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Für die deutschen Para Dressursportlerinnen und Dressursportreiter geht ein Traum endlich in Erfüllung. Das Quartett von Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer startet im Reitsport erstmals auf der ganz großen Bühne in Aachen bei den Weltmeisterschaften. Vom 19. bis 23. August finden die Para Dressursport-Wettbewerbe inmitten der WM der olympischen Titelkämpfe statt. Dabei geht es neben Medaillen und Sichtbarkeit für den Para Sport auch um die Paralympics-Qualifikation.
Nachdem die neue Regierung in Großbritannien unter Premierminister Andy Burnham bereits im August kostenlose Busfahrten für unter 16-Jährige eingeführt sowie eine Obergrenze von zwei britischen Pfund für Einzeltickets angekündigt hatte, hat die Regierung bekannt gegeben, dass behinderte Menschen in England ab April kommenden Jahres zu jeder Tageszeit kostenlos mit dem Bus reisen können. Der gegenwärtig gültige Behindertenbuspass ist nur zwischen 09.30 Uhr und 23.00 Uhr an Werktagen nutzbar. Damit ist eine Fahrt zur Arbeit oder späteren abendlichen Veranstaltungen bisher schwierig. Die dann neuen können zu jeder Tageszeit am Wochenende und an Feiertagen verwendet werden.
Vor 20 Jahren, am 18. August 2026, war der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul in Berlin mit dabei als das Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Hof des Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefeiert wurde. Nach dem jahrelangen Engagement vieler zivilgesellschaftlicher Gruppen und vor allem auch der Behindertenbewegung war den Aktiven und Ottmar Miles-Paul damals klar, dass das neue Gesetz zwar ein wichtiger Zwischenerfolg, aber längst nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Diskriminierungsschutz in Deutschland, ist. Heute, 20 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes, fragt sich Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten vor allem angesichts der anstehenden Landtagswahlen mit enorm hohen Umfragewerten für die AfD und dem schwachen Gesetzentwurf der Bundesregierung für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, wie lange die Bundestagsabgeordneten noch zögern wollen, um einen wirksameren Schutz vor Diskriminierungen in Deutschland zu schaffen.
Der Sozialverband VdK warnt vor den geplanten Verschärfungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz der Bundesregierung. Laut dem Gesetzentwurf, den die Bundesregierung Anfang Juni 2026 vorgelegt hat, werden ab 2027 die Voraussetzungen für die Pflegegrade 1 bis 3 verschärft. Dadurch werde es Pflegebedürftigen deutlich erschwert, einen Pflegegrad zu erhalten, so der Verband.
AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Berlin (kobinet)
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird heute, am 18. August 2026, 20 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums startete das Bündnis AGG Reform-Jetzt! die Petition "Schluss mit Symbolpolitik – Für einen echten Schutz vor Diskriminierung". Darin fordert das Bündnis den Deutschen Bundestag und die zuständigen Ausschüsse auf, die geplante Reform des AGG grundlegend nachzubessern. Diskriminierung betrifft Millionen Menschen in Deutschland. 2025 berichteten mehr als 13 Prozent der Menschen in Deutschland davon, Diskriminierung erfahren zu haben – bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, in Schulen, beim Arztbesuch, im Amt oder beim Einkauf. Das AGG sollte Menschen vor Diskriminierung schützen. Doch fast 20 Jahre nach seinem Inkrafttreten zeigt sich: Das AGG schützt viele Menschen nur auf dem Papier. Es hilft nicht, heißt es in der Presseinformation des Bündnis AGG Reform Jetzt!.
"Wenn Selbstvertretung unbequem wird: Was ich gelernt habe und was andere daraus mitnehmen können", so lautet der Titel eines Beitrags einer behinderten Frau, die sich in der Selbstvertretung behinderter Menschen engagiert. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen diesen Beitrag anonym, weil wir nicht wollen, dass der Betroffenen zukünftig Nachteile entstehen. Wir veröffentlichen diesen Beitrag vor allem, weil wir immer wieder Erfahrungsberichte von behinderten Menschen bekommen, die sich in sogenannten Partizipationsprozessen engagieren, die ihre Erfahrungen engagiert und viel zu oft kostenfrei eingebracht haben, die all ihren Mut zusammengenommen haben und ihre Sicht der Dinge, ihr Erlebtes, geschildert haben. Und die zum Teil unendlich frustriert waren, dass diese Beteiligungsprozesse wenig gebracht haben und ihre Stimmen viel zu häufig ignoriert wurden. Der folgende Beitrag spricht daher sicherlich einigen aus dem Herzen, will aber Mut machen, sich trotzdem in der Selbstvertretung zu engagieren und unseren Stimmen Wirkung zu verleihen.