Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


Sie befinden sich hier »
Weihnachtsgeschichten » 2005 Allen ein frohes Weihnachtsfest

Allen ein frohes Weihnachtsfest

Der WeihnachtsmannMit leichtem Quietschen hält das Möbelauto in einer ruhigen Seitenstraße einer kleinen Stadt irgendwo in Deutschland. Heraus springen drei Männer. Sie beginnen leise fluchend, Möbel in das gelbe Einfamilienhaus mit der Hausnummer 5 zu tragen. „Meine Güte ist das heiß heute. Während andere im Schwimmbad sind, müssen wir uns hier abrackern", stöhnt einer von ihnen. „Nur gut, dass die hier keine Treppen haben und die Türen breit genug sind. Sonst wäre die Plackerei noch schlimmer". Drinnen werden sie schon von den neuen Mietern des Hauses erwartet.

Der WeihnachtsmannEs ist eine für viele andere Menschen nicht ganz alltägliche Familie, die da einzieht und mit Nachnamen Sommer heißt. Neben der Mutter Regine und dem Vater Roland zählen drei Kinder und ein Hund dazu. Und diese drei Kinder unterscheiden sich von den anderen, die in der kleinen Straße wohnen. Ein zweijähriges Mädchen namens Jenny hat leuchtendrote Haare. Das zweite Mädchen mit Namen Maja ist neun Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Es ist seit seiner Geburt spastisch behindert und kann nur schlecht verständlich sprechen. Und dann gibt es noch einen Jungen von zehn Jahren, der Tom heißt. Von ihm sagen die Menschen, er sei geistig behindert. Das hört er gar nicht gerne. Lieber ist es ihm, wenn er als Junge mit Lernschwierigkeiten, oder noch besser – wie in Schweden – als Junge mit besonderen Fähigkeiten bezeichnet wird.

Der WeihnachtsmannTom ist eigentlich nicht der richtige Bruder von Jenny und Maja, denn er kam erst vor vier Jahren als „Pflegekind" in die Familie. Doch keiner in der Familie käme auf die Idee, dass er nicht dazugehört; und so ist er einfach der Sohn seiner Eltern und der Bruder seiner Schwestern. Er hat übrigens, wie der Rest der Familie, keine Probleme damit, Maja zu verstehen.

Der WeihnachtsmannUnd dann dürfen wir Rona nicht vergessen, die Labradorhündin, die Maja gehört. Auch Rona ist kein alltäglicher Hund. Sie wurde zum „Behindertenbegleithund" ausgebildet. Sie versteht Maja ebenfalls unproblematisch. Rona kann Türen für Maja öffnen, kann die Haustürklingel betätigen und noch einiges mehr. Außerdem ist sie Majas beste Freundin, obwohl diese sich bisher nicht über einen Mangel an Freundinnen beklagen konnte, denn Maja ist ein lustiges Mädchen, immer zu Streichen aufgelegt.

Der WeihnachtsmannUnd das kleine Wörtchen „bisher" ist ziemlich wichtig, denn dort wo die Familie zuvor gewohnt hat, waren sie nichts Besonderes. Tom und Maja gingen in eine so genannte Regelschule, und Jenny sollte ab dem nächsten Jahr einen integrativen Kindergarten besuchen.

Der WeihnachtsmannDoch dann kam alles anders. Die Familie wohnte in der Stadtwohnung in der ersten Etage. Deshalb musste Maja immer mitsamt ihrem Rollstuhl die Treppen hinauf– und hinab getragen werden. Dazu ist sie mittlerweile zu groß und zu schwer geworden. Ein Aufzug ließ sich nicht einbauen; eine barrierefreie Wohnung, die auch noch groß genug für eine 5-köpfige Familie samt Hund war, nicht finden.

