Bundesverband
Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V.


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Kobinet Nachrichten

Wohngeld – Kürzungen bedrohen Menschen in ihrer Existenz 01 Jul 2026 11:00:04

Mehrgeschossiges Gebäude mit Mietwohnungen
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Foto: ArtisticOperations In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

HANNOVER (kobinet) Rund 128.000 Haushalte in Niedersachsen beziehen Wohngeld. Sie sind auf diese Leistungen angewiesen, da die Mieten mittlerweile so hoch sind, dass sie aus eigenen Einnahmen nicht bestritten werden können. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich deshalb angesichts der geplanten Kürzungen beim Wohngeld alarmiert und macht deutlich: Die niedersächsische Landesregierung muss sich im Bundesrat gegen die Pläne stellen und endlich für bezahlbare Mieten sorgen.

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Kirgisisch-Deutsche Zusammenarbeit fördert Barrierefreiheit 01 Jul 2026 10:51:01

Zwei Männer mit dunklen Jacken und hellen Hemden, davon einer mit Schlips stehen vor einem Gebäude bei dem dahinter die Sprechzeiten zu sehen sind
KROI-Vorsitzender Schukurbek Kuchkachov und der stellvertretende Vorsitzende des IB&P André Nowak
Foto: IB&P

BISCHKEK / BERLIN (kobinet) Die Kirgisische Republikanische Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen (KROI) und das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation e.V. (IB&P) haben gemeinsam das Projekt "Barrierefreie sanitäre Einrichtungen für eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Bischkek" gestartet. Das Projekt umfasst die umfassende Renovierung der sanitären Einrichtungen der KROI-Produktionswerkstatt mit dem Bau barrierefreier Duschräume und Toiletten. Die Umsetzung des Projekts wird die Barrierefreiheit der Produktionsstätte insgesamt erhöhen und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen erheblich verbessern. Für das Vorhaben stellt das IB&P 14.600 Euro zur Verfügung aus Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken (10.000 Euro) und den für das Projekt erhaltenen Spenden. Das Projekt soll Ende August mit einer offiziellen Übergabe und mit einem deutsch-kirgisischen Erfahrungsaustausch zum barrierefreien und umweltbewussten Bauen abgeschlossen werden.

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Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen jetzt richtig umsetzen 01 Jul 2026 10:38:25

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Koalitionsausschusses am Donnerstag fordert der Sozialverband VdK Deutschland die Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen endlich umzusetzen – sozial gerecht und solide gegenfinanziert. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärt: "Wer die Mitte der Gesellschaft wirklich entlasten will, muss mehr tun, als nur die Einkommensteuer zu senken. Gerade kleine Einkommen werden weniger durch Steuern als durch die steigenden Ausgaben für den täglichen Bedarf überproportional belastet. Hier muss die Koalition neben einer Reform der Einkommensteuer endlich handeln." Der VdK hat ein eigenes Steuerkonzept entwickelt, das eine umfassende und sozial ausgewogene Reform des Einkommensteuertarifs vorsieht. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Anhebung des Grundfreibetrags von derzeit 12.348 Euro (für Alleinstehende) auf 15.400 Euro.

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Gemeinsames Lernen statt Ausgrenzung 01 Jul 2026 10:34:16

3 Kinder mit Rollstuhl und Laufräder auf dem Bolzplatz
Kinder auf Spielplatz
Foto: ISL

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband SoVD (NRW) Deutschland fordert die NRW-Landesregierung dazu auf, das Recht auf schulische Inklusion, also gemeinsames Lernen ohne Ausgrenzung, endlich ernst zu nehmen. Anlass sind neueste Zahlen der Studie "Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit". Dieser vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Auftrag gegebenen Studie zufolge lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Bundesweit wurden rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.

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Sportler*innen-Ehrung fand in Tübingen mit barrierefreier Lösung statt 01 Jul 2026 05:20:43

Sportler*innen-Ehrung in Tübingen mit Cary Hailfinger
Sportler*innen-Ehrung in Tübingen mit Cary Hailfinger
Foto: Thomas Dinges

Tübingen (kobinet)
Und es geht doch, wenn man nach Lösungen sucht. Cary Hailfinger berichtet auf Facebook über die am 30. Juni 2026 erfolgte Sportler*innen-Ehrung, an der auch sie als Rollstuhlnutzerin gleichberechtigt teilnehmen konnte, nachdem es im Vorfeld erhebliche Aufregung darum gab, ob die Ehrung barrierefrei erfolgen kann: "Heute war es soweit, die Sportlerehrung in Tübingen fand statt. Der neu umgebaute Mark-Kemmler-Saal der Musikschule ist wohl ein perfektes Beispiel wie ein stufenloser Zugang zu einer Bühne aussehen kann. Eine Treppe, die sich auf Knopfdruck zum Hublift umfunktionieren lässt. Mit einer zulässigen Traglast von 400 kg ist dieser Lift auch für schwere Elektrorollstühle geeignet. Dass eine solche Lösung nicht überall möglich ist und zum absoluten Goldstandard gehört, darüber braucht man nicht diskutieren. Ich danke hier nochmal der Stadt Tübingen, Herrn Boris Palmer und insbesondere Frau Gundula Schäfer-Vogel für die Lösungssuche, für die diesjährige Sportlerehrung. Auch für die nächsten Jahre gibt es schon eine Lösung, die dann dauerhaft sein wird."

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Zukunftsinvestitionen für eine generationengerechte Politik statt wahlloser Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe 01 Jul 2026 05:10:11

Kanzleramt
Kanzleramt
Foto: Irina Tsicher

Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.

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