Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Auf dem Weg zur Barrierefreiheit gibt es auch praktische Hilfe 27 Jun 2026 05:00:05

Vorraum zum Eingang eines Rathauses mit barrierefrei bedienbaren digitalen Informationsbildschirmen
Barrierefreie Selbstbedienungsstation
Foto: Werkstation GmbH

BESIGHEIM-OTTMARSHEIM (kobinet) Auch mit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) stehen viele Hersteller, Betreiber, Kommunen und Beschaffungsstellen vor der Herausforderung, die gesetzlichen Anforderungen in konkrete technische Lösungen zu übersetzen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass Gesetze und Normen zwar die Schutzziele beschreiben, konkrete Vorgaben für die Umsetzung bei Kioskterminals, Informationsstelen und vergleichbaren Self-Service-Systemen aber oftmals fehlen oder für Menschen, die nicht von möglichen Barrieren betroffen werden, nur schwer nachvollziehbar sind. Während für Software, Webseiten und digitale Inhalte etablierte Standards und Prüfverfahren existieren, werden Anforderungen an die physische Gestaltung und Bedienbarkeit von Kioskterminals, Informationsstelen und Self-Service-Systemen häufig nur allgemein beschrieben. Hier helfen dann Unternehmen wie die Werkstation GmbH. Sie beschreibt in ihren Materialien auch Bedienhöhen, Greifräume, Bewegungsflächen, Orientierung, taktile Bedienkonzepte, Audioausgabe, Mehrkanalbedienung sowie die praktische Prüfung und Bewertung der Barrierefreiheit. "Barrierefreiheit darf nicht daran scheitern, dass Anforderungen zwar formuliert sind, ihre technische Umsetzung jedoch Interpretationsspielräume offenlässt." so Geschäftsführer Frank Nägele.

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JUMP – Junge Menschen mit Perspektive: Selbstbestimmt Leben mit Behinderung 27 Jun 2026 04:20:04

Gruppenbild vom Mainzer Projekt JUMP
Gruppenbild vom Mainzer Projekt JUMP
Foto: JUMP

Mainz (kobinet) "JUMP - Junge Menschen mit Perspektive: Selbstbestimmt Leben mit Behinderung", so lautet der Titel eines Projekts des Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) von jungen Menschen mit Behinderungen zwischen 14 und 27 Jahren. Es bietet einen geschützten Raum, in dem sie Gemeinschaft erleben, Selbstvertrauen entwickeln und lernen können, ihren eigenen Weg zu gehen. Bei unseren Treffen wird gemeinsam gelacht, diskutiert, gespielt und Neues entdeckt. Die Gruppe entscheidet selbst, was sie erleben möchte: Workshops zum Umgang mit der eigenen Behinderung, inklusive Selbstverteidigungskurse, Ausflüge ins Theater oder in den Landtag – oder einfach gemeinsame Nachmittage zum Reden, Essen und Zusammensein. Was für viele selbstverständlich klingt, ist für unsere Teilnehmenden oft etwas Besonderes: Zum ersten Mal ohne Eltern an Aktivitäten teilnehmen. Eigene Entscheidungen treffen. Sich ausprobieren. Ernst genommen werden", heißt es u.a. vonseiten des ZSL Mainz.

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Teilhabe braucht Verlässlichkeit 26 Jun 2026 05:00:13

Logo: LWV Hessen
LWV Hessen
Foto: LWV Hessen

KASSEL (kobinet) Die Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen hat die Eckwerte für das Haushaltsjahr 2027 beschlossen. Die Eckwerte schaffen frühzeitig Transparenz für die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte als Träger des LWV und geben Orientierung für deren eigene Haushaltsplanungen. Gleichzeitig machen sie aber deutlich, dass die finanzielle Dynamik in der Eingliederungshilfe eine Größenordnung erreicht, die durch die kommunale Ebene allein zunehmend nicht mehr aufgefangen werden kann. Die Eckwerte sehen für 2027 Gesamtaufwendungen von voraussichtlich 2,91 Milliarden Euro und damit einen Mehrbedarf von 247,5 Mio. Euro gegenüber dem laufenden Jahr vor. Das bedeutet, dass die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte im kommenden Jahr planungsgemäß rund 2,34 Milliarden Euro für den LWV aufbringen müssten.

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Werkzeugkasten für digitale Barrierefreiheit kann weiterhelfen 26 Jun 2026 05:00:04

Im Zentrum ein Computer mit angedeuteten Verbindungen zu sozialen Netzen
Alles digital vernetzt
Foto: Pixabay/lakexyde

BERLIN / WETTER (kobinet) Mit einem umfangreichen Werkzeugkasten auf der Website toolbox-barrierefrei.de bieten die Bundesfachstelle Barrierefreiheit und das Kompetenzzentrum Barrierefreiheit Volmarstein (KBV) ab sofort allen Interessierten Unterstützung dabei, ihre Websites, Apps oder Software barrierefrei zu gestalten. Für Unternehmen ist damit zum Stichtag "Ein Jahr Barrierefreiheitsstärkungsgesetz" (28. Juni) eine Plattform geschaffen, die mit einer Sammlung von hilfreichen Tools bei der verpflichtenden oder der freiwilligen Umsetzung digitaler Barrierefreiheit unterstützt. Die Toolbox digitale Barrierefreiheit informiert mit Leitfäden, Hintergrundwissen und Erklärvideos rund um das Thema digitale Barrierefreiheit und gibt mit Prüf-Tools, Apps und Lernvideos praktische Tipps zur barrierefreien Gestaltung.

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Pflege sichert nicht nur Versorgung – sie ermöglicht Familienleben, Selbstbestimmung und Teilhabe 26 Jun 2026 04:40:04

Logo bbe e.V.
Logo bbe e.V. 300 px
Foto: bbe e.V.

Hannover (kobinet) "Seit 1999 sind wir die Selbstvertretung von Müttern und Vätern mit verschiedenen Behinderungen in Deutschland und bringen uns seit dieser Zeit in die Diskussion um den Schutz für unsere Kinder ein. Wir als Eltern mit Behinderung können und wollen die Verantwortung für unsere Kinder selbst tragen. Wir wollen dafür sorgen, dass sie altersgerecht aufwachsen können. Unsere minderjährigen Kinder sollen nicht unsere Pflege übernehmen müssen, weil wir diese nicht anders absichern können. Dementsprechend besorgt sind wir über den aktuellen Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG). Familien, in denen mindestens ein Elternteil pflegebedürftig ist, sind in großem Maß davon abhängig, Pflege und Verhinderungspflege selbst, mit den entsprechenden vertrauten Personen zu organisieren. Dies schützt unsere minderjährigen Kinder davor, Pflegeaufgaben für ihre Eltern übernehmen zu müssen. Die geplanten Sparmaßnahmen stellen diese wichtige Leistung zum Schutz unserer Kinder aber wieder in Frage." So heißt es vonseiten des Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) im Hinblick auf dessen Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Pflegeneuordnungsgesetzes.

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Liebeserklärung an „mein Amerika“, das nach 250 Jahren untergeht 26 Jun 2026 04:19:03

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Erinnerunges eines erblindeten Amerikaliebhabers in kobinet "Storytelling"
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Den reichen Onkel in Amerika gab es in unserer Familie nicht. Bloß eine Taufpatin, die schon bald nach meiner Taufe frisch vermählt mit ihrem amerikanischen Mann, einem Angehörigen der Besatzungsstreitkräfte und mithin eine damals nicht gern gesehene und im Grunde missbilligte Verbindung, in "die Staaten" übersiedelte. Sie war eine Cousine meines Vaters, hieß Ilse und zu Gesicht bekam ich von ihr nur, was meine Eltern mir an Geburtstagen oder zu Weihnachten in Geschenkpapier gewickelt mit den Worten "und das ist noch von Ilse" aushändigte. Meine Schwester hat Ilse später einmal in den USA, ihrem Haus in Alaska besucht und mir ihre leibhafte Existenz bestätigt. – Dass sich mit diesen beiden kargen Daten (zwar kein reicher Onkel in Amerika, aber immerhin eine von dort gelegentlich Kinderspielzeug schickende Patentante) keineswegs meine nachgeburtlichen frühkindlichen Bezüge zu Amerika erschöpfen, damit beginnt meine nun folgende "Liebeserklärung an Amerika" (die auf kobinet erstmals im Sommer vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2024 zu lesen war).

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