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Auch Wirksamkeit ist messbar Foto: kalhh In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen HEIDELBERG (kobinet) Der gemeinsame Fachausschuss "Interdisziplinäre Rehabilitationsforschung" der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat ein Positionspapier zur Bewertung der Wirksamkeit von Leistungen zur Teilhabe gemäß SGB IX erarbeitet. Anders als andere Teile des SGB enthält das SGB IX keine ausdrückliche Definition des Begriffes "Wirksamkeit". Außerdem fehlt ein strukturierter Prozess, der beschreibt, wie Wissen zu Wirksamkeit erlangt und wie Wirksamkeit bewertet werden kann. In dem Positionspapier stellt der gemeinsame Forschungsausschuss der DGRW und der DVfR fest: Wirksamkeit ist ein wissenschaftlich-methodisch definiertes und voraussetzungsvolles Konstrukt – was in dieser Lesart im Bereich der Leistungen zur Teilhabe noch selten bekannt sein dürfte. Wirksamkeit ist jedoch entscheidend, um im Einzelfall auf Basis überprüfter Daten handeln und im politischen Diskurs um die Berechtigung und Finanzierung von Teilhabeleistungen argumentieren zu können. Es gilt daher, langfristig mehr Wissen zu wirksamen Leistungen zur Teilhabe aufzubauen.
Jürgen Dusel Foto: Henning Schacht Berlin (kobinet) "Viele Menschen mit Trisomie 21 besuchen eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, doch die Bezahlung ist nicht wertschätzend und die Möglichkeiten, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln, sind sehr begrenzt. Tatsächlich schaffen nur weniger als ein Prozent der Personen, die in einer Werkstatt arbeiten, den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt! Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einige Punkte vereinbart, die die Arbeit in der Werkstatt und die Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern sollen." Diese klaren Worte fand Jürgen Dusel zum World-Down-Syndrom-Tag, der am 21. März 2026 begangen wurde. Er betonte in einem Facebook-Post, dass er genau beobachten werde, ob die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag auch umgesetzt werden.Â
Dennis Sonne am Rednerpult des Landtags von NRW Foto: Dennis Sonne Düsseldorf (kobinet) Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Dennis Sonne (Grüne) begrüßt die erste Lesung des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) im nordrhein-westfälischen Landtag als wichtigen Schritt für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe. "Diskriminierung ist für viele Menschen leider noch immer Realität. Auch behinderte Menschen erfahren Diskriminierung beispielsweise im Bereich Schule und Bildung. Mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz, kurz LADG, setzen wir ein klares Zeichen für Respekt und gleiche Rechte", erklärte Dennis Sonne. Das Gesetz schließt eine bestehende Schutzlücke: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt seit 2006 nicht für das Handeln von Landesbehörden. "Künftig wird auch staatliches Handeln auf Landesebene klaren Antidiskriminierungsregeln unterliegen", so Dennis Sonne.
Bus mit Klapprampe Foto: privat Mannheim (kobinet) Kürzlich erging der Planfeststellungsbeschluss zum barrierefreien Ausbau des ÖPNV-Haltepunktes Duale Hochschule in Neuostheim. Doch was gut klingt, sorgt für viel Unmut bei den Ortsgruppen des Bund für Umwelt und Naturschutz, des Radfahrerverband ADFC und bei der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll der Bahnübergang Feudenheimer Fähre, der zum Gelände des ehemaligen Campingplatzes am Neckar führt, an die Haltestelle verlegt werden. Direkt neben der Haltestelle verläuft der vielbefahrende Neckartalradweg im Naturschutzgebiet, wo 23 Bäume gefällt werden sollen. "Die Verlegung des Bahnübergangs ins Naturschutzgebiet führt dazu, dass viele Anforderungen der Barrierefreiheit wegen des großen Platzbedarfs für den Kfz-Verkehr nicht erfüllt werden können", erläutert Wolfgang Schuy, Vorstand beim BUND Mannheim, heißt es in einer Presseinformation der AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar.
Verena Bentele Foto: VdK Bayern Berlin (kobinet) Die VdK-Präsidentin Verena Bentele hat sich nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zur aktuellen Reformdebatte zu Wort gemeldet: "Nach dem Abschluss der Landtagswahlen sehen einige im Bereich der Sozialpolitik die Zeit für 'harte Einschnitte' gekommen. Klar ist: Reformen sind notwendig. Aber sie müssen das Leben der Menschen spürbar verbessern – durch gerechte, leistungsfähige und leicht zugängliche Systeme sowie weniger Bürokratie. Soziale Absicherung muss dabei verlässlich sein: für alle Menschen, bei Krankheit, Pflege, im Alter und in Krisenzeiten. Wenn von unbequemen Maßnahmen die Rede ist, dürfen diese nicht die breite Bevölkerung treffen, sondern müssen auf den Abbau ungerechter Privilegien zielen – etwa bei Beamten und Privatversicherten. Nur so entstehen gesellschaftlicher Zusammenhalt und neues Vertrauen."
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel Marburg (kobinet) 2023 veranstaltete pro familia Marburg im Rahmen eines Aktion Mensch Projekts ein Flirtseminar. Um das im Seminar Erfahrene und Geübte in der Praxis in einer passenden Atmosphäre ausprobieren und vertiefen zu können, entstand die Idee der "Party für Alle". Seit 2024 wird die "Party für Alle" vierteljährlich gemeinsam vom Kultur- und Freizeitzentrum (KFZ) Marburg und pro familia Marburg von 16:30 Uhr – 21:00 Uhr veranstaltet und mittlerweile von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gefördert und vom Projekt "Marburg Connect – aktiv im Landkreis" unterstützt. Nun wurde das Projekt ausgezeichnet.