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Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) begrüßt, dass bei den geplanten Einschränkungen für Smart Glasses in Hamburg Ausnahmen für Hilfsmittel vorgesehen sind, die medizinisch oder aufgrund einer Behinderung notwendig sind. Der Verein appelliert zugleich an Politik und Gesetzgeber, diesen Grundsatz bei allen künftigen gesetzlichen Regelungen zu Smart Glasses und vergleichbaren Technologien konsequent zu berücksichtigen. Hintergrund sind die aktuellen Beratungen in der Hamburgischen Bürgerschaft über Einschränkungen für Smart Glasses mit Kamera- und Aufnahmefunktion. SPD und Grüne schlagen unter anderem vor, deren Nutzung in Schwimmbädern sowie im öffentlichen Nahverkehr einzuschränken. Dabei sollen notwendige Sehhilfen und behinderungsbedingt eingesetzte Hilfsmittel ausgenommen werden.
Der am 4. September 2026 von 9:30 bis 17:00 Uhr im Kulturzentrum Mainz (KUZ) stattfindende INKLUSIVA-KONGRESS 2026 kann auch im Livestream verfolgt werden. In diesem Jahr ist das Thema Neurodiversität. Eröffnet wird der Kongress von Johannes Schweizer, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe Rheinland-Pfalz. Zum Auftakt sprechen außerdem die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sowie Katja Lüke, die Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz. Durch den Kongress führt Moderator Marcel Friederich, heißt es in der Ankündigung.
Für das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) geht es derzeit um sehr viel. Die Stadt Köln hat angekündigt aufgrund von Sparmaßnahmen dem Beratungszentrum von behinderten Menschen für behinderte Menschen die Mittel zu streichen. Deshalb wurde am 2. September 2026 vor dem Rathaus in Köln demonstriert. Auch der WDR hat das Thema aufgegriffen und über die Situation im Kölner ZsL berichtet.
Vertreter*innen des Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL) waren am 31. August 2026 mit mehreren Aktiven beim Bürgerdialog mit Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas. Dabei hatten sie die Gelegenheit, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales direkt zur Zukunft der Eingliederungshilfe, zum Pooling von Leistungen sowie zum Erhalt des Wunsch- und Wahlrechts zu befragen. Besonders die Frage nach einem möglichen faktischen Zwang zum Pooling erhielt nach Informationen des ZsL Sachsen großen Beifall aus dem Publikum. Auch die grundsätzliche Frage, ob die Rechte aus dem Bundesteilhabegesetz und die notwendigen Leistungen für ein selbstbestimmtes Leben erhalten bleiben, konnten die Aktiven ansprechen. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten einen Bericht des ZsL Sachsen zur Begegnung mit Bärbel Bas und den angesprochenen Themen.
Sein erster Roman "Zündeln an den Strukturen" über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen hierzu wurde bereits über 2.200 mal in der bidok Volltextbibliothek heruntergeladen. Nun wurde dort auch der im Januar 2026 erschienene Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel "Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion" zum kostenfreien Download eingestellt. bidok ist eine Plattform für die Veröffentlichung, Vermittlung und Archivierung von Wissen zu Behinderung und Inklusion. Seit 1997 macht bidok wissenschaftliche und praxisorientierte Inhalte öffentlich, kostenlos und barrierefrei zugänglich und trägt dazu bei, Wissen langfristig zu sichern. Im Zentrum der Plattform steht die bidokbib, die barrierefreie digitale Bibliothek mit einer umfangreichen Sammlung von Texten und Materialien zu Behinderung und Inklusion. Sie dokumentiert Wissen unter anderem zu Bildung, Arbeit, Familie, Politik und Gesundheit. Alle Inhalte werden barrierefrei aufbereitet und stehen Open Access im PDF/UA-Format ("Universal Accessibility") zur Verfügung. Ottmar Miles-Paul freute sich darüber, dass nun auch sein zweiter Roman kostenfrei und barrierefrei zum Download in der bidok-Bibliothek heruntergeladen werden kann.
"Inklusion muss im Alltag erlebbar sein. Rheinland-Pfalz verfügt bereits über wichtige Instrumente für mehr Teilhabe, wie zum Beispiel das Persönliche Budget. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den vielen Engagierten und darauf die Perspektiven von Menschen mit ihren verschiedenen Behinderungen in die politischen Entscheidungen mit einzubringen." Dies teilte Katja Lüke bei ihrem Antrittsbesuch und ersten intensiven Austausch mit der rheinland-pfälzischen Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die künftigen Schwerpunkte der Arbeit der rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten, die am 1. September 2026 ihr neues Amt angetreten hat. Die weitere Stärkung von Teilhabe und Barrierefreiheit in Rheinland-Pfalz spielten ebenfalls eine wichtige Rolle im Gespräch mit der Ministerin.