Der WeihnachtsmannDeshalb griffen die Eltern schnell zu, als ihnen das barrierefreie Haus zu einem günstigen Mietpreis angeboten wurde. Das Dumme ist nur, dass Vater Roland jetzt über eine Stunde Fahrtzeit zur Arbeitsstelle - einer Möbelfabrik, in der er als Schreinermeister arbeitet - haben wird. Und die Kinder werden auch nicht mehr in ihre „alte" Schule gehen können. Doch jetzt stehen erst einmal sechs Wochen Sommerferien bevor, Zeit genug sich nach einer geeigneten, integrativen Schule umzuschauen, denn eine „Sonderschule", da sind sich alle einig, kommt nicht in Frage. Vor dem Umzug war keine Zeit dazu, denn das Haus stand leer und sollte schnell wieder vermietet werden. Wenn die Sommers nicht sofort zugegriffen hätten, wäre das Haus an eine andere Familie vermietet worden. Da auch ganz kurzfristig ein Nachmieter für die alte Wohnung gefunden werden konnte, beschloss der Familienrat die Chance zu nutzen. „Alles andere wird sich schon finden, wenn wir erst mal dort wohnen", hatte Mutter Regine zuversichtlich gemeint.

Der WeihnachtsmannUnd nun schleppen also die Männer von der Spedition die Möbel in das Haus. Mit leichtem Lächeln können Vater Roland und Mutter Regine beobachten, wie sich die Gardinen in den Nachbarhäusern bewegen. Besonders schräg gegenüber in der Hausnummer 8 scheinen gleich mehrere Leute zu schauen, wer denn wohl die neuen Nachbarn sein würden. „Denen werden wir einen Antrittsbesuch abstatten, sobald das Wichtigste aufgeräumt ist", meint Mutter Regine. „Dann können unsere Nachbarn sehen, wer die ‚Neuen’ sind. Hier ist es ja nicht so anonym wie in einer größeren Stadt. Hier kennt jeder jeden".

Der WeihnachtsmannNach vier Tagen ist es dann soweit. Die Möbel stehen an Ort und Stelle, die Kleider und der Hausrat haben auch ihren Platz in den Schränken gefunden. „Hier werden wir uns bestimmt wohl fühlen", erklärt Vater Roland. „Viel mehr Platz als in der alten Wohnung, keine Treppen und auch noch einen Garten, in dem die Kinder und Rona toben können. Jetzt müssen wir uns nur noch den Nachbarn vorstellen. Zuerst gehen wir zu denen in der Nummer 8".

Der WeihnachtsmannMit einem Blumenstrauß „bewaffnet" klingeln sie kurze Zeit später an der Haustür, an deren Schild Braun steht. Herr Braun öffnet. „Wir sind die neuen Nachbarn und möchten uns gerne vorstellen", meint Vater Roland. Herr Braun bittet sie ins Wohnzimmer, wo auch seine Frau ist. Sie nimmt den Blumenstrauß entgegen und fordert die Gäste zum Hinsetzen auf. Aber irgendwas kommt den beiden Sommers seltsam vor: die Eheleute Braun lächeln kaum und schauen eher abweisend.

Der WeihnachtsmannRoland Sommer erklärt den Brauns, wer alles zu seiner Familie gehört, schildert kurz warum sie hier her gezogen sind und sagt: „Jetzt müssen wir nur noch schauen, welche Schule die nächstgelegene ist, damit wir unsere Kinder dort anmelden können. Wir hatten vor dem Umzug gar keine Zeit dazu, denn es musste alles so schnell gehen. Nur gut, dass noch Ferien sind".

Der WeihnachtsmannHerr Braun, der zwischenzeitlich berichtete, dass er eine Tochter im Alter von zehn Jahren und einen achtjährigen Sohn hat, meint mit einem abweisenden Gesicht: „Das wird wohl nicht möglich sein. Ich arbeite als Musik- und Englischlehrer an der nächstgelegenen Schule. Und wir nehmen keine Behinderten auf. Erstens haben wir überall Treppen und keine Behindertentoilette. Und außerdem gibt es 25 Kilometer von hier eine Sonderschule, die erst im vergangenen Schuljahr eingeweiht wurde. Da sind Ihre Kinder besser aufgehoben. Wir sind hier auf so was nicht eingerichtet. Die Lehrer kennen sich mit Behinderten nicht aus. Wegen ihrer Kinder könnten wir nicht riskieren, dass der Lehrplan nicht eingehalten wird".

Der WeihnachtsmannVater und Mutter Sommer sind entsetzt: „Wir hatten bisher noch nie Probleme wegen unserer Kinder. Beide hatten einen Integrationshelfer. Niemand an ihrer alten Schule hat sich beschwert, dass unsere Kinder den Unterricht stören oder blockieren. Im Gegenteil". Doch Herr Braun antwortet nur: „Das mag ja sein; aber wir lassen uns an unserer Schule nicht auf solche Experimente ein. Außerdem ist es viel zu teuer, wegen einer einzigen Schülerin eine Behindertentoilette und womöglich auch noch einen Aufzug oder Rampen einzubauen. Da gehen Sie mal lieber zur Sonderschule und melden sie dort an. Einen Fahrdienst gibt es ja auch, der extra für solche Kinder wie Ihre eingerichtet wurde. Ihre kleinste Tochter scheint ja normal zu sein. Die können Sie bei uns anmelden, wenn sie im schulpflichtigen Alter ist".

Der WeihnachtsmannDie Sommers sind schockiert und stehen auf um zu gehen. Beim Herausgehen ruft ihnen Herr Braun noch hinterher: „Ach ja, achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht frei rumläuft und in unseren Garten kommt und dass er nicht rumkläfft. Das ist hier eine ruhige Wohnstraße". Fassungslos kommen die Sommers nach Hause. Mit Neugierde und vielleicht Unkenntnis haben sie gerechnet. Aber einer solchen Ablehnung sind sie noch nie begegnet.

Der WeihnachtsmannSo kommt es, wie es nach dem Verhalten von Herrn Braun kommen muss: Als die Eltern Maja und Tom in der Schule anmelden wollen, stoßen sie auf eisige Ablehnung. Weder freundliche Erklärungen noch die Ankündigung, notfalls über die Schulbehörde die Einschulung durchsetzen zu wollen, helfen. Der Rektor will keine behinderten Schülerinnen und Schüler aufnehmen.

Der WeihnachtsmannDie Eltern haben es zu Hause schwer, Maja und Tom behutsam zu erklären, warum sie im kommenden Schuljahr nicht in die Regelschule gehen können, sondern mit dem Behindertenfahrdienst in die 25 Kilometer entfernte Sonderschule fahren müssen. Die Fahrtzeit wird morgens und nachmittags über eine Stunde dauern, weil unterwegs noch andere Kinder mitgenommen werden. „Aber es nützt doch nichts, wenn wir bis vor das Gericht ziehen müssen, damit unsere Kinder hier in die Schule gehen dürfen. Möglicherweise bekommen sie dann doch nur von den Lehrerinnen und Lehren zu spüren, dass sie nicht willkommen sind. Und bis die Schule barrierefrei umgebaut wäre, hätte das Schuljahr längst begonnen" befürchten die Eltern.

Der WeihnachtsmannNun sind die Ferien vorüber. Maja und Tom werden jeden morgen mit dem Fahrdienst zur Schule und nachmittags nach Hause gebracht. Sie werden mit der Zeit immer ruhiger und verschlossener. „Mir ist so langweilig in der Schule. Was die machen kann ich schon alles". Wie Tom ist sie nach der langen Fahrerei abends zu müde, um noch mit ihrem Elektrorollstuhl raus zu fahren und andere Kinder in der Straße kennen zu lernen. Mit den Kindern der Familie Braun dürfen sie ja nicht spielen. Und so bleibt den Geschwistern meist nur, miteinander und mit Rona zu spielen.

Der WeihnachtsmannSo vergeht einige Zeit. Es ist Mitte Dezember geworden. Morgens, wenn Maja und Tom zur Schule fahren ist es noch dunkel, wenn sie am späten Nachmittag nach Hause kommen ebenfalls. Für die Familie hat sich nicht nur wegen der Schule viel geändert. Die Firma, in der Vater Roland arbeitete, hat ihre Produktion aus Kostengründen ins Ausland verlagert. Outsourcen heißt das wohl auf Neudeutsch. Roland Sommer und seine Kollegen sind arbeitslos.

Der WeihnachtsmannAls die beiden Kinder an diesem Dezembernachmittag nach Hause kommen, sind die Häuser mit den Hausummern 5 und 8 unbeleuchtet, bis auf das kleine Flurlicht in Nummer 5, das durch den Glaseinsatz der Haustür schimmert. Mutter Regine hat Maja und Tom beim  Frühstück erklärt, dass sie am Nachmittag mit Jenny zum Kinderarzt müsse, weil diese ziemlich erkältet sei. „Da kann es sein, dass ihr schon vor mir daheim seid. Ihr wisst ja, beim Arzt kann es immer etwas länger dauern. Aber ihr habt ja den Hausschlüssel. Tom kann aufschließen und Maja aus der Jacke helfen", hat sie gesagt. „Bei Papa wird es heute auch etwas später. Er hat einen Vorstellungstermin bei einer Firma. Vielleicht hat er bald wieder Arbeit".

Der WeihnachtsmannUnd so stehen die beiden Kinder nun auf dem Gehweg und wollen ins Haus gehen bzw. fahren. Doch halt, was ist das? Sie sehen gerade noch, wie ein Schatten hinter der Hausecke von Nummer 8 verschwindet. „Da stimmt doch was nicht", meint Maja aufgeregt zu Tom. „Der hatte doch eine Taschenlampe. Und das Haus ist ganz dunkel". Tom nickt. „Einbrecher?", fragt er. „Ich glaub` auch", flüstert Maja. „Geschieht denen ganz recht. Die wollen nicht, dass wir hier in die Schule gehen. Und mit ihren Kindern spielen dürfen wir auch nicht. Warum sollen wir denen jetzt helfen?" Sie drehen sich um, um ins Haus zu gehen. Plötzlich hält Maja ihren Rollstuhl an. Sie hören leises Scheibenklirren vom Nachbargrundstück. „Ich weiß nicht, die sind zwar ziemlich blöd zu uns. Aber dass wir zuschauen, wie bei denen eingebrochen wird, geht auch nicht. Komm schließ schnell die Haustür auf, damit wir die Polizei anrufen können". Rona rennt - vor Freude laut bellend - im Treppenhaus herum. Sie will ihr Frauchen begrüßen. Maja beruhigt sie: „Sei leise, du verscheuchst sonst den Einbrecher, bevor ihn die Polizei verhaften kann. Freuen kannst du dich nachher noch".

Der WeihnachtsmannDa Maja sich bei Aufregung noch schwerer gezielt bewegen kann, schafft sie es nicht, die Notrufnummer der Polizei zu wählen. Sie erklärt Tom, was er machen muss. Am anderen Ende meldet sich die Dienststelle der Polizei. Maja versucht zu erklären, was passiert ist. Doch der Polizist versteht sie nicht. Aufgeregt wie sie ist, können Fremde sie noch schlechter verstehen als sonst. Sie erklärt Tom, der sie immer versteht, was er dem Polizisten sagen soll.

Der WeihnachtsmannNur wenige Minuten später können sie vom Küchenfenster aus beobachten, dass zwei Polizeiautos angebraust kommen und vor Brauns Haus halten. Plötzlich ist das Nachbarhaus hell erleuchtet. „Jetzt sind die Polizisten drin", meint Maja schaudernd. Tom versteckt sich hinter ihrem Rollstuhl. Und wieder vergehen nur ein paar Minuten, bis ein dunkel gekleideter Mann in Handschellen von zwei Polizisten herausgeführt wird. Sie steigen in eines der beiden Polizeiautos und fahren davon.

Der WeihnachtsmannTom und Maja atmen auf, als sie hören, dass das elektrische Garagentor aufgeht. Die Mutter und Jenny sind nach Hause gekommen. Schnell kommen sie herein gelaufen und fragen was denn los ist. Die Kinder berichten, was geschehen ist. „Ihr seid ja zwei tolle Helden, die alles richtig gemacht haben". Mutter Regine ist überwältigt. Da könnt ihr dem Papa nachher aber was erzählen. Der wird genau so stolz auf euch sein wie ich".

Der WeihnachtsmannAuch die Nachbarn sind zwischenzeitlich nach Hause gekommen. Als sie das hell erleuchtete Haus und das Polizeiauto sehen, rennen sie schnell zur Haustüre. Ein Polizist kommt ihnen entgegen und sie reden aufeinander ein. Dabei zeigt der Polizist mehrfach auf das Haus mit der Nummer 5.

Der WeihnachtsmannEine halbe Stunde später kommt Vater Roland heim. Seine Familie berichtet, was passiert ist. Und während Tom und Maja zum dritten Mal erzählen, wie mutig und wie richtig sie gehandelt haben, klingelt es an der Haustür. Davor stehen Herr und Frau Braun mit ihren Kindern. Sie sehen ziemlich verlegen aus. Vater Roland bittet sie herein ins Wohnzimmer, wo auch die anderen Familienmitglieder sind. Die Brauns setzen sich. Herr Braun traut sich kaum, Maja und Tom anzuschauen. „Wir sind gekommen um uns zu bedanken", meint er. „Ohne euch hätte der Einbrecher wohl das halbe Haus leer geräumt. Er hatte schon einige wertvolle Gegenstände in seinem Rucksack. Sogar die teuere Kamera, die mir meine Frau zu Weihnachten schenken will, war dabei. Wir wissen gar nicht, wie wir uns revanchieren können". „Lassen Sie nur", sagt Maja. „Das hätten wir für jeden anderen auch getan". „Wir lassen uns schon noch was einfallen", erklärt Frau Braun. „Und morgen kommen Sie bitte alle zum Kaffeetrinken zu uns".

Der WeihnachtsmannWieder sind ein paar Tage vergangen. Es ist der heilige Abend. Draußen ist die Dämmerung hereingebrochen, Vater Roland schmückt zusammen mit den Kindern den Weihnachtsbaum. Aus der Küche duftet es nach einem leckeren Gänsebraten. Da klingelt es an der Haustür.

Der Weihnachtsmann„Wer kommt denn um diese Zeit noch zu Besuch", wundert sich Mutter Regine. „Tom mach doch bitte mal auf. Ich muss mir erst noch die Hände waschen. Ich komme gleich", ruft sie ins Wohnzimmer. Einen Moment später führt Tom Herr Braun ins Wohnzimmer. „Ich hoffe, ich störe nicht zu arg. Ich gehe auch gleich wieder. Aber ich wollte noch kurz vorbei schauen und Ihnen unsere Weihnachtsgeschenke bringen". Familie Sommer wundert sich, denn Herr Braun steht mit leeren Händen da.

Der Weihnachtsmann„Nein, was wir Ihnen schenken wollen, kann man nicht anfassen", erklärt er der verdutzten Familie: „Ich habe in den vergangen zwei Wochen in unserer Schule mit dem Rektor und dem Kollegium gesprochen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir Maja und Tom ab dem nächsten Halbjahr in unserer Schule aufnehmen wollen. Auch die Behörde ist einverstanden. Sie können sich also schon mal nach geeigneten Integrationshelfern umschauen. - Ich hatte außerdem mitbekommen, dass Sie Herr Sommer, arbeitslos geworden sind. An unserer Schule wird im Januar eine Hausmeisterstelle frei. Haben Sie nicht Lust, sich zu bewerben? Dann könnten Sie auch gleich anfangen, Rampen für Majas Rollstuhl zu bauen, denn barrierefrei ist unsere Schule natürlich nach der kurzen Zeit noch längst nicht. Und in den Pausen könnten Sie Maja zunächst zuhause zur Toilette bringen, bis wir eine rollstuhlgeeignete eingerichtet haben. Überlegen Sie es sich in Ruhe".

Der Weihnachtsmann„Was gibt es da noch zu überlegen?", fragt Vater Roland. „Ich kann es gar nicht fassen, dass sich unsere Probleme so wunderbar und schnell auflösen sollen. Damit wären wir die größten Sorgen für das nächste Jahr los". Herr Braun dreht sich leise lächelnd um. „Na dann, frohe Weihnachten". „Frohe Weihnachten Ihnen und Ihrer Familie" rufen die ihm die Sommers hinterher.

Der WeihnachtsmannUnd abends unter dem Weihnachtsbaum seufzt Mutter Regine erleichtert auf: „Jetzt habe ich endlich das Gefühl zuhause zu sein. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr". Und niemand in der Familie widerspricht ihr.

Elke Bartz (†)
Weihnachten 2005

Links

Kontakt
login 
 
 
Hilfe
Impressum 

Facebook Gruppe




















All Rights Reserved by ForseA

copyright © StorEdit CMS & Shopsoftware


Banner und Link www.assistenzjobonline.de

copyright 2016 mobile & more gmbh. All rights reserved