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Der heute veröffentlichte Streubomben-Monitor 2026 zeigt einen alarmierenden Anstieg der Opferzahlen durch Streumunition im Berichtszeitraum 2025. Von den insgesamt 1.063 Getöteten und Verletzten waren 87 Prozent Zivilistinnen und Zivilisten. Angriffe mit Streumunition wurden durch den Iran, Myanmar, Russland, Thailand und die Ukraine dokumentiert. Die höchste Zahl an Opfern verzeichnete die Ukraine. Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI), die den Monitor mit herausgibt, fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Opfer, Räumung und Gefahrenaufklärung.
Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe
BERLIN (kobinet)
Zum heutigen Tag der pflegenden Angehörigen fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe den Erhalt der Verhinderungspflege. Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Gesundheitsministerin: "Für pflegende Angehörige wäre es eine Katastrophe, wenn durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz die Verhinderungspflege wegfallen würde. Eltern, die ihr Kind mit Unterstützungsbedarf über viele Jahre pflegen, sind auf diese Leistung angewiesen. Die Familien brauchen in ihrem sehr belastenden Alltag auch mal eine Auszeit, in der sie die Pflege in vertrauenswürdige Hände geben können. Sonst bricht das Familiensystem irgendwann zwangsläufig zusammen. Und in der Regel sind es die Mütter, die ihre Berufstätigkeit einschränken und zu Hause die Pflege übernehmen. Daher muss die Verhinderungspflege unbedingt ohne Abstriche erhalten bleiben."
Angesichts der heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse fordert das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder, Kommunen und Schulen auf, einen wesentlich stärkeren Fokus auf die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu legen. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird. Diese Benachteiligung von Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, widerspricht dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Kein Bildungssystem kann langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln von Bund, Ländern und Kommunen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Anlässlich des heutigen bundesweiten Tags der pflegenden Angehörigen fordert der Sozialverband VdK eine deutlich bessere soziale Absicherung für die Millionen Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen – häufig unbezahlt und rund um die Uhr. Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, meist von ihren Angehörigen, so VdK-Präsidentin Verena Bentele.
Die Absichtserklärung wird vorgestellt Foto: LAG WfbM Rheinland-Pfalz e.V.
MAINZ (kobinet)
Die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) Rheinland-Pfalz hat am 7. September 2026 in Ingelheim ihr 50-jähriges Bestehen sowie 20 Jahre Budget für Arbeit gefeiert. An der Veranstaltung nahmen über 400 Menschen teil. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung wollen die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz das Budget für Arbeit deutlich stärken. Ihr gemeinsames Ziel: Sie bündeln ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke und setzen sich dafür ein, vom 1. Januar 2027 bis Ende 2028 170 neue Budget-Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz zu schaffen.
Der Schock sitzt bei vielen, so auch bei behinderten Menschen, nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tief. Um damit umzugehen und nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen, könnte die Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) und des Projekt "Aktiv Teilhabe gestalten" des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 16. und 17. Oktober 2026 in Kassel interessant sein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen". "Wir erleben derzeit, wie ausgrenzende, ableistische und rechte Einstellungen wieder stärker werden. In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskussionen geraten Teilhabe, Selbstbestimmung und Rechte zunehmend unter Druck. Viele Aktivist*innen und Selbstvertreter*innen berichten außerdem von Anfeindungen im Alltag, in sozialen Medien oder bei öffentlichen Events. Mit unserer zweitägigen Veranstaltung wollen wir Raum schaffen, um über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und darüber diskutieren, wie wir uns gegenseitig stärken und solidarisch handeln können", heißt es in der Ankündigung der bundesweiten Veranstaltung, für die die Anmeldung noch möglich ist.