Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Reformen nicht auf Kosten von Familien und Kindern 19 Feb 2026 15:38:39

Familie mit zwei Kindern und einem Hund am Strand
Familie am Strand
Foto: chillla70 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Ein breites Bündnis aus 38 Organisationen und Verbänden wendet sich in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Fraktionen der Union und SPD im Bundestag. Die Unterzeichnenden fordern geplante Verschärfungen bei der Reform der Grundsicherung (SGB II) zurückzunehmen, die insbesondere Familien mit Kindern treffen. Die Reform verfehle ihr Ziel, Vertrauen zu stärken und Erwerbsintegration zu fördern, kritisieren die Verbände. Stattdessen erhöhe sie den Druck dort, wo er nur begrenzte Wirkung entfalten könne, und verschärfe die Situation von Menschen mit Betreuungsverantwortung. Besonders problematisch seien Sanktionen, die ganze Haushalte belasten, sowie die Verschärfung bei den Wohnkosten und unrealistische Zumutbarkeitsregelungen bei der Erwerbsaufnahme für Eltern von Kleinkindern.

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Menschen haben Angst vor sozialem Abstieg 19 Feb 2026 15:34:44

Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen
Foto: Pixabay/anaterate

NANNOVER (kobinet) eine repräsentative Umfrage, die der Sozialverband Deutschland (SoVD) beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben hat, zeigt, dass viele Menschen in Niedersachsen Angst vor einem sozialen Abstieg haben. Angesichts der Zahlen fordert der Verband von der Landespolitik schnelle Maßnahmen unter anderem in den Bereichen bezahlbarer Wohnraum und Bekämpfung von Niedriglöhnen, um den niedersächsischen Bürgern wieder bessere Zukunftsaussichten zu ermöglichen. Steigende Mieten, hohe Lebenshaltungskosten und schlechte Arbeitsbedingungen – all das führt bei den Menschen in Niedersachsen zu Zukunftsangst. Über 35 Prozent der Befragten der SoVD-Umfrage blickt mit Sorge auf das Jahr 2026 und fürchtet, weniger Geld zur Verfügung zu haben und weniger am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Besonders Jüngere, Familien und Arbeiterinnen sowie Arbeiter haben demnach Angst vor einem sozialen Abstieg.

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Niedersächsisches BGG in Leichter Sprache 19 Feb 2026 15:28:34

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

HANNOVER (kobinet) Damit insbesondere Menschen mit Behinderungen ihre Rechte besser verstehen können, steht das Niedersächsische Behindertengleichstellungsgesetz (NBGG) ab sofort auch in Leichter Sprache zur Verfügung. Dazu hat das Sozialministerium eine 30-seitige Broschüre veröffentlicht, welche die wesentlichen Inhalte des Gesetzes leicht verständlich erklärt. Das NBGG gilt für alle öffentlichen Stellen in Niedersachsen wie Ministerien oder Kommunen und regelt unter anderem das Benachteiligungsverbot, das Recht auf barrierefreie Kommunikation, die digitale Barrierefreiheit von Webseiten und Apps sowie die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen auf kommunaler und auf Landesebene. Die Fassung des NBGG in Leichter Sprache steht ab sofort auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung zum Download zur Verfügung und kann bald auch als gedruckte Publikation kostenfrei bestellt werden.

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Gutes Krummsein, schlechtes Krummsein 19 Feb 2026 11:55:11

Mehrere unterschiedlich geformte, teils stark gebogene Gehstöcke aus Holz stehen nebeneinander vor neutralem Hintergrund. Jeder Stock wirkt individuell gewachsen und symbolisiert Verschiedenheit.
Krumm: Zwischen Körper und Moral
Foto: Ralph Milewski / KI

Fladungen (kobinet) Kants krummes Holz Immanuel Kant schreibt, der Mensch sei aus krummem Holz gemacht. Nichts ganz Gerades könne daraus gezimmert werden. Gemeint ist keine körperliche Eigenschaft, sondern eine anthropologische Einsicht. Der Mensch ist widersprüchlich, begrenzt, moralisch nie vollkommen. Entscheidend ist, dass diese Krummheit universal ist. Sie betrifft alle. In der aktuellen Debatte um Ableismus, angestoßen unter anderem durch Hans-Willi Weis’ Bezug auf das krumme Holz im Zusammenhang mit dem Menschenbild, lohnt es sich, diese Metapher genauer zu betrachten. Sprachliche Nähe Das Wortfeld ist älter als Kant. Krumm bedeutet gebogen, vom geraden Maß abweichend. Aus derselben Bedeutungswelt stammt auch der Begriff Krüppel. Historisch bezeichnete er den gekrümmten oder verstümmelten Körper. Die Nähe ist sprachgeschichtlich nachvollziehbar, auch wenn Kant sie nicht beabsichtigte. Interessant ist nicht die Absicht, sondern die Parallele.

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Extrawurst – oder wie man eine Leberwurst beleidigt. Eine kulinarische Kolumne von Stephan Laux 19 Feb 2026 11:39:17

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Foto: Conmongt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Villmar - Weyer (kobinet) Wer seine Extrawurst in der Gastronomie verkauft oder verzehrt, bezahlt ja seit 2026 nur noch 7 anstatt 19 % Mehrwertsteuer. Die Kritik am Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) deckt auf: Die Zeit der Extrawürste für Menschen mit Behinderungen geht zu Ende. "Wurde auch Zeit!", wird sich die Privatwirtschaft gesagt haben. Denn genau das hat die Wirtschaftslobby mit ihrer Forderung nach Bürokratieabbau gemeint und gewünscht. Und die Bundesregierung hat geliefert. Keine Extrawürste mehr für Menschen mit Behinderungen, für den Klimaschutz, für Kinderspielplätze in Wohngebieten usw. Der oder die Stärkere gewinnt. Die Weltpolitik macht es vor. Und die Wirtschaftslobby ist nun mal die Stärkere.

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Bayerns Sozialministerin übergibt Förderscheck von 3,9 Millionen Euro an Werkstatt für behinderte Menschen 19 Feb 2026 07:11:20

50 Euro-Scheine aufgefächert auf dem Tisch liegend in Draufsicht. schwarz-weiß Foto
Geld für Exklusion
Foto: Ralph Milewski

Nördlingen (kobinet) Frei nach dem Motto "Was schert uns die UN-Behindertenrechtskonvention und die Einschätzung des Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen" fördert der Freistaat Bayern weiterhin Werkstätten für behinderte Menschen mit Millionenbeträgen. Die bayerische Sozialministerin Ulrike Scherf wird am 25. Februar 2026 wieder einmal einen Förderscheck an eine Werkstatt für behinderte Menschen übergeben. Dieses Mal an die Donau-Ries-Werkstätten GmbH in Nördlingen, wie es in einer Presseinformation des Bayerischen Sozialministeriums heißt. Demnach wird ein Förderscheck in Höhe von 3,9 Millionen Euro für die Modernisierung und Erweiterung der Werkstatt von der Ministerin übergeben, so dass auch zusätzliche Plätze entstehen.

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