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Einblick in die Registratur der Hauptverwaltung Kassel Foto: Krauss /LWV
MÜNSTER (kobinet)
Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen hat sich am 24. September 2026 erneut am bundesweiten Aktionstag "Schichtwechsel" beteiligt. Im Mittelpunkt stand der Arbeitsplatztausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, um Inklusion auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Sieben Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) wechselten für einen Tag in die LWV-Verwaltungen: drei in die Hauptverwaltung in Kassel, je zwei in die Regionalverwaltungen in Darmstadt und Wiesbaden. Dort erhielten sie Einblicke in Arbeitsbereiche wie die Digitalisierung der Tagespost, die Registratur, den Hausdienst oder den Empfang. Im Gegenzug arbeiteten 13 LWV-Beschäftigte in den Werkstätten ihrer Tauschpartner: in der Hephata Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, im Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg, bei der BWMK gGmbH und im Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) in Wiesbaden.
Daniel Goral im Wettkampf Foto: Dominik Tuerk / DBS
FRECHEN (kobinet)
Sechs Wochen ist es her, dass die deutsche Para Judo-Nationalmannschaft bei den Heim-Europameisterschaften in Heidelberg kämpfte und dabei über zweimal Silber und einmal Bronze jubelte. Mit Isabell Thal und Daniel Goral gehören die beiden EM-Silbermedaillengewinner zum vierköpfigen deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 27. September im georgischen Tbilisi stattfinden. Die Entwicklung ihrer Athletinnen und Athleten stimmt sie sehr zuversichtlich. Isabell Thal und Daniel Goral haben inzwischen schon mehrfach bewiesen, dass sie zur Weltspitze in ihren Startklassen gehören.
Die saarländische Landesregierung führt zum 1. Januar 2028 die pauschale Beihilfe ein. Damit übernimmt der Dienstherr künftig einen 50-prozentigen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen für gesetzlich versicherte Beamte. Der VdK Saarland bewertet die Neuregelung als sozialpolitischen Erfolg. Besonders profitieren sollen chronisch kranke Beamte und Beamte mit Behinderungen, die bisher den doppelten Krankenversicherungsbeitrag allein tragen mussten, sofern sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen keine bezahlbare private Absicherung erhalten hatten. "Unser langer Atem und das dicke Bretterbohren haben sich ausgezahlt. Wir haben nicht lockergelassen, die Stimme für diejenigen zu erheben, die im einfachen und mittleren Dienst unter enormen finanziellen Mehrbelastungen leiden und selbst keine Lobby haben", sagte Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland. Die Einführung der pauschalen Beihilfe sei "ein echter Sieg für die soziale Gerechtigkeit im Saarland".
Nachdem der Gesetzentwurf diese Woche in Erster Lesung im Bundestag debattiert wurde, geht es nun mit dem Thema von ärzlichen Zwangsmaßnahmen im Rahmen des Betreuungsrechts schnell voran. Bereits für den 7. Oktober 2026 ist von 14:00 bis 16:00 Uhr eine Anhörung zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht angesetzt. Die Sitzung ist öffentlich und wird auf www.bundestag.de übertragen. Wer vor Ort im Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal 2.600, in Berlin an der Anhörung teilnehmen möchte, kann sich bis zum 5. Oktober 2026 anmelden.
Der Sozialverband VdK lehnt die von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann geplante Kürzung der Kinderkrankentage ab. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt, die Maßnahme treffe insbesondere Frauen, die bereits rund 73 Prozent der Kinderkrankentage übernehmen. Eine Einschränkung dieser Möglichkeit führe zu einer ungleichen Belastung, da Frauen häufiger unbezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung nehmen müssten und damit auf Einkommen und finanzielle Sicherheit verzichteten. Für berufstätige Alleinerziehende sei die Kürzung um zehn Tage ein besonders schwerer Schlag, da sie die Betreuung allein organisieren und gleichzeitig ihren Arbeitsplatz sichern müssten, so Bentele. Dies stehe im Widerspruch zum Ziel, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, möglicherweise sogar in Vollzeit. "Wer mehr Erwerbsarbeit von Frauen fordert, darf nicht gleichzeitig an der Absicherung unbezahlter Sorgearbeit sparen", betonte die VdK-Präsidentin. Zudem drohe die Bundesregierung, Einsparungen zu Lasten von Familien und insbesondere auf dem Rücken von Frauen vorzunehmen, wie bei anderen Kürzungsvorhaben auch.