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Kobinet Nachrichten

Elterngeld-Reform: Paritätischer begrüßt Anreize für Väter 30 Oct 2026 06:31:06

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Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Der Paritätische Gesamtverband begrüßt die von der Bundesregierung angekündigten Änderungen beim Elterngeld. Wie Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, am 29. Oktober 2026 erklärte, bleibt das Basiselterngeld bei 14 Monaten, wenn beide Elternteile mindestens vier Monate nehmen. Eine zuvor diskutierte Kürzung auf zwölf Monate sei damit vom Tisch. Erstmals seit der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 sollen Mindest- und Höchstbetrag angehoben werden. Das geplante 4-6-4-Modell sieht vier reservierte Monate je Elternteil und sechs frei aufteilbare Monate vor. In den reservierten Monaten sollen künftig 80 statt bisher 65 Prozent des ausfallenden Nettoeinkommens ersetzt werden. Bisher blieben meist Frauen zu Hause, wenn es um Sorgearbeit gehe, und trügen die damit verbundenen Lohneinbußen, so Rock. Mit der höheren Ersatzrate für Väter rechne sich der Weg zu mehr Gleichstellung auch am Küchentisch. Ziel bleibe, dass sich beide Eltern die Zeit nach der Geburt gleichmäßig teilen, sagte Rock. Dafür brauche es zudem eine bezahlte Freistellung für den zweiten Elternteil in den ersten zehn Tagen nach der Geburt. Dann beginne das Familienleben von Anfang an wirklich gemeinsam.

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Kürzung durch die Hintertür 30 Oct 2026 06:21:07

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Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

BERLIN (kobinet)

Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich, dass Eltern nach den Plänen der Bundesregierung auch künftig 14 Monate Elterngeld erhalten können. "Hier auf zwölf Monate zu kürzen, wäre der völlig falsche Weg gewesen", erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch. "Es ist gut, dass die Bundesregierung das eingesehen hat." Allerdings sieht die Diakonie die Gefahr "einer Kürzung durch die Hintertür". Denn der Gesetzesentwurf erhält zwar die 14 Monate, verteilt sie aber neu: sechs flexible Monate und je vier Monate pro Elternteil. Bisher waren es zwölf Monate und zwei Monate für das zweite Elternteil. Das bedeutet: Nimmt nur ein Elternteil seinen Anspruch auf Elternzeit wahr, verkürzt sich die Gesamtdauer auf zehn Monate. "Eine gerechte Aufteilung der Care-Arbeit ist ein wichtiges Ziel. Aber damit entstehen Härten für Familien, in denen der zweite Elternteil seine Monate aus finanziellen Gründen nicht nutzen kann. Die finanzielle Absicherung endet dann bereits mit dem zehnten Lebensmonat des Kindes.

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Willis Nachtrag zu „Umgebracht werden“: Schockverzögerung 30 Oct 2026 06:20:06

Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze
Hans-Willi Weis in nachdenklicher Pose, weiß gekleidet mit weißer Baskenmütze
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet)

Der Schock tritt häufig zeitverzögert ein nach einem schlimmen Erlebnis oder der Nachricht von einem solchen. Als ich jetzt in meiner Kolumne "Umgebracht werden" vom November 2023 noch einmal lese, was ich über meine Tante Annie geschrieben habe, an die ich mich als eine Familienangehörige während meiner Kindheit und Jugend später gern erinnert habe, sagt mir meine Schwester, dass ich ein nicht unwesentliches Detail ihres traurigen Schicksals in der Nazi-Zeit gar nicht erwähnt habe.

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Inklusive Lösung braucht Verbindlichkeit statt Experimente 30 Oct 2026 06:01:06

Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
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Foto: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

DÜSSELDORF (kobinet)

Das Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) sieht statt der versprochenen "Inklusiven Lösung" nur eine freiwillige Testphase ohne festen Zeitplan vor. Für die Bildungsassistenz sind künftig vorrangig Gruppenangebote vorgesehen – individuelle Bedarfe drohen nicht ausreichend gedeckt zu werden. Der bvkm fordert Nachbesserungen und warnt: Inklusion darf kein Sparmodell sein.

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Uwe Heineker kritisiert hochprofessionelle Zementierung und Perfektionierung der Aussonderung 30 Oct 2026 05:51:06

Uwe Heineker
Heineker_Uwe_2026
Foto: privat

Wehrheim (kobinet)

Uwe Heineker engagiert sich schon seit Beginn der 1970er Jahre in der Behindertenbewegung und hat sich vor allem für die Verbesserung der Rechte behinderter Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen und für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt eingesetzt. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führt er u.a. aus, dass er kaum Verbesserungen in all diesen Jahren in diesem Bereich gesehen hat. Vielmehr beobachtet er eine "hochprofessionelle Zementierung und Perfektionierung der Aussonderung". Über seine Einschätzung der Entwicklung angesichts der aktuellen Diskussion über einen Mindestlohn in Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch um sein Buch mit dem Titel "2031 Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruchs" geht es im aktuellen kobinet-Interview mit Uwe Heineker.

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Online-Stammtisch zum Leben mit persönlicher Assistenz 30 Oct 2026 04:11:06

Das akse-Team
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Foto: akse

Berlin (kobinet)

Am 2. November 2026 ist es wieder soweit. Der in Berlin ansässige Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) lädt zum Online-Stammtisch zum Thema persönliche Assistenz für die Zeit von 19:00 und 20.30 Uhr ein. "Wir bieten euch dieses Mal wieder einen offenen Raum für eure Themen rund um die persönliche Assistenz, Personalführung und alles, was euch diesbezüglich bewegt", heißt es in der Ankündigung im Newsletter von akse.

Link zu weiteren Infos und zu den Zugangsdaten auf der Internetseite von akse

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