Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Trebel, Wendland (13.-19. Juni 2001)

Menschenwürdige und selbstbestimmte Pflege - Tipps und Beratung im Urlaub
Beratungsmöglichkeiten zu praktischen und rechtlichen Fragen der Assistenzorganisation mit Elke Bartz, Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V.

Veranstalter: Institut zur Selbst-Bestimmung Behinderter - ISBB Trebel.

Nähere Informationen, Lothar Sandfort,
Kontakt: Tel. 05848 981565 oder unter www.isbbtrebel.de


Trebel im Wendland - eine ereignisreiche Tourwoche

Bild vom Haus

Das "Gästehaus Nemitzer Heide", das von der Familie Sandfort in Trebel betrieben wird

Das komplett barrierefreie - sowohl für RollstuhlbenutzerInnen als auch für blinde Menschen - Gästehaus in der Nemitzer Heide bot einen angenehmen Rahmen für zwei Veranstaltungen und mehrere Einzelberatungen zwischen dem 13, und 19. Juni. Leider gab es bei der Chatrunde mit Elke Bartz technische Probleme, denn mehrere TeilnehmerInnen, die sich zuvor angekündigt hatten, fanden nicht "den Weg in den Chatraum". Damit sie nicht ohne die gewünschten Informationen bleiben, wurden nachträglich Einzelberatungen angeboten. Ansonsten wurde der Wunsch nach Austausch von Erfahrungen und Infos, insbesondere zum Arbeitgebermodell, laut. Für viele ist es kaum nachvollziehbar, dass in einigen Städten und Landkreisen persönliche Assistenz einfach umzusetzen ist, während in anderen erst der Klageweg bestritten werden muss.

Foto Uwe Frevert und Matthias Rösch

Parallel fand ein Peer Counselor-Abschluss-Lehrgang statt. Die beiden Ausbilder, die "alten" Kämpen der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung Uwe Frevert (fab, Kassel) und Matthias Rösch (ZsL Mainz) tankten in den Pausen solare Energie.

Beim "Beratungscafe" am 17. Juni meldeten sich vor allem zwei in der Altenpflege tätige Frauen zu Wort. Sie schilderten drastisch, welche Zustände in dem Pflegeheim, in dem sie arbeiten bzw. arbeiteten, herrschen. "Wir wollen einfach nicht mehr hinnehmen, dass alte Menschen gerade noch am Leben erhalten werden. Wir waren gezwungen, sie an Bett zu fixieren, damit ihnen nichts passiert, nur weil wir keine Zeit haben, regelmäßig nach ihnen zu sehen. Ich habe es einfach nicht mehr geschafft, nachts für fünfunddreißig schwerstpflegebedürftige, teils demente alte Menschen zuständig zu sein." Eine andere meinte ergänzend auf eine entsprechende Frage: "Ich würde im Alter niemals in ein Pflegeheim gehen. Schließlich weiß ich, wie es dort zu geht. Wir sind heute hier, um zu sehen, ob es nicht Alternativen gibt". In einem sehr intensiven Gespräch wurde den beiden Frauen, die miteinander befreundet sind, klar, wie sie sich ihre berufliche Zukunft vorstellen könnten: Die Schaffung einer Beratungsstelle, die in erster Linie dahingehend berät, wie alte und behinderte Menschen trotz Pflegebedarfs in ihren Wohnungen verbleiben können. Dabei steht das Arbeitgebermodell ganz oben auf der Liste der möglichen Angebote. Entsprechende Schulungsangebote könnten dabei ihr Beratungsangebot ergänzen. Die Frauen betonten, unbedingt mit ForseA in Verbindung bleiben zu wollen.

Etliche Einzelberatungen für assistenznehmende Menschen rundeten das "Trebel-Programm" ab.

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