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Beim Rollstuhlbasketball-Turnier in Achim Foto: Frank Scheffka
ACHIM / BREMEN (kobinet)
Mit einem regelmäßigen Rollstuhlbasketball-Training im Bremer Stadtteil Vahr setzt sich der Martinsclub dafür ein, den Breitensport für Menschen mit Behinderung weiter zu öffnen. Aus Bremen, Osnabrück, Münster, Hannover und Hamburg waren die Sportlerinnen und Sportler angereist, um gemeinsam den "Weserpokal" auszuspielen. In gemischten Teams gingen sie in der Sporthalle Am Arenkamp in Achum-Uphusen auf Körbejagd und boten ein tolles Spektakel. "Wir haben spannende Spiele gesehen, es war actionreich und hat großen Spaß gemacht", findet auch Ines Herrmann, die das Rollstuhlbasketball-Angebot beim Martinsclub künftig koordiniert. "Teamgeist, Spaß und ein respektvolles, sportliches Miteinander waren allgegenwärtig. Es ging trotz sportlichem Ehrgeiz nicht ums Gewinnen, sondern um den gemeinsamen Spaß an der Sache – so soll es sein!" Ermöglicht wurde das Turnier durch eine Kooperation zwischen dem Martinsclub und dem TSV Achim sowie durch eine private Spende. "Vielen Dank an alle Sportlerinnen und Sportler sowie an alle, die mitgeholfen haben, das Turnier organisatorisch und finanziell auf die Beine zu stellen", ergänzt Herrmann.
"Die Menschenrechte, auch, wenn sie immer ein westlich dominiertes Projekt waren, immer auch in Kontext von Kolonialismus und Imperialismus, missbraucht und instrumentalisiert worden sind, haben doch die Menschheit vorangebracht. Sie kodifizieren die Idee des Humanismus. Und, dass sich hierauf fast alle Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen geeinigt haben, ist humanistischer Fortschritt. Aber Inklusion im Kontext von Menschenrechten gedacht, ist die einzige Hoffnung. Etwas Besseres haben wir noch nicht gefunden. Inklusion ist ein Bestandteil der Menschenrechte, insbesondere durch die UN-Behindertenrechtskonvention geworden. Und das ist ja auch das großartige an der UN- Behindertenrechtskonvention: Dass sie die Menschenrechte modernisiert hat." Dieses Zitat von Prof. Theresia Degener wird in der Ankündigung des Interviews, das Wibke Roth vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL.NRW) mit der renommierten Juristen in der Reihe Fensterblick geführt hat.
Bei den Sportivationstage 2026 emngagiert dabei Foto: BSN / Volker Minkus
HANNOVER (kobinet)
Die Sportivationstage des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN) standen erneut im Zeichen von Bewegung, Begegnung und gemeinsamer Freude am Sport. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowie Kinder ohne Behinderung kamen zusammen, um abwechslungsreiche und besondere Sportfeste in Aurich, Braunschweig, Hannover, Holzminden, Lingen, Osnabrück, Osterode am Harz, Rotenburg/Wümme und in Sandkrug zu erleben. Ein wichtiger Bestandteil war die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens.
Zeichnung eines Mannes mit dunkler Brille, neben sich einen Führhund mit Geschirr Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet)
"'Der Hund darf hier nicht rein' - diesen Satz kennen viele Führhundhaltende. Doch für Assistenzhunde gelten gesetzlich geregelte Zutrittsrechte. In der neuen Folge von 'Fell und Führbügel', dem Führhunde-Podcast des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), erklärt Experte Johannes Sperling, wo der Zutritt mit Assistenzhund erlaubt ist, welche Ausnahmen es gibt und wie Führhundhaltende reagieren können, wenn ihnen der Zutritt verweigert wird. Gemeinsam mit Moderatorin Lisa Mümmler gibt er außerdem Tipps für den Umgang mit Konfliktsituationen", wie es vonseiten des DBSV in der Ankündigung des Podcast heißt.
Link zur neuen Folge des Podcast "Fell und Führbügel":
Frauen des Netzwerks auf den Plätzen im Landeshaus Münster Foto: Nena Aichholzer
MÜNSTER (kobinet)
Trotz Erkältungswelle, Streckensperrungen und Sturmschäden kamen am 24. Oktober fast 30 Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen aus ganz Nordrhein-Westfalen im Landeshaus in Münster zusammen. Im Sitzungssaal der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe nutzten sie das Redepult und die Mikrofone, um eigene politische Anliegen vorzutragen. Unter dem Motto "Wir machen politische Räume zu unseren!" erprobten die Teilnehmerinnen, wie es sich anfühlt, in einem großen politischen Gremium selbst das Wort zu ergreifen. Ein Höhepunkt des Plenums war das offene Mikrofon am Redepult. Viele Frauen nutzten die Möglichkeit, in bis zu drei Minuten ihre Themen zu benennen. Dazu gehörten Forderungen nach mehr Aktivität vor der anstehenden Landtagswahl, mehr Respekt in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, fehlende barrierefreie frauenärztliche Praxen in NRW sowie die Idee, Barrieren in den eigenen Stadtvierteln sichtbar zu machen und abzubauen.
"Ich find das so furchtbar, ich bin gefangen in einem System, in bin Beschäftigte in so ner Werkstatt, ich bin gefangen, ich verstehe, was da abgeht, ich verstehe, dass ich ausgenutzt werde, wie ich ausgebeutet werde. (...) Wenn du einmal in so einer Werkstatt drinnen bist, kommst du meistens gar nicht mehr raus, weil der erste Arbeitsmarkt einen nicht mehr haben will. Und das ist die bittere Realität. Mein Fall ist sogar noch so furchtbar, ich kriege 200 Euro im Monat ausgezahlt. Das ist alles, was ich bekomme. Ich kriege keine Grundsicherung, keine Rente, weil dieses System so aufgebaut ist, dass ich von meinem Ehemann abhängig bin finanziell, weil er noch nicht behindert ist, im Gesundheitswesen arbeitet, knapp über Mindestlohn und mich versorgen muss. Das ist widerlich, das fühlt sich schrecklich an ..." So hat Sophie ihre Situation emotional sichtlich bewegt in der Sendung Die 12 - rbb Bürgerrat mit der Frage "Inklusion in Berlin & Brandenburg gescheitert" geschildert. Die knapp einstündige Fernsehsendung kann in der Mediathek nachgeschaut werden.