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Kobinet Nachrichten

Sparpaket trifft Eltern von Kindern mit Behinderung hart 05 Oct 2026 10:28:40

Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
Foto: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

DÜSSELDORF (kobinet)

Für den Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) stellt das am 30. September 2026 von der Bundesregierung beschlossene Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) einen enormen Rückschritt für pflegende Angehörige dar. Insbesondere wirkt sich die Abschaffung der flexiblen Entlastungsleistungen verheerend für Eltern von Kindern mit Behinderung aus. "Wer ohne Pause pflegt, wird schnell selbst zum Pflegefall", erklärt Beate Bettenhausen, Vorsitzende des bvkm. "Gerade Eltern von Kindern mit Behinderung, die ihre Kinder oft über viele Jahrzehnte in der eigenen Häuslichkeit pflegen, sind enormen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Sie brauchen deshalb dringend immer wieder Auszeiten und sind darauf angewiesen, dass die Pflege ihres Kindes in dieser Zeit durch vertraute Bezugspersonen sichergestellt wird."

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Petition zur AGG Reform vor Bundestagsanhörung übergeben 05 Oct 2026 10:22:36

Petitionsübergabe zur AGG Reform an Bundestagsabgeordnete
261005_AGG_Petitionsübergabe
Foto: Natalie Rosencke

Berlin (kobinet)

Vertreter*innen des Bündnis AGG Reform Jetzt!, das für eine wirksame Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eintritt, haben am heutigen 5. Oktober 2026 vor der Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur AGG Reform die gesammenten Unterschriften an Abgeordnete des Deutschen Bundestages übergeben. Insgesamt haben bisher über 55.000 Unterstützer*innen die Petition mit dem Titel "Echter Schutz vor Diskriminierung - für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz" übergeben. Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung hat den kobinet-nachrichten kurz nach der Übergabe der Petition zugesandt.

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Autismus soll in Bayern sichtbarer werden 05 Oct 2026 10:20:58

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet)

Das Sozialministerium des Freistaates Bayern ruft federführend die Autismusstrategie Bayern ins Leben. Das Motto dieser Strategie lautet "Autismus: So vielfältig wie das Leben". Im Rahmen der Kampagne werden in allen sozialen Medien Informationen verbreitet, es wird einen Film, Clips in den Sozialen Medien und weitere Informationsmaterialien geben. Ziel ist es, Maßnahmen umzusetzen, die die Lebensverhältnisse der Betroffenen nachhaltig zu verbessern und einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ein regelmäßiger Runder Tisch Autismus, der die Umsetzung begleitet. Diese Autismusstrategie wurde heute im Bayerischen Sozialministerium vorgestellt und startet noch in diesem Monat eine crossmediale Aufklärungskampagne.

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Katrin Gensecke bleibt Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt und setzt sich für Inklusion ein 05 Oct 2026 07:24:21

Katrin Gensecke
Katrin Gensecke
Foto: Katrin Gensecke

MAGDEBURG (kobinet)

Am 6. Oktober 2026 konstituiert sich der Landtag von Sachsen-Anhalt neu. Katrin Gensecke, Co-Bundesvorsitzende der AG Selbst Aktiv der SPD, wird als eine von acht SPD-Abgeordneten wieder dabei sein. Sie wurde mit einem besseren Ergebnis als vor fünf Jahren wiedergewählt. Als Sprecherin für Menschen mit Behinderungen will sie weiterhin für Barrierefreiheit, Inklusion und Partizipation kämpfen. Dies sei angesichts der starken AfD-Fraktion mit 39 Mandaten, die Inklusion als "gescheitertes Experiment" beenden möchte, besonders wichtig, so Gensecke.

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Dabei beim inklusiven Staffelmarathon in Köln 05 Oct 2026 07:05:30

Rollstuhlfahrerin mit Adaptivbike wartet in Wechselzone der Staffel im neongelben „R(h)ein Inklusiv“ T-Shirt
261004_Köln_Marathon
Foto: privat

Köln (kobinet)

Bei R(h)ein Inklusiv gingen Menschen mit und ohne Behinderung beim Köln Marathon am 4. Oktober 2026 gemeinsam an den Start. Sie wollten damit deutlich machen: Behinderung, Leistung und Spaß am Sport schließen sich in keiner Weise aus. R(h)ein Inklusiv ist eine bunte Gemeinschaft mit einem einzigartigem Wir-Gefühl: "Zusammen sind wir stark!" Ins Leben gerufen wurde der inklusive Staffel-Marathon von der DGUV und der Deutschen Sporthochschule Köln. Beim Köln-Marathon 2016 startete R(h)ein Inklusiv erstmals - damals mit insgesamt sieben inklusiven Staffeln. Ein Jahr später waren es bereits 21 Staffeln, die gemeinsam die Marathon-Strecke absolvierten und heute 37 Staffeln.

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Noch ist es nicht zu spät für eine gute AGG-Reform 05 Oct 2026 06:57:42

Dr. Sigrid Arnade in Berlin
Dr. Sigrid Arnade in Berlin
Foto: ISL e.V.

Berlin (kobinet)

"Die jüngsten Wahlergebnisse haben das Land erschüttert. Viel ist von der Gefährdung unserer Demokratie und unserer Werte die Rede – zu Recht. Wenn man dann diesen mutlosen Gesetzentwurf liest, fragt man sich aber doch, worum die demokratischen Parteien und ihre Vertreter*innen wirklich besorgt sind: Geht es tatsächlich um die demokratischen Werte oder eher um ihre Mandate? Die Novellierung des AGGs wäre eine wunderbare Gelegenheit zu demonstrieren, worin die Vorteile eines demokratischen Gemeinwesens bestehen. Der Schutz der Würde aller Bürger*innen könnte verbessert werden; die Gleichheit aller Menschen könnte betont werden; Minderheiten könnten besser vor Diskriminierungen geschützt werden. Letzteres ist gerade angesichts des Erstarkens rechtsextremistischer Kräfte wichtiger denn je. Wir verstehen nicht, weshalb der Deutsche Bundestag so eine Steilvorlage, die Vorteile eines demokratischen Gemeinwesens zu demonstrieren und unsere Werte effektiv zu schützen, geradezu ignorant verstreichen lässt. Wen wundert da noch das schwindende Vertrauen in die einstigen Volksparteien?" Diese Vorbemerkung hat die renommierte Behindertenrechtlerin Dr. Sigrid Arnade ihrer Stellungnahme zur heute am 5. Oktober 2026 von 11:30 - 13:30 Uhr stattfindenden Anhörung zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und zu einem Antrag der Bundestagsfraktion der LINKEN mit dem Titel "Antidiskriminierungsstelle des Bundes stärken – Diskriminierungsschutz erweitern" vorweggestellt, zu der sie als Sachverständige eingeladen ist.

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