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Sportler*innen-Ehrung in Tübingen mit Cary Hailfinger Foto: Thomas Dinges Tübingen (kobinet)
Und es geht doch, wenn man nach Lösungen sucht. Cary Hailfinger berichtet auf Facebook über die am 30. Juni 2026 erfolgte Sportler*innen-Ehrung, an der auch sie als Rollstuhlnutzerin gleichberechtigt teilnehmen konnte, nachdem es im Vorfeld erhebliche Aufregung darum gab, ob die Ehrung barrierefrei erfolgen kann: "Heute war es soweit, die Sportlerehrung in Tübingen fand statt. Der neu umgebaute Mark-Kemmler-Saal der Musikschule ist wohl ein perfektes Beispiel wie ein stufenloser Zugang zu einer Bühne aussehen kann. Eine Treppe, die sich auf Knopfdruck zum Hublift umfunktionieren lässt. Mit einer zulässigen Traglast von 400 kg ist dieser Lift auch für schwere Elektrorollstühle geeignet. Dass eine solche Lösung nicht überall möglich ist und zum absoluten Goldstandard gehört, darüber braucht man nicht diskutieren. Ich danke hier nochmal der Stadt Tübingen, Herrn Boris Palmer und insbesondere Frau Gundula Schäfer-Vogel für die Lösungssuche, für die diesjährige Sportlerehrung. Auch für die nächsten Jahre gibt es schon eine Lösung, die dann dauerhaft sein wird."
Kanzleramt Foto: Irina Tsicher Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
Plakat zur Demo am 1.7.2026 ab 16:00 Uhr am Jungfernsteg in Hamburg zur Schulbegleitung Foto: public domain Hamburg (kobinet)
Wenn über Einsparungen bei der Eingliederungshilfe gesprochen wird, geht es in der Regel schnell um die Schulassistenz. Hier plant die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsident*innen der Länder den individuellen Anspruch in ein vornehmliches strukturelles Pooling-Angebot an Schulen umzuwandeln. In einigen Regionen tun sich Eltern bereits schwer, die passende Schulassistenz zu bekommen, deshalb wird heute am 1. Juli 2026 in Hamburg demonstriert. "Die Zahl von Schulbegleitungen in Hamburg ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig sind die Kosten explodiert! Die Bildungs- und Familienbehörde Hamburg kann sich diesen Anstieg nicht erklären. Dabei liegt es klar auf der Hand: Hamburgs Schulen sind noch lange nicht inklusiv! Kommt zur Demo: 01.07.2026, 16 Uhr am Jungfernstieg", so heißt es in einem Facebook-Post von Silke Brockerhoff.
Martina Puschke 2022 Foto: Weibernetz Kassel (kobinet) Genau heute vor 25 Jahren, am 1. Juli 2001, trat das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) in Kraft. Martina Puschke von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz erinnert sich an die Erstellung des Gesetzes damals. Und sie erinnert in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten an den damaligen Gesetzgebungsprozess und dessen Bedeutung für heute.
in Schockstarre quasi Foto: Hubertus Thomasius Staufen (kobinet) Good bye "Summertime and the living is easy". Vorbei ist es mit der sommerlichen Unbeschwertheit. Und nicht nur einen Sommer lang, sondern für alle Zeit! Für einen erdgeschichtlichen Äon, ein Erdzeitalter lang. Kein kosmisches Verhängnis und auch kein göttliches Strafgericht, nein, menschengemacht!
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht Berlin (kobinet) Mit einem Offenen Brief an den Bundeskanzler hat sich "Das Bündnis Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen" an Bundeskanzler Friedrich Merz zur geplanten BGG-, Gesundheits- und Pflegereform gewandt. "Die von Ihrer Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird ihrem Namen nicht gerecht. Statt echte Fortschritte bei der Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen, droht sie bestehende Benachteiligungen fortzuschreiben und in einzelnen Bereichen sogar zu verschärfen. Besonders kritisch ist, dass auch künftig keine wirksame und allgemeine Verpflichtung zur Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft geschaffen werden soll. Barrierefreiheit bleibt damit für viele Unternehmen weiterhin weitgehend freiwillig. Für Millionen Menschen mit Behinderungen bedeutet dies, dass ihnen der gleichberechtigte Zugang zu Dienstleistungen, Produkten, Informationen und gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin erschwert oder verwehrt wird", heißt es in dem Offenen Brief, auf den Gerd Miedthank die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.