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Die Visualisierung von Lerninhalten ist ein zentraler Baustein, um komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und interaktives Lernen zu ermöglichen. Was für sehende Menschen mit wenigen Klicks erledigt ist, erfordert für blinde und sehbehinderte Menschen einen erheblich höheren Aufwand. Damit auch sie Grafiken gleichwertig nutzen können, braucht es audio-taktile Formate, die Informationen fühl- und hörbar machen. Das Unternehmen Inventivio GmbH bietet mit dem Tactonom-Reader Flex eine innovative Lösung, die diesen Prozess entscheidend vereinfacht. Das Gerät kombiniert schwellbare (taktile) Grafiken mit einer Kamera- und Audiosystem-Einheit. Beim Berühren der Grafik gibt das Gerät an der berührten Stelle direkt die passenden Erklärungen oder Beschreibungen aus.
Eine regelhafte gemeinschaftliche Leistungserbringung ohne Zustimmung der Leistungsberechtigten und die Ausweitung von pauschalen Geldleistungen sind nach Meinung des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) kategorisch zurückzuweisen, da sie ausschließlich der Kosteneinsparung dienen. "Damit ist eine bedarfsdeckende und personenzentrierte Leistungserbringung massiv in Gefahr und für Menschen mit Behinderungen drohen Leistungskürzungen", so die BSK-Bundesvorsitzende Verena Gotzes.
Diesen September wird der Melbourner Läufer Aadityaa Gupta (Adi) 16.000 km nach Deutschland reisen, um am Berlin-Marathon teilzunehmen. Doch vor dem Renntag wird er eine weitere Herausforderung annehmen – allein durch ein Land zu navigieren, das er noch nie besucht hat, mit einer Sprache, die er nicht spricht, Menschen treffen, die er nicht kennt – und das alles, während er gesetzlich blind ist. "Ich mag blind sein, aber die Dinge, für die ich wirklich blind bin, sind meine Grenzen." Jahrelang kämpfte Adi damit, seine Blindheit zu akzeptieren, und glaubte nicht, dass er das Leben führen könnte, das er wollte. Als sein Sehvermögen nachließ, hörte er auf zu glauben, dass er in seinem Leben unabhängig sein könnte, und gab sein Hobby des Laufens ganz auf. Doch eine zufällige Begegnung mit einem sechsjährigen blinden Mädchen in Kalifornien veränderte Adi's Sicht auf sich selbst völlig, heißt es in einem Pressetext des Australiers.
Ich gehöre keiner fremden Spezies an. Ich komme nicht von einem anderen Planeten. Ich bin auch kein seltenes Tier, das man einmal aus der Nähe gesehen haben sollte.
Trotzdem scheint die Begegnung mit Menschen wie mir etwas zu sein, das organisiert werden muss.
Menschen mit und ohne Behinderung sollen einander "begegnen".
Das Wort begegnet mir immer wieder. In Projekten, Veranstaltungen, Aktionswochen, Freizeitangeboten, Kulturveranstaltungen und irgendwelchen inklusiven Formaten sollen "Begegnungsräume" geschaffen werden. Dort sollen Menschen mit und ohne Behinderung miteinander in Kontakt kommen.
Und diese Begegnungen sollen erstaunlich viel bewirken.
"Das ZSL Köln muss bleiben", unter diesem Motto findet am 2. September 2026 um 15:00 Uhr vor dem Kölner Rathaus am Theo-Burauen-Platz eine Demonstration für den Erhalt der Förderung für das Kölner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) statt. "Das Beratungs- und Informationszentrum, das sich seit fast 40 Jahren der Unterstützung von behinderten Menschen in Köln widmet, steht aufgrund gestrichener Fördergelder vor einer existenziellen Bedrohung. Diese Einsparungen wären ein schwerer Rückschlag nicht nur für die betroffenen Menschen, sondern für die gesamte Gemeinschaft, die auf Verbesserungen in den Bereichen Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe angewiesen ist", heißt es u.a. zur Erläuterung über die Wichtigkeit der Förderung des ZSL Köln durch die Stadt Köln in einer Petition, die bereits über 2.500 Unterstützer*innen hat.
Logo Aktion Mensch e. V. Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Die Aktion Mensch bietet ab dem 1. September 2026 drei neue Förderprogramme an, die Teilhabe ermöglichen, Ausgrenzung entgegenwirken und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken sollen. Gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland können ab sofort Anträge stellen. Die Programme richten sich an Projekte, die inklusive Begegnungen im Alltag, auf dem Arbeitsmarkt oder in der Freizeit fördern.