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Menschenrechtsversprechen unter Vorbehalt? Foto: Ralph Milewski / KI BERLIN (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe legt heute, einen Tag vor der parlamentarischen Sommerpause, ihre Bewertung zu den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und des Bundeskanzlers vom 25. Juni sowie des Bundessozialministeriums und der Sozialministerkonferenz vom 12. Juni 2026 vor. Diese haben weitreichende Reformvorschläge zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sowie zur Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. "Alle Reformen müssen sich daran orientieren, was in der UN-Behindertenrechtskonvention und im Grundgesetz für Deutschland verbindlich festgelegt ist.", erläutert Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. "Es geht hierbei auch um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, zum Beispiel wenn Wohnplätze einfach zugewiesen werden sollen. Daher ist es dringend nötig, Menschen mit Behinderung und ihre Verbände in den weiteren Prozess einzubeziehen."
Emoji Inklusion Foto: Aktion Mensch DÜSSELDORF (kobinet) Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Inklusionspreis 2026 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Der Preis zeichnet Projekte, Initiativen oder Organisationen aus Nordrhein-Westfalen aus, die zeigen, wie das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gut und vorbildlich gelingen kann. Der Bewerbungsschluss ist am 28. August 2026. Die Preise werden in den Kategorien "Inklusion und Arbeit", "Inklusion und Sport" und "Inklusion und Gesellschaft" vergeben. Der 1. Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, der 2. mit 5.000 Euro und der 3. mit 4.000 Euro. Eine Jury, deren Mitglieder die preisvergebenden Organisationen sowie ein breites Spektrum des täglichen Lebens von der Selbstvertretung über Medien, Forschung, Politik bis hin zur Wirtschaft vertreten, entscheidet über die Preisvergabe. Darüber hinaus hat die Nordrhein-Westfalen-Stiftung den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis "Heimat ohne Hindernisse" ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 4. November 2026 statt. Weiterführende Informationen zum Inklusionspreis, den Preiskategorien und zur Online-Bewerbung gibt es auf dieser Internetseite.
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3 Foto: NW3, Michael Möller BERLIN (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und das Land Hessen haben eine Vereinbarung für gerechte Teilhabe und gegen Diskriminierung unterzeichnet. Hessen ist das zehnte Land, das gemeinsam mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung ein stärkeres Engagement gegen Benachteiligung vereinbart hat. Mit der Vereinbarung erklären sich beide Seiten dazu bereit, das gemeinsame Vorgehen gegen Diskriminierung zu stärken. Das Land macht es sich künftig verstärkt zur Aufgabe, die zivilgesellschaftliche Beratung vor Ort zu stärken. Um Erfolge transparent zu machen, veröffentlichen die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und die Länder künftig pro Legislatur einen gemeinsamen Bericht über die Entwicklung der Antidiskriminierungsberatung in Deutschland.
Logoi des Hessischen Koordinationsbüros Frauen mit Behinderung Foto: HKFB FRANKFURT (kobinet) In Hessen leben rund 300.000 Frauen mit Behinderung, deren Lebensbedingungen sich, trotz eines in vielen Bereichen verbesserten Umfelds, oft von denen nichtbehinderter Frauen unterscheiden – aber auch von denen behinderter Männer. Das Hessische Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderungen (HKFB), das sich in Trägerschaft des Paritätischen Hessen befindet, setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Situation dieser Frauen ein. Die Hessische Landesregierung unterstützt daher auch die Arbeit des HKFB. Staatssekretärin Manuela Strube hat dem Büro am Dienstag in Frankfurt einen Zuwendungsbescheid über rund 90.000 Euro für das Jahr 2026 übergeben. "Das Koordinationsbüro leistet seit mehr als 30 Jahren wertvolle Arbeit für Frauen mit Behinderung. Das ist so wichtig wie wertvoll – für die Betroffenen, die Hilfe erfahren, aber auch im Sinne einer offenen, vielfältigen Gesellschaft, die Teilhabe ermöglicht. Deshalb freue ich mich, dass wir die Tätigkeit des HKFB weiter unterstützen können", sagte Strube.
Team D Award Foto: DBS FRECHEN (kobinet) Nach der Premiere 2022 verleihen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr zum dritten Mal die Team D Awards. Mit den Awards werden Athlet*innen ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. Dabei werden sowohl sportliche Leistungen als auch das Auftreten der Athletinnen und Athleten abseits des Wettkampfes berücksichtigt. Ab sofort können Fans und Mitglieder von Team D und Team D Paralympics noch bis zum 15. Juli in einer öffentlichen Wahl auf den Websites der Teams abstimmen. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt am 24. Juli im Rahmen eines Team D Abends in Hannover.
Wappen Niedersachsen Foto: Gemeinfrei, public domain Hannover (kobinet) Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat vor kurzem gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion im Arbeitsleben vorgestellt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken und bestehende Hürden weiter abzubauen. Denn trotz des Fachkräftemangels sind im Juni 2026 allein in Niedersachsen etwa 15.800 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig belegen Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass sie auch bei geeigneter Qualifikation noch immer deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Menschen ohne Behinderung.