Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Inklusive TV-Sendung NA (JA) GENAU in KZ-Gedenkstätte Mauthausen 30 Oct 2026 09:01:07

Junge Frau mit Brille sowie glatt nach hinten gekämmten Haar und einem kleinem Mikrofon in der Hand
Antonia Bögner in der KZ-Gedenkstätte
Foto: Ernst Tradinik

MAUTHAUSEN (kobinet)

Die inklusive TV-Sendung NA (JA) GENAU hat einen Beitrag über einen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen veröffentlicht. Ursprünglich sollte ein Beitrag über eine inklusive Erinnerungslesung entstehen, die jedoch kurzfristig abgesagt wurde. Stattdessen fuhr das Team um Antonia Bögner und Ernst Tradinik nach Mauthausen und sprach mit der pädagogischen Leiterin der Gedenkstätte, Gudrun Blohberger. Die 28-minütige Sendung in HD ist in der OKTOthek mit deutschen und englischen Untertiteln sowie auf YouTube verfügbar. Im Gespräch ging es auch um den Umgang mit Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus.

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VdK NRW kritisiert geplante Pflege-Einsparungen von Linnemann 30 Oct 2026 08:50:00

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet)

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen kritisiert die von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann am 29. Oktober 2026 angekündigten Pläne, etwa zehn Prozent in der Pflegeversicherung einzusparen. Eine eingesetzte Kommission soll bis Ende Januar Reformvorschläge vorlegen. Der VdK-Präsident Horst Vöge warnte, Kürzungen dürften nicht zulasten Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen gehen. Die Kommission habe seiner Ansicht nach nur eine Alibifunktion und diene vor allem dazu, Einsparungen für den Bundeshaushalt zu ermöglichen. "Wir brauchen eine strukturelle Reform der Pflegeversicherung, kein Kürzungskonzept", so Vöge. Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen trügen bereits heute eine enorme finanzielle, körperliche und psychische Belastung. Weitere Einschnitte würden ihre Situation zusätzlich verschärfen.

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Das hat nichts mit Inklusion zu tun: Protest von Assistenznutzenden in Bremen gegen Kürzungen der Eingliederungshilfe 30 Oct 2026 06:51:56

Plakat zur Protestaktion am 29. Oktober 2026 in Bremen
261029_Plakat_Protest_Bremen
Foto: privat

Bremen (kobinet)

"Das hat nichts mehr mit Inklusion zu tun, sondern wir werden wieder auf Heime verwiesen. Der Bund will sich vornehmen, dass er selber sagt: was ist für uns angemessen und was für uns zumutbar ist", so hat Horst Frehe von der Bremer Assistenzgenossenschaft in der Nachrichtentensendung buten un binnen auf den Punkt gebracht, was über 150 Demonstrierende behinderte Menschen und ihre Assistent*innen am 29. Oktober 2026 vor den Bremer Dom zum Protest gegen die derzeitigen Pläne zur Reform der Eingliederungshilfe getrieben hat. Die Demonstrierenden fordern u.a., dass sich das Land Bremen gegen die geplanten Einschränkungen der Eingliederungshilfe im Bundesrat stellt. Und dies nicht ganz ohne Erfolg: "Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration unterstützt grundsätzlich die Forderung der Assistenznehmer:innen, dass das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen durch bundesgesetzliche Änderungen nicht eingeschränkt werden darf", wird die Sozialbehörde im Fernsehbericht zum Protest von Radio Bremen zitiert.

Link zum Fernsehbericht von buten un binnen von Radio Bremen vom 29. Oktober 2026 - der Bericht über den Protest beginnt ab Minute 6:05

Im Folgenden dokumentieren die kobinet-nachrichten die Rede von Horst Frehe bei der Kundgebung.

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Elterngeld-Reform: Paritätischer begrüßt Anreize für Väter 30 Oct 2026 06:31:06

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Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Der Paritätische Gesamtverband begrüßt die von der Bundesregierung angekündigten Änderungen beim Elterngeld. Wie Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, am 29. Oktober 2026 erklärte, bleibt das Basiselterngeld bei 14 Monaten, wenn beide Elternteile mindestens vier Monate nehmen. Eine zuvor diskutierte Kürzung auf zwölf Monate sei damit vom Tisch. Erstmals seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 sollen Mindest- und Höchstbetrag angehoben werden. Das geplante 4-6-4-Modell sieht vier reservierte Monate je Elternteil und sechs frei aufteilbare Monate vor. In den reservierten Monaten sollen künftig 80 statt bisher 65 Prozent des ausfallenden Nettoeinkommens ersetzt werden. Bisher blieben meist Frauen zu Hause, wenn es um Sorgearbeit gehe, und trügen die damit verbundenen Lohneinbußen, so Rock. Mit der höheren Ersatzrate für Väter rechne sich der Weg zu mehr Gleichstellung auch am Küchentisch. Ziel bleibe, dass sich beide Eltern die Zeit nach der Geburt gleichmäßig teilen, sagte Rock. Dafür brauche es zudem eine bezahlte Freistellung für den zweiten Elternteil in den ersten zehn Tagen nach der Geburt. Dann beginne das Familienleben von Anfang an wirklich gemeinsam.

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Kürzung durch die Hintertür 30 Oct 2026 06:21:07

Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

BERLIN (kobinet)

Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich, dass Eltern nach den Plänen der Bundesregierung auch künftig 14 Monate Elterngeld erhalten können. "Hier auf zwölf Monate zu kürzen, wäre der völlig falsche Weg gewesen", erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch. "Es ist gut, dass die Bundesregierung das eingesehen hat." Allerdings sieht die Diakonie die Gefahr "einer Kürzung durch die Hintertür". Denn der Gesetzesentwurf erhält zwar die 14 Monate, verteilt sie aber neu: sechs flexible Monate und je vier Monate pro Elternteil. Bisher waren es zwölf Monate und zwei Monate für das zweite Elternteil. Das bedeutet: Nimmt nur ein Elternteil seinen Anspruch auf Elternzeit wahr, verkürzt sich die Gesamtdauer auf zehn Monate. "Eine gerechte Aufteilung der Care-Arbeit ist ein wichtiges Ziel. Aber damit entstehen Härten für Familien, in denen der zweite Elternteil seine Monate aus finanziellen Gründen nicht nutzen kann. Die finanzielle Absicherung endet dann bereits mit dem zehnten Lebensmonat des Kindes.

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Willis Nachtrag zu „Umgebracht werden“: Schockverzögerung 30 Oct 2026 06:20:06

Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze
Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet)

Der Schock tritt häufig zeitverzögert ein nach einem schlimmen Erlebnis oder der Nachricht von einem solchen. Als ich jetzt in meiner Kolumne "Umgebracht werden" vom November 2023 noch einmal lese, was ich über meine Tante Annie geschrieben habe, an die ich mich als eine Familienangehörige während meiner Kindheit und Jugend später gern erinnert habe, sagt mir meine Schwester, dass ich ein nicht unwesentliches Detail ihres traurigen Schicksals in der Nazi-Zeit gar nicht erwähnt habe.

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