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Schulung zum Thema "Persönliches Budget"

Persönliche Budgets in der Beratung

Mit in der Beratung tätigen Profis hatte es ForseA-Vorsitzende Elke Bartz am 21. Oktober zu tun. Sie war zu Gast in der Geschäftsstelle des Sozialverbandes, SoVD, in Hannover.

Die Mitglieder des frauenpolitischen und des sozialpolitischen Ausschusses wollten sich über Details, Chancen und Risiken von Persönlichen Budgets informieren. Konkrete Fragen und Anmerkungen zeigten, dass das Thema für die meisten der Anwesenden nicht völlig neu war. Zunächst erläuterte Elke Bartz die Unterschiede zwischen den Modellen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem seit 1. Juli in Kraft getretenen bundesweiten Persönlichen Budget.

Sie zeigte an Beispielen auf, welche Gefahren der Unterversorgung Budgets beinhalten, wenn diese zu knapp bemessen sind. Gleichzeitig ist angesichts der allgemeinen Sparmaßnahmen der Rehaträger nicht zu erwarten, dass die Budgets so reichlich bemessen sein werden, dass sie mögliche Kostenschwankungen auffangen können.

Interessierte ZuhörerInnen fand Eke Bartz auch beim SoVD in HannoverGezielte Fragen gab es auch nach der Bedarfsermittlung und der verfahrenstechnischen Umsetzung. Vereinfachte Bedarfsermittlungsverfahren sollen den Antrag stellenden Personen Mehrfachbegutachtungen ersparen und ihnen schneller zu ihren Leistungen verhelfen. Dies wird durch die Nichtanerkennung von Gutachten anderer Rehaträger jedoch erschwert. Ebenfalls diskutiert wurde darüber, gegen welchen der am trägerübergreifenden Budget beteiligten Rehaträger gegebenenfalls Widerspruch eingelegt bzw. geklagt werden muss. Es zeigte sich, dass es noch sehr viele offen stehende Praxisfragen gibt, die auch mit der Anwendung der vorläufigen Handlungsempfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) nicht beantwortet werden können.

Es gilt also in der Beratung genau zu prüfen, für welche Personen Persönliche Budgets tatsächlich mehr Selbstbestimmung und Wahlfreiheit bringen, eventuelle Heimeinweisungen vermeiden oder Heimauszüge ermöglichen und wo sie Gefahren der Unterversorgung bergen.

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