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Kobinet Nachrichten

Baden-Württemberg führt Vorabquote für das Medizinstudium ein 27 Feb 2026 09:14:18

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) In Baden-Württemberg wird ab dem Wintersemester 2026/2027 eine neue Vorabquote für das Medizinstudium eingeführt. Grundlage ist das neue Gesundheitsdienst-Fachkräftegesetz. Ziel ist es, mehr Ärztinnen und Ärzte für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu gewinnen und so die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern. Gesundheitsminister Manne Lucha betonte in diesem Zusammenhang in Stuttgart: "Mit der ÖGD-Vorabquote möchten wir engagierte Nachwuchskräfte gewinnen. So stellen wir sicher, dass auch in Zukunft ausreichend Fachärztinnen und Fachärzte in den Gesundheitsämtern tätig sind." Über die neue Vorabquote werden in den kommenden fünf Jahren jeweils zehn Medizinstudienplätze pro Jahr vergeben. Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/2027 startet voraussichtlich Anfang April 2026. Bewerben können sich Interessierte mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich verpflichten, nach dem Studium eine Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen zu durchlaufen und danach mindestens zehn Jahre im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten. Die Auswahl erfolgt unabhängig von der Abiturnote. Stattdessen stehen persönliche Eignung und Motivation im Mittelpunkt.

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ABiD warnt vor gravierenden Schwächen im Entwurf zur Novellierung des BGG 27 Feb 2026 09:09:31

Logo des ABiD
ABiD Logo
Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) warnt vor gravierenden Schwächen des im vom Bundeskabinett am 11. Februar 2026 beschlossenen Entwurfes zur Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Zwar enthält der Gesetzentwurf nach Einschätzung dieses Verbandes einzelne Verbesserungen, doch eine zentrale Regelung in Paragraph 7 Absatz 3 Nummer 3 droht den Diskriminierungsschutz erheblich zu schwächen.

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Barrierefreiheit: Zeit zum Handeln ist Jetzt 27 Feb 2026 06:35:03

Sharepic von Raul Krauthausen zur BGG-Reform als Etikettenschwindel
Sharepic von Raul Krauthausen zur BGG-Reform als Etikettenschwindel
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) "Die Zeit zum Handeln ist JETZT", so titelt Raul Krauthausen seine aktuelle Ausgabe seines wöchentlich erscheinenden Newsletters. Mit dieser Ansage bezieht sich Raul Krauthausen auf die derzeit anstehende Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), mit der eigentlich vor allem mehr Barrierefreiheit bei Angeboten von privaten Anbietern von Dienstleistungen und Produkten erreicht werden sollte. Eigentlich, denn der nun zur Beratung im Bundestag anstehende Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht weitreichende Ausnahmen für Unternehmen bei der Schaffung von Barrierefreiheit und auch bei angemessenen Vorkehrungen vor. "Anlass zum Protest gibt uns auch weiterhin die BGG-Reform (Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen). Das Netzwerk Artikel 3 spricht sehr richtig von einem "Freibrief für Diskriminierung", auch die Grünen üben deutliche Kritik an dem Entwurf. Die zentralen Argumente und was Ihr tun könnt, um diesen Freibrief im parlamentarischen Verfahren noch zu stoppen, hat René Schaar hier zusammengefasst", schreibt Raul Krauthausen in seinem aktuellen Newsletter.

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Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion: Liga Selbstvertretung lädt zu Buchlesung mit Ottmar Miles-Paul ein 27 Feb 2026 06:31:08

Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion
Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion"
Foto: Olivia Vieweg

Erfurt (kobinet) Für den 6. März 2026 von 12:00 bis 14:00 Uhr lädt die Liga Selbstvertretung Thüringen zu einer Lesung aus dem neuen Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel "Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion" nach Erfurt und online ein. Die von Nancy Frind von der Liga Selbstvertretung Thüringen organisierte Lesung mit Diskussion findet im Rahmen eines Treffens von Frauenbeauftragten in Werkstätten und Wohneinrichtungen, Bewohner*innenbeiräten und Werkstattbeiräten statt. Anmeldeschluss ist am 4. März 2026 per Mail an frind@selbstvertretung-thueringen.de. Mit dabei ist auch Barbara Vieweg, die nicht nur über viele Erfahrungen in Sachen Inklusion verfügt, sondern als Leseassistentin von Ottmar Miles-Paul fungiert.

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Neues Bedarfsermittlungsinstrument B.E.Ni 4.0 startet in Niedersachsen 27 Feb 2026 05:51:13

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Hannover (kobinet) Während die Kostenträger der Eingliederungshilfe nicht müde werden, steigende Kosten und den bürokratischen Aufwand unter anderem auch bei der individuellen Bedarfsermittlung zu kritisieren, gibt es keine Anzeichen, dass zum Beispiel die Bedarfsermittlungsinstrumente der verschiedenen Träger vereinheitlicht werden. In Niedersachsen wurde nun ein überarbeitetes Bedarfsermittlungsinstrument vorgestellt. "Das Land Niedersachsen geht einen wichtigen Schritt für mehr Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen: Ab Februar 2026 wird die neue Version des Bedarfsermittlungsinstruments Niedersachsen, kurz B.E.Ni 4.0, landesweit bereitgestellt. Mit dieser Weiterentwicklung wird das Verfahren zur Ermittlung des individuellen Unterstützungsbedarfs und zur Planung passender Hilfen deutlich vereinfacht und übersichtlicher gestaltet. Die Kommunen erhalten die Möglichkeit, die neuen Bögen zunächst freiwillig zu nutzen." Darauf hat das niedersächsische Sozialministerium hingewiesen.

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Gender Pay Gap in Werkstätten: Weder Inklusion noch gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit 27 Feb 2026 05:36:56

Martina Puschke
Martina Puschke 2022
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Heute, am 27. Februar 2026, ist der diesjährige Equal Pay Day. Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz weist erneut darauf hin, dass auch in WfbM (Werkstätten für behinderte Menschen) eine Lohnlücke zwischen den Geschlechtern besteht und fordert die Verantwortlichen auf, diese endlich zu schließen. "Bereits 2010 hat das Weibernetz auf diese gleichstellungspolitische Diskriminierung aufmerksam gemacht. Seither hat sich nichts verändert", schildert Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz die Situation und ergänzt: "Frauen erhalten in WfbM etwa 7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, diversgeschlechtliche Personen sogar etwa 21 Prozent weniger. Ganz abgesehen davon, dass das Entgelt in WfbM sowieso viel zu gering ist und wir einen inklusiven Arbeitsmarkt mit gleichen Chancen für alle brauchen, ist das ein gleichstellungspolitisches Armutszeugnis!"

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