interview.
"Wäre Inklusion eine Waffe, wäre genug Geld dafür da!" So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Oktober 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Oktober 2026 bestimmt haben. Dabei geht es um politische Versprechen, zähe Reformen und die Sorge vor neuen Einschränkungen. Was droht, wenn bei Eingliederungshilfe, Pflege und persönlicher Assistenz der Rotstift angesetzt wird? Und was bedeutet das für Menschen, deren Alltag von verlässlicher Unterstützung abhängt? Es gibt aber auch interessante Beispiele, die Sascha Lang aus der luxemburgischen Behindertenpolitik zu berichten hat.
Auch im Oktober 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland über 190.000. Mit 192.767 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen lag diese Zahl nun schon zum fünften Mal in Folge über 190.000 ohne dass sich eine Besserung andeutet. Noch vor einem Jahr - im Oktober 2025 - lag die Zahl arbeitslos gemeldeter Arbeitsloser bei 185.413, also bei über 7.000 Personen weniger. Die Dramatik dieser Situation zeigt sich, wenn man auf die Arbeitslosenzahlen Schwerbehinderter vor der Corona Pandemie blickt. Im Oktober 2019 waren in Deutschland mit 153.590 fast 40.000 schwerbehinderte Arbeitslose weniger gemeldet. Bei all der "Reformfreudigkeit" der aktuellen Bundesregierung hört man wenig darüber, wie dieser dramatischen Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Selbst die bereits vor drei Jahren angekündigte Reform des Werkstättensystems mit zusätzlich über 300.000 behinderten Menschen, die dort weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verharren, steckt noch irgendwo in der Verwaltung fest. wie die LIGA Selbstvertretung kritisiert.
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs Foto: Tristan Vankann / fotoetage
Bremen / Berlin (kobinet)
Bremen leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit an die nationalsozialistischen Medizinverbrechen: Auf Initiative des Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein ermöglichte die Vertretung des Landes Bremen beim Bund dem Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation, seine Herbsttagung vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Berlin auszurichten. Die Tagung brachte Forschung, Angehörige, Selbstvertretungen und Politik miteinander ins Gespräch. Ziel war es insbesondere, die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses "Opfer von NS-‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation – Aufarbeitung intensivieren" (Drucksache 20/12415) zu befördern.
"Teddybäraugen trotz Schmerz – Leben mit Fibromyalgie", so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). "'Du siehst doch gesund aus!' Ein Satz, der Menschen mit Fibromyalgie häufig begegnet. Doch was, wenn der Schmerz unsichtbar ist und trotzdem jeden Tag das Leben bestimmt? In dieser IGEL-Episode spricht Sascha Lang mit Alexandra Schubert, Therapeutin und Produktmanagerin bei NOVAFON, über eine Erkrankung, die noch immer zu wenig verstanden wird. Gemeinsam schauen sie hinter die sogenannten Teddybäraugen und fragen: Was verbirgt sich hinter einem Lächeln, wenn der Körper schmerzt und die Kraft fehlt?" heißt es u.a. in der Ankündigung dieser IGEL-Podcast-Ausgabe